Drei Punkte gegen das beste Team des Landes?
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Jubelt der FCL auch dieses Mal gegen Basel? (Bild: Dominik Stegemann)

Luzern vor Spitzenspiel gegen Basel Drei Punkte gegen das beste Team des Landes?

4 min Lesezeit 07.08.2015, 17:22 Uhr

Der FC Luzern steht nach drei Meisterschaftsspielen auf dem guten dritten Ranglistenplatz. Diesen Samstag ist mit dem Serienmeister FC Basel der Leader in der Innerschweiz zu Gast. Ein überraschendes Spitzenspiel und Grund genug für eine Zwischenbilanz.

Die drei Luzerner Ergebnisse zum Saisonstart können sich sehen lassen: Fünf Punkte, ein Sieg, keine Niederlage. Den beiden Meisteranwärtern FC Sion und Young Boys Bern wurde jeweils ein Punkt abgeknöpft. Beide Male geriet die Mannschaft von Markus Babbel in Rücklage und konnte jeweils das Spiel drehen.

Harte Nüsse geknackt

Im Startspiel gegen die Walliser wurde gar ein 0:2 Rückstand in der 89. Minute durch Tore von Jahmir Hyka und Marco Schneuwly wettgemacht. Das zweite Saisonspiel endete 1:1 in der Bundeshauptstadt. Dario Lezcano schoss den Ausgleich mit einem wuchtigen Kopfball aus spitzem Winkel, die Musterflanke dazu gab Jakob Jantscher. Beim ersten Auswärtsspiel in Bern zeigte der FCL die bisherige Saisonbestleistung. Trotz einer halbstündigen Überzahl gelang es den Luzerner jedoch nicht, den Siegestreffer zu erzielen. Den ersten Dreier konnten die Innerschweizer im Berner Oberland einfahren. Der vielumjubelte Siegestreffer erzielte der, unter Babbel aufgeblühte, Dario Lezcano in den Schlussminuten.

11'000 verkaufte Tickets

Im Vorverkauf wurden 11'000 Tickets abgesetzt. Der FCL rechnet je nach Wetter mit 13'000 Zuschauer. Die Tickets im Family Corner sind fast ausverkauft. Der FC Luzern empfiehlt den Fans den Vorverkauf zu nutzen. Am Samstag gastiert der Zirkus Knie auf der Luzerner Allmend. Den Zuschauern wird die Anreise mit dem ÖV nahegelegt.

Die Leistungen sind jedoch noch nicht ganz auf einem Topniveau. Die hervorragende Moral der Mannschaft und die körperliche Frische stimmen aber zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Saison. «Die Hitze macht der Mannschaft zu schaffen, ich bin aber begeistert, wie sich die Mannschaft in Thun in den Match hineinsteigern konnte», erklärt Babbel. Erstaunlich sind die jeweiligen Schlussminuten der vergangenen Partien, in welchen sich das zusammengeschweisste Team noch immer verbessern konnte. «Wir hatten in den ersten Spielen das nötige Quäntchen Glück, dies haben wir uns erarbeitet», erklärt der Cheftrainer. Die ersten harten Nüsse konnten geknackt werden, die nächste anspruchsvolle Nuss steht mit Basel schon vor der Tür.

FCB mit bombastischem Saisonstart

Diese Nuss aus Basel hat es in sich. Trotz Trainerwechsel in der Sommerpause startete der Serienmeister überragend in die Meisterschaft. Drei Spiele, neun Punkte. Auch in der Qualifikation für die Champions League setzte sich der FCB souverän mit zwei Siegen gegen die unbequemen Polen Lech Posen durch.

Der Zürcher Trainer Urs Fischer, welcher auf die neue Saison hin zum FCB stiess, lebte sich mit einer Rekordgeschwindigkeit ein. Fischer rotiert, wie sein Vorgänger Paulo Sousa, die Startelf von Spiel zu Spiel gehörig durch. Dies ist sich das topbesetzte Kader gewohnt. Somit ist die Doppelbelastung, welche sich durch die europäischen Spiele ergibt, für die Basler keine grosse Herausforderung. Markus Babbel weiss: «Es kommt eine hohe Qualität auf uns zu.» Dazu fügt er mit einem verschmitzten Lächeln an: «Darauf freuen wir uns auch!»

Luzern gegen Basel – ein kurzer Blick zurück

Ein Sieg gegen Basel ist heutzutage im Schweizer Fussball ein glorreiches Ergebnis. Die Bilanz der letzten Spielzeit gegen den FCB war für die Luzerner Fangemeinschaft nicht nur herzerwärmend. Nach den vier gespielten Partien, standen drei klaren Niederlagen einem Sieg gegenüber. Das Torverhältnis über die gesamte letzte Saison ergab 3:11. Der einzige Lichtblick ereignete sich im letzten Aufeinandertreffen. In Basel konnten die Innerschweizer damals einen Achtungserfolg feiern. «In Basel haben wir gezeigt, was möglich ist», erklärt auch Babbel beim Rückblick auf dieses Spiel.

«In Basel haben wir gezeigt, was möglich ist»

Markus Babbel, Trainer FC Luzern

Der Blick noch weiter zurück lässt den FCL nicht in einem hervorragenden Licht dastehen. Seit dem Wiederaufstieg im Jahre 2006 hat der FC Luzern in der Meisterschaft 36 Mal gegen Basel gespielt. Dabei konnten 8 Siege errungen werden, welchen 5 Remis und 22 Niederlagen gegenüberstehen. Den FCL-Fans blieben die beiden hohen Auswärtssiege (0:3 am 28. April 2013 und 1:4 am 14. August 2010) in positiver Erinnerung. Aber auch der 5:1 Heimsieg auf der altehrwürdigen Allmend, am 14. Dezember 2008, als Tabellenschlusslicht blieb in den Köpfen der Innerschweizer hängen.

Im Cup musste der FCL in dieser Zeitspanne drei schmerzhafte Niederlagen einstecken. Zwei Finalniederlagen, eine Halbfinalniederlage.
Gegen Basel sah der FC Luzern in der näheren Vergangenheit nicht immer gut aus, sorgte aber gelegentlich für Sternstunden.

«Wir wollen drei Punkte gegen die beste Mannschaft des Landes holen»

François Affolter, FC Luzern

Während sich der Fussballfan einen Blick in die Vergangenheit nicht entgehen lassen will, hat diese nur einen marginalen Einfluss auf das heutige Spielgeschehen. Ein Match beginnt mit dem ersten Pfiff. So auch morgen Samstag um 20 Uhr in der Swissporarena. Mit einem Sieg könnte der FCL dem Leader FC Basel auf die Pelle rücken. Der Abstand würde «nur» noch einen mickrigen Punkt betragen.

Mit dem nötigen Selbstvertrauen steigt die Luzerner Mannschaft in den Spitzenkampf. Für den aus Biel stammenden Innenverteidiger François Affolter ist das Ziel klar. Mit seiner ruhigen Art erklärt er gegenüber den Medien: «Morgen Samstag wollen wir drei Punkte gegen die beste Mannschaft des Landes holen.»

Puljic mit Teileinsatz?

Die Spieler Joao Oliveira, Kaja Rogulj und Sebastian Schachten werden beim Spiel gegen den Serienmeister verletzt ausfallen. Nach Markus Babbel ist es aber durchaus realistisch, dass Tomislav Puljic wieder zum Einsatz kommt. Babbel sagt: «Es reicht wohl noch nicht für 90 Minuten, jedoch macht Tomislav gute Fortschritte.»

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