Diese neuen Buslinien sind in Luzern geplant
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Im Busverkehr der Stadt Luzern sollen neue Durchmesserlinien entstehen. (Bild: zvg)

Ausbau in Luzern Süd geplant Diese neuen Buslinien sind in Luzern geplant

3 min Lesezeit 2 Kommentare 24.07.2019, 13:50 Uhr

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) hat ein neues Konzept zur Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs (öV) in Stadt und Agglomeration Luzern erarbeitet. Bis 2027 sollen in Luzern weitere Durchmesserlinien realisiert werden.

Heute wendet ein Grossteil der Buslinien am Bahnhofplatz Luzern. Mit dem sogenannten Konzept AggloMobil 4 wurden neue Durchmesserlinien geprüft, welche auf den Vorschlägen des vorherigen Konzepts aufbauen. «Mit der Verknüpfung von weiteren Buslinien am Bahnhof Luzern profitieren die Fahrgäste von einer umsteigefreien Fahrt im dichten Siedlungsgebiet in Stadt und Agglomeration Luzern», sagt VVL‐Mediensprecher Romeo Degiacomi. Neben einem höheren Komfort für Kunden werden auch betriebliche Abläufe verbessert, heisst es in einer Mitteilung. Voraussetzung für diese Verknüpfungen sind zwei zusätzliche Durchmesserperrons am Bahnhof Luzern, welche im kantonalen Strassenbauprogramm verankert sind. Geplant sind zwei neue Durchmesserlinien:

Linie 3: Littau–Bahnhof Luzern–Würzenbach direkt mit Batterietrolleybus

Mit der neuen Linie 3 (Littau–Luzern Bahnhof–Würzenbach) entsteht ab 2024 eine neue Direktverbindung. Dabei werden die heutige Linie 12 und ein Teil der Linie 8 miteinander verbunden. Dank dem Einsatz von Doppelgelenktrolleybussen erhöht sich die Kapazität insbesondere zwischen Bahnhof Luzern und Littau. Mit der technologischen Entwicklung sind künftige Trolleybusse in der Lage, kurze Linienabschnitte mittels Batterie zu fahren. Richtung Littau kann dadurch auf einen Teil der Fahrleitungen verzichtet werden.

Linie 8/19: Direkter zum Kantonsspital

Das Kantonsspital Luzern soll aus Norden und Süden ohne Umsteigen mit dem öV erreichbar sein. Geplant ist ab 2024 eine neue Durchmesserlinie, indem der südliche Linienast der Linie 8 von Hirtenhof mit der Linie 19 verbunden wird. Während den Hauptverkehrszeiten erfolgt eine Verlängerung in Richtung Emmenbrücke, womit die Anbindung des Kantonsspitals Richtung Norden gestärkt wird. Dies ergänzt die neue Linie 30, welche ab Dezember 2019 Littau und Ebikon direkt mit dem Kantonsspital verbinden wird.

Verlängerung Linie 4 mit Batterietrolleybus

Für die ab 2022 vorgesehene Verlängerung der Linie 4, von der heutigen Endhaltestelle Hubelmatt bis zum Zihlmattweg/Allmend, kann durch den Einsatz von Batterietrolleybussen auf neue Fahrleitungen verzichtet werden. Langfristig strebt der VVL die Verlängerung der Linie 4 bis an den Bahnhof Kriens‐Mattenhof an. Damit entstehen neue Reisemöglichkeiten zu Arbeitsplätzen, Freizeitangeboten und der Bahn.

Änderungen in Luzern Süd

Im Hinblick auf die starke Siedlungsentwicklung in Luzern Süd hat der VVL das Angebot überprüft und optimiert. Mit den beiden Bushubs Mattenhof und Horw wird das Busangebot auf die S‐Bahn abgestimmt. Zukünftig verbindet die Linie 16 alle 15 Minuten das Zentrum von Kriens, den Bahnhof Mattenhof sowie Horw. Sie wird aufgrund der Siedlungsentwicklung neu über die Ringstrasse geführt. Am Sonnenberg in Kriens sollen die Linien 11 und 15 miteinander verknüpft und als Tangentiallinie von der Busschleife via Sonnenberg–Dattenberg Richtung Eichhof–Tribschen geführt werden. Die Pilatusbahnen werden weiterhin ab Kriens Busschleife bedient. Aufgrund der sehr geringen Nachfrage soll künftig auf die Bedienung des Linienasts Sidhalde verzichtet werden. Mit diesen Anpassungen werden einige der heutigen Bushaltestellen in Kriens nicht mehr bedient, die Erschliessung ist jedoch weiterhin gewährleistet. Die Fokussierung auf Hauptlinien ermöglicht dichtere Takte und längere Betriebszeiten, und damit insgesamt ein besseres öV‐Angebot.

Zuverlässiger Betrieb der Buslinien als grösste Herausforderung

Die Analyse der betrieblichen Bedingungen des öV hat als Schlüsseldefizit in der Stadt und Agglomeration die mangelnde Pünktlichkeit zu den Hauptverkehrszeiten aufgezeigt. Da die Buslinien in Luzern und Umgebung grösstenteils die Strasseninfrastrukur mit dem motorisierten Individualverkehr teilen, wirken sich Staus stark auf den öV aus. Der VVL setzt sich gemeinsam mit den Transportunternehmen, den Gemeinden und dem Kanton für die Umsetzung weiterer Buspriorisierungsmassnahmen ein.

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2 Kommentare
  1. Walter Albrecht, 25.07.2019, 15:30 Uhr

    Noch immer setzt man leider auf den Ausbau des Busangebotes, obwohl sich das Schlüsseldefizit der mangelnden Pünktlichkeit in den Stosszeiten auch mit Buspriorisierungsmassnahmen nur bescheiden
    beheben lässt. Da wäre es wohl klüger, das bald einmal zur Abstimmung kommende Metro-Projekt zu
    verwirklichen – es erschliesst auch das Kantonsspital und könnte nach Emmen Bahnhof, nach Luzern
    Bahnhof, nach Kriens, Obernau und Über Littau wieder nach Emmen und Richtung Ebikon in einem Generationenprojekt erweitert werden: eine Metro steht nie im Stau und ist effizient und nachhaltig.
    Was in Rennes, Lausanne und Perugia schon seit längerer Zeit funktioniert und anderswo immer öfter
    geplant wird, würde auch dem Grossraum Luzern anstehen.

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  2. Edi,, 25.07.2019, 08:52 Uhr

    warum die Linie 3 bis Tschuopis gibt es dort Wohnungen, ausser einem verlassenen Bauernhof ist da nix. die Linie 3 wen schon, soll ab Rest, Gasshof ,rechts in die Bennegg Fahren so kommt sie selber wieder auf dei Renggstr, zurück, retour Gasshof,,, eine Haltestelle, vor der einfahrt Löwengrube ein Quartier wäre erschlossen,,,!!! die Linie 5 sol endlich bis Coop, Emmen verlängert werden dort ist ein grosses Wohnquartier, Fichten und Feldbreite alleine mit 900 Wohnungen,,, ein Irrsinn heute, das man alle paar 100 M, umsteigen muss wen man wo hin will, nur denken ist eben Glückssache gell,

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