Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
Drohung mit Wirkung: Inserat von Luzerner FDP-Frau ist weg
  • Aktuell
Marion Maurer aus Adligenswil will für die FDP in den Nationalrat. (Bild: zvg)

Gerhard Pfister setzte sich für Entfernung ein Drohung mit Wirkung: Inserat von Luzerner FDP-Frau ist weg

2 min Lesezeit 19.09.2019, 15:04 Uhr

Eine Luzerner FDP-Nationalratskandidatin fühlte sich von der CVP-Kampagne diffamiert und mahnte die Partei ab. Mit Erfolg, denn Gerhard Pfister liess das Inserat offenbar entfernen.

Die Adligenswilerin Marion Maurer kandidiert auf der Nationalratsliste der FDP-Frauen und enervierte sich über die Onlinekampagne der Christdemokraten. Denn wer auf Google nach Maurer suchte, gelangte auf eine von der CVP betriebene Seite, auf welcher die Unterschiede zwischen FDP- und der CVP-Politik aufgeführt werden (zentralplus berichtete).

Maurer setzte sich zur Wehr und hat die CVP und Google schriftlich abgemahnt. Maurer verlangte von der CVP, sämtliche Inhalte zu entfernen. Sie erteilt der Partei eine Frist bis Donnerstagabend (zentralplus berichtete). Ansonsten behalte sie sich weitere rechtliche Schritte vor, sagt Maurer auf Anfrage von zentralplus.

Unterstütze Zentralplus

Maurer Kollegen weiterhin betroffen

Maurers Drohungen scheinen gewirkt zu haben, wie sie am Donnerstagnachmittag mitteilte. Für sie sei die Angelegenheit nun erledigt. Denn: «CVP-Präsident Gerhard Pfister hat mir gestern mitgeteilt, dass meine Inserate verschwinden und er sich persönlich dafür stark macht. Dies ist bis jetzt der Fall gewesen», schreibt Maurer. «Ich habe das Inserat seit gestern nicht mehr gesehen. Wenn es so bleibt, verzichte ich auf rechtliche Schritte.»

Maurer mahnt jedoch, dass ihre Kolleginnen und Kollegen der FDP weiterhin von der CVP-Kampagne betroffen seien – genauso wie zahlreiche Kandidatinnen von den anderen Parteien. Wie sie selbst schreibt, nutze sie ihre «vielleicht noch 48 Stunden andauernde Popularität», um eine Botschaft abzusetzen.

«Schreckt Leute ab»

Sie appelliert an einen respektvollen Umgang miteinander und mehr Respekt in der Politik. Sie fürchtet, dass solche «Schock-Kampagnen» oder die Wurm-Plakate der SVP die Leute abschrecke, an die Urne zu gehen. Ich rufe alle Parteileitungen dazu auf, ab heute auf solche Schock-Kampagnen zu verzichten», so Maurer.

Weil man nach den Wahlen wieder zusammenarbeiten muss, bittet Maurer alle Parteileitenden sich zusammen an den Tisch zu setzen und ein Agreement zusammen auszuarbeiten. «Wie wollen Sie bei künftigen Wahlen miteinander umgehen? Welche Art von Werbung tragen Sie mit und welche nicht?», fragt sie.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

In diesen Artikel haben wir viel Zeit investiert. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare