Diese Geschichten haben die Zuger bewegt
  • Gesellschaft
Manuela Weichelt, Siegermuni Kolin, ein Golfballtaucher: Sie alle bewegten die Zuger im letzten Jahr. (Bildmontage: zentralplus)

Best-Of 2019 unserer Geschichten Diese Geschichten haben die Zuger bewegt

4 min Lesezeit 02.01.2020, 16:01 Uhr

Der Jahreswechsel bringt etwas Nostalgie mit sich. Die nützen wir flugs aus und werfen einen Blick zurück: Das sind Geschichten, die ihr Zugerinnen und Zuger nicht verpassen durftet. Und falls doch, jetzt nachlesen könnt!

Wir schreiben das Jahr 2020, vor uns liegen 365 Tage und somit viele blanke Seiten, die wir mit Geschehnissen aus Zug füllen werden. Doch zuvor blicken wir zurück und zeigen dir die schönsten und besten Zuger Geschichten vom letzten Jahr.

Zug – das Zentrum rechtsextremer Gewalt

Vor 30 Jahren war Zug ein Zentrum rechtsextremer Gewalt. 1989 schlugen Rechtsextreme der patriotischen Front mit Holzschlägern, Veloketten und Fäusten auf zufällig anwesende Tamilen ein. Dass Zug damals ein Zentrum war, das wussten viele nicht, sagt Hans Stutz, Experte für Rechtsextremismus. Unser Autor erinnert an die Vorfälle von damals.

Ebenfalls lesenswert: der zweite Teil der Geschichte. Denn die Exponenten der Patriotischen Front sind nicht etwa untergetaucht. Sie erscheinen bis heute in der Szene.

Vegan, um die Welt zu retten

Der «einzig mögliche Weg», um die Welt zu retten? Vegan werden! Davon ist die Baarer Tierrechtsaktivistin Valentina Rossel überzeugt. Unsere Journalistin hat sie und den verschmusten Dreihundertkilo-Eber Tobi auf dem Gnadenhof, auf dem Rossel arbeitet, besucht. «Der Gnadenhof ist ein Mikrokosmos davon, wie die Welt sein sollte», findet Rossel.

Die Politikerin, die Geschichte schreibt

«In zwei Wochen könnte die erste Zugerin ins Bundesparlament gewählt werden», schrieben wir am 6. Oktober. Und siehe da, zwei Wochen später gelang Manuela Weichelt der Einzug unter die Berner Bundeshauskuppel (zentralplus berichtet). Ein Rückblick in die Politgeschichte zeigt, wie schwer es Frauen in der Politik in Zug bisher hatten.

Der Entscheid der Zuger Kulturkommission

Er sorgte für viele Fragen und für Kopfschütteln: Der Entscheid der Zuger Kulturkommission, ein Atelierstipendium in Genua an Anu-Maaria Calamnius-Puhakka zu vergeben, die selber Mitglied der Kulturkommission ist. Wir haben dank des Öffentlichkeitsgesetzes nachgeforscht. Die Kulturkommission geriet immer stärker unter Beschuss. Stadtpräsident Karl Kobelt räumte schliesslich «unmissverständlich» Fehler ein (zentralplus berichtete).

Das Fischen nach dem «weissen Gold»

Er taucht seit zehn Jahren nach dem «weissen Gold», nach Golfbällen in Teichen. Die Rede ist von Röbi Hari. Mit einem Blick erkennt er, ob es sich um Billigware handelt oder ob die Bälle etwas taugen. Er sagt: Das Golfballtauchen hat etwas «sehr Entschleunigendes» an sich. So sehr, dass er dabei sogar schon eingenickt ist. Wir haben ihn beim Tauchgang besucht.

Wo in Zug Hexen hingerichtet wurden

Anschuldigung: «Schadenszauber». Bei der Hexenverfolgung war der Kanton Zug alles andere als untätig. In Zug und Luzern wurden bis ins Jahr 1670 so viele Hexen verbrannt wie Diebe und Mörder gehängt oder enthauptet wurden. Wir sind auf Spurensuche gegangen. Und haben Grausiges herausgefunden.

Zu Besuch beim «Skilift-Vandalen»

Anfang Jahr pflügte ein Mann in Unterägeri eine Schneise in die Raindlistrasse, die über die rote Piste des Skilifts Nollen zu seinem Stall führt.

Die Geschichte warf Wellen, eine Zeitung schrieb vom «dickschädeligen Landwirt» und dem «Skilift-Vandalen». Unser Autor hat keine Mühe gescheut und ist auf Skiern zu dem 70-jährigen Mann hochgestiegen. «Bei mir oben war noch nie jemand», sagte dieser dann auch prompt. «In der Zeitung steht immer nur, was die andern sagen.»

Das Eidgenössische

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 war der grösste Schweizer Sportanlass überhaupt. Der Mega-Anlass, der dieses Jahr in Zug stattfand, beschäftigte die Region das ganze Jahr durch. Doch war es nicht das erste ESAF in Zug. Wir haben zurückgeschaut auf die vorherigen Austragungen in Zug, 1943 und 1961. Beides Zeiten, in denen politisch grosse Unsicherheiten herrschten. Die Feierlaune war damals stark gedämpft.

Apropos ESAF: Auch Siegermuni Kolin interessierte unsere Leserinnen und Leser. Kolin frisst pro Tag rund 20 Kilo Heu und Gras und trinkt ganze 100 Liter Wasser. Und an sein eigenes Spiegelbild musste er sich selbst erst gewöhnen.

Und auch beim ESAF gab’s Zoff. Zumindest ein wenig. Konkret ging es um die Speaker. Die Zuger entschieden sich für ein Zentralschweizer Trio als Speaker – und gegen Dagobert Cahannes. Dieser liess das sich nicht gefallen.

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