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Doppelte EVZ-Premiere: McIntyre spielt am Abend mit der Academy
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Der Kanadier David McIntyre ist in der ersten Mannschaft überzähliger Ausländer und verstärkt nun das Zuger Team in der Swiss League. (Bild: EVZ/Felix Klaus)

Erstes Saisonspiel für EVZ-Kanadier Doppelte EVZ-Premiere: McIntyre spielt am Abend mit der Academy

3 min Lesezeit 17.09.2019, 14:48 Uhr

David McIntyre hat die ersten zwei Saisonsiege des EV Zug von der Tribüne aus miterlebt. Sind alle Ausländer fit, ist der 32-jährige Kanadier überzählig. Jetzt verstärkt er temporär das Zuger Farmteam in der zweithöchsten Spielklasse.

An diesem Dienstagabend greift die EVZ Academy erstmals ins Spielgeschehen der Swiss League in der Saison 2019/20 ein. Wegen des nach drei Jahren aufgehobenen Artenschutzes für Farmteams steht die Saison für den Zuger Talentpool unter dem Motto: Absteigen verboten (zentralplus berichtete)!

Aber es fängt ja gut an: Zur Saisonpremiere beim nach zwei Spielen ungeschlagenen Spitzenreiter HC Ajoie in Pruntrut (20 Uhr) reist auch David McIntyre mit. Und der Schweizer Verteidiger Thomas Thiry. Beide sind sie nicht fürs Heimspiel der ersten Mannschaft gegen Lausanne aufgeboten worden (19.45 Uhr, Bossard-Arena).

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Kläy: «Er war nicht gerade amused»

Dass McIntyre für Einsätze mit der EVZ Academy aufgeboten würde, war absehbar. Der Kanadier war in den ersten beiden Spielen des National-League-Teams überzählig. Und das entsprach der Logik, weil McIntyre in der ersten Saison unter dem norwegischen Cheftrainer Dan Tangnes wegen Disziplinlosigkeiten und einer zu hohen Fehlerquote in Ungnade gefallen war.

Spätestens seit die Zuger Oscar Lindberg unter Vertrag genommen haben, ist die Zeit des Kanadiers beim meistgenannten Titelanwärter dieser Saison abgelaufen (zentralplus berichtete). Das Problem: McIntyres gut dotierter Vertrag ist noch bis zum Saisonende gültig.

Tangnes wird McIntyre nur noch berücksichtigen, falls sich einer aus dem Quartett Kovar, Lindberg, Klingberg oder Thorell verletzen sollte. «Er war nicht gerade amused», sagt EVZ-Sportchef Reto Kläy, als McIntyre der Entscheid, Teil des Academy-Aufgebots zu sein, mitgeteilt wurde. «Aber es wäre ja auch nicht gut, wenn ein Ausländer darüber glücklich wäre.» Einsätze in der ersten und zweiten Mannschaft sind Vertragsbestandteil jedes EVZ-Ausländers.

Eine EVZ-Premiere

Der Einsatz von McIntyre in der Academy ist insofern eine Premiere, als bisher noch nie ein überzähliger Ausländer der ersten Mannschaft ran musste. «Es gibt drei Gründe für eine solche Massnahme», erklärt Kläy. «Erstens: Rückkehr aus einer gravierenden Verletzung. Zweitens: Unterform. Drittens: überzählig in der ersten Mannschaft.»

Unterform wäre die letzte übrig gebliebene EVZ-Premiere. Denn zur Rückkehr von Carl Klingberg nach überstandener Halswirbelverletzung gehörte es gegen Ende der letzten Qualifikation, mit der EVZ Academy Spielpraxis zu bekommen.

Spielpraxis nützt mehr als ein Streik

Für McIntyre ist Spielpraxis in der zweiten Spielklasse in jedem Fall besser als ein Academy-Streik und ein Platz auf der Tribüne. «Ich bin mir nicht sicher, ob eine Weigerung schon ausreicht, um von Vertragsbruch sprechen zu können», sagt Kläy.

Sicher ist: In der Academy kann McIntyre im Herbst seiner Karriere Werbung in eigener Sache machen. Und eher früher als später wird ein Erstligist im In- oder Ausland auf seinen Namen aufmerksam. Der EV Zug wird nichts dagegen haben, McIntyres Salär ganz oder bei einer Ausleihe zumindest zum Teil aus der Lohnbuchhaltung streichen zu können.

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