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Zuger Volksabstimmung zum Sparpaket Druckfehler auf Stimmzetteln: Aus «Beschluss» wurde «Schluss»

2 min Lesezeit 2 Kommentare 31.10.2016, 23:10 Uhr

Beim Druck des Stimmzettels zur Abstimmungsvorlage «Entlastungsprogramm 2015–2018» vom 27. November ist ein peinlicher Fehler passiert. Zwei Buchstaben wurden eingespart. «Ärgerlich», findet die Zuger Regierung.

Gemäss einer am Montagabend spät verschickten Medienmitteilung der Kommunikationsstelle des Zuger Regierungsrat sind beim Druck des Stimmzettels «leider Fehler passiert». Anstelle von «Rahmenbeschluss zum Entlastungsprogramm 2015–2018» steht bei der Abstimmungsfrage «Rahmenschluss zum Entlassungsprogramm 2015–2018».

«Der Regierungsrat bedauert die Fehler ausserordentlich», heisst es in der Mitteilung, «er wird alle Stimmberechtigten umgehend per Brief informieren und die nötigen Kommunikationsmassnahmen treffen.» Die Regierung stufe die Fehler zwar als «ärgerlich» ein, sei aber überzeugt, dass sich die Stimmberechtigten dank der nun eingeleiteten Kommunikationsmassnahmen sowie der bisher intensiven, umfassenden Information und der ausführlichen Berichterstattung in den Medien, eine sachgerechte und unverfälschte Meinung über die Vorlage bilden können. «Der Stimmzettel behält somit seine Gültigkeit», heisst es weiter.

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Zweiter Fehler: «Entlassungsprogramm»

Das ist aber noch nicht alles: Laut der «Zuger Zeitung» ist auch das Wort Entlastungsprogramm falsch geschrieben auf den Stimmzetteln. Auf den Zetteln heisst es stattdessen «Entlassungsprogramm». Der Fehler sei bei der Druckerei passiert, sagte der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler gegenüber der Zeitung.

Keine Verschiebung der Abstimmung

Bei den Stimmzetteln habe ein Mitarbeiter der Druckerei die bereits abgesegnete und mehrfach kontrollierte Vorlage von Hand abgetippt, anstatt das Dokument digital zu konvertieren. «Bei diesem Vorgang ist der Fehler passiert», so Tännler. Von einer Absicht oder einem Sabotageakt gehe er nicht aus. Er könne sich nicht vorstellen, dass das jemand absichtlich gemacht habe, ausschliessen könne man es aber auch nicht. Die Fehler spielten durchaus den Gegnern in die Hände, so der Finanzdirektor.

Die Regierung übernimmt die Verantwortung für die fehlerhaften Stimmzettel. Im Abstimmungsbüchlein sei alles korrekt. Nach einer ausserordentlichen Sitzung am Montag hat der Gesamtregierungsrat laut Tännler entschieden, am Abstimmungstermin festzuhalten.

 

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2 Kommentare
  1. Daniel Wehner, 01.11.2016, 12:05 Uhr

    Oha. Ein freudscher Verschreiber? Vielleicht endlich mal Schluss mit dem Stuss. Rahmenbeschluss, Rahmenschluss, Rahmenstuss…

  2. Hans Peter Roth, 01.11.2016, 00:59 Uhr

    Wenn Sparen zur Hysterie wird, können dem natürlich auch Buchstaben zum Opfer fallen. Doch die Sprachreduktion haben nicht die Zuger erfunden, sondern eher Dichter wie Ernst Jandl. In seinem Gedicht “Schtzgrmm” beschreibt er lautmalerisch den Krieg aus Sicht des Schützengrabens (https://www.youtube.com/watch?v=ixgbtOcEgXg). Bei den Sparprogrammen handelt es sich zweifellos auch um einen Krieg, welchen die Besitzbürger gegen die kleinen Leute angezettelt haben zwecks Umverteilung des Privatvermögens von arm zu reich. Gespart wird natürlich auch bei der Bildung: Der kleine Mann oder die kleine Frau soll schliesslich nicht so schlau gemacht werden, dass er/sie den Trick mit dem staatlichen Entlastungsprogramm durchschaut.