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Drei Mitglieder der Zuger Kulturkommission treten zurück
  • Kultur
Die Vergabe eines Atelieraufenthalts in Genua sorgt für rote Köpfe. (Symbolbild)

Wurde der Druck zu gross? Drei Mitglieder der Zuger Kulturkommission treten zurück

2 min Lesezeit 28.11.2019, 12:33 Uhr

Mit Oliver Frey, Roland Dahinden und Anu-Maaria Calamnius-Puhakka treten gleich drei Mitglieder der Kulturkommission der Stadt Zug zurück. Die Kommission geriet zuletzt wegen der Stipendium-Vergabe an ein eigenes Mitglied in die Kritik.

Oliver Frey, Roland Dahinden und Anu-Maaria Calamnius-Puhakka haben ihren Rücktritt aus der Kulturkommission der Stadt Zug eingereicht, wie die Stadt Zug am Donnerstag mitteilte.

Offenbar wurde der Druck zu gross, seit im Oktober öffentlich geworden ist, dass die Kommission ein Stipendium an ein eigenes Mitglied vergeben hatte. Die SVP und GLP reichten draufhin zwei Interpellationen, eine Kleine Anfrage und eine Motion ein (zentralplus berichtete). Entsprechend emotional wurde bei der letzten Sitzung im Zuger Stadtparlament darüber diskutiert. Neue Regeln für die Vergabe sollen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt folgen (zentralplus berichtete).

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Der zurücktretende Oliver Frey gehört der Kulturkommission seit 2009 an und reicht nach zehnjähriger Zugehörigkeit seinen Rücktritt per Ende Jahr ein, wobei er diesen schon früher angekündigt hatte.

Roland Dahinden derweil könne seine Tätigkeit als Musiklehrer der Musikschule Zug nicht länger mit seinem Engagement bei der städtischen Kulturkommission vereinbaren. Dahinden hat seinen Rücktritt per sofort gegeben; er gehörte der Kommission seit 2017 an.

Stadtrat ist gefordert

Auch Anu-Maaria Calamnius-Puhakka, seit 2016 Mitglied, tritt per sofort aus der Kommission zurück. Sie begründet ihre Demission mit den Geschehnissen der letzten Wochen. Immerhin war sie es, die für das Stipendium in Genua den Zuschlag bekam.

Stadtpräsident Karl Kobelt (FDP) geriet mitunter ebenfalls in Kritik. So stellte Gregor R. Bruhin (SVP) in Frage, ob «Checks and Balances» bei der Stadt Zug wirklich funktionieren. Kobelt bedauere die Demission der drei Mitglieder. Er hat gemäss der Verordnung über die Organisation der Kulturkommission einen Findungsprozess für den Ersatz der neuen Mitglieder eingeleitet. Der Stadtrat wolle die Vertretung des interessierten Publikums in der Kulturkommission stärken und sucht nun als Ersatz für die zurückgetretenen Mitglieder vor allem Personen aus diesem Bereich. Interessierte können sich per E-Mail bei der Fachstelle Kultur der Stadt Zug melden.

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