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Die Zuger Zollhaushalle soll belebt werden
  • Politik
Die Zollhaushalle (links vom Zytturm) soll belebt werden. (Bild: www.wikipedia.com )

Mehr als nur Bankomat Die Zuger Zollhaushalle soll belebt werden

2 Min 12.12.2014, 16:43 Uhr

Die Stadtzuger SVP fordert, dass die Zollhaushalle intensiver genutzt wird. Dies, um die Zuger Stadtgeschichte besser zu würdigen. Nur: An der Laube lässt sich baulich nicht viel verändern. Dafür fehlt ausserdem das Geld. Dennoch zeichnet sich eine Lösung ab, mit der alle zufrieden zu sein scheinen.

Am vielbefahrenen Kolinplatz steht das alte Zollhaus – auffallend wegen der offen zugänglichen Laube, in der sich ein Bankomat und ein Wandbild des Künstlers Hans Potthoff befinden. Die Zuger SVP möchte mehr aus diesem Ort machen, denn sie findet, mit der heutigen Nutzung werde der Geschichtsträchtigkeit der Halle nicht genügend Rechnung getragen. Deshalb forderte die SVP vor fast zwei Jahren in einem Postulat, dass die Halle benutzerfreundlicher gestaltet und baulich angepasst werden soll. Das Ganze soll zudem «mit sparsamsten finanziellen Mitteln» umgesetzt werden.

Vielfältige Nutzung gewünscht

Der Stadtrat begrüsst diese Idee grundsätzlich. Dennoch gibt er zu Bedenken, dass es interaktive Hilfsmittel bräuchte, um aktive Geschichtsvermittlung zu betreiben. Dies impliziere, dass der Raum abschliessbar wäre. Da dies baulich, organisatorisch und finanziell aufwändig wäre, falle diese Variante für den Stadtrat weg.

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Gewünscht ist laut der Arbeitsgruppe «Koordination öffentlicher Raum» ein Ort, der möglichst vielfältig genutzt werde. Das stelle sich laut Stadtrat jedoch schwierig dar, denn das Interesse an der Nutzung der Zollhaushalle scheint eher gering zu sein. Trotzdem zeichnet sich eine Lösung ab.

Zuwebe ist interessiert

Die Crêperie «Intermezzo» existiert seit letztem Frühling an der Grabenstrasse, gleich neben der Zollhaushalle. «Wir können uns gut vorstellen, die Zollhauslaube gelegentlich für Anlässe unserer Crêperie Intermezzo zu nutzen, da wir unser Angebot in naher Zukunft um kulturelle Anlässe erweitern möchten», heisst es von Seiten der Zuwebe, welche das Restaurant betreibt. Konkret ist das Vorhaben jedoch noch nicht: «Gespräche über die genauen Rahmen- und Nutzungsbedingungen wurden mit der Stadt Zug noch nicht geführt. Auch wer die allgemeine Koordination der Anlässe in der Zollhauslaube übernehmen soll, ist noch offen»,  heisst es bei der Zuwebe weiter.

Laut der Stadt Zug plane man, mit der Zuwebe einen Pachtvertrag im Rahmen einer Pilotphase für ein Jahr abzuschliessen. Dies mit der Option auf Verlängerung. Andere Interessenten von Veranstaltungen sollen dennoch die Möglichkeit haben, die Laube zu nutzen.

Auch der SVP gefällt’s

Und was hält die SVP von diesem Vorhaben? «Ich sehe das als eine gute Lösung. So können wir mit wenig Geld eine gute Sache unterstützen», sagt der SVP-Gemeinderat Philip C. Brunner. Er ergänzt: «Ich war letzthin einmal zu Gast im Intermezzo und als jemand, der selber in der Gastronomie tätig ist, muss ich sagen: Ich bin begeistert davon, was die dort machen.»

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