Die Zeit für den ewigen Chefredaktor ist um
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Stimmen von seinem Anfang als Chefredaktor bis zum Abgang: Thomas Bornhauser hat stets polarisiert. (Bild: Montage zentralplus)

Thomas Bornhauser: 23 Jahre im Chefsessel Die Zeit für den ewigen Chefredaktor ist um

12 min Lesezeit 27.04.2016, 18:22 Uhr

Seine Tage als Chefredaktor der «Neuen Luzerner Zeitung» sind gezählt. Ende April verlässt Thomas Bornhauser die Redaktion, die er so lange eisern im Griff hatte. Er war der einsame Mann an der Macht einer lokalen Zeitung – und wirtschaftlich erfolgreich wie kaum ein anderer Chefredaktor in der Schweiz. Kurz vor seinem Abgang haben wir Stimmen über Bornhauser gesammelt.

Er ist mit Abstand der dienstälteste Chefredaktor der Schweiz. Ab Mai wird er es gewesen sein. Thomas Bornhauser geht in den erzwungenen vorzeitigen Ruhestand. «Mister NLZ wird abgetreten», schrieb der «Schweizer Journalist» in seiner aktuellen Ausgabe.

Nach Stationen beim «Luzerner Tagblatt», der LNN und bei der NZZ in den 80er-Jahren wurde Bornhauser im Oktober 1993 Chefredaktor der damaligen «Luzerner Zeitung». Die Zeitung war frisch aus dem Zusammenschluss von «Vaterland» und «Tagblatt» entstanden.

Nach einer weiteren Fusion mit der LNN wurde er 1996 zum Chef der «Neuen Luzerner Zeitung» (NLZ). Es war auch das Ende der Zeitungsvielfalt in Luzern. «Luzern heute» versuchte vergeblich ab 1996 eine Alternative zu bieten, die ambitionierte Idee fand zu wenige Leser und ging schliesslich 1999 wieder ein.

Wirtschaftlich erfolgreichster Chefredaktor

Fast 23 Jahre blieb Bornhauser auf dem Chefredaktor-Posten, das macht ihm so schnell keiner nach. Nicht einmal der «Tages-Anzeiger» konnte ihn im Jahr 2000 mit einem lukrativen Angebot locken. Bornhauser gilt als «wirtschaftlich erfolgreichster Chefredaktor einer Regionalzeitung» («Schweizer Journalist») – die NLZ schrieb seit ihrer Existenz nie Verluste.

Im vergangenen Februar ging’s Knall auf Fall: Thomas Bornhauser war in der künftigen Strategie der NZZ nicht mehr vorgesehen (zentralplus berichtete). Pascal Hollenstein von der «NZZ am Sonntag» wurde zum Super-Chefredaktor für die Regionalmedien ernannt – zum Chef also von «St.Galler Tagblatt» und NLZ, die näher zusammenrücken. Der bisherige Vize Jérôme Martinu übernimmt die Redaktionsleitung an der Maihofstrasse (zentralplus berichtete).

So erfolgreich, so streitbar: Thomas Bornhauser hat sich in den 23 Jahren nicht nur Freunde gemacht. Das zeigt ein Blick ins Archiv – und das zeigt sich, wenn man Leute fragt, die seine Ära begleiteten.

Viele äussern sich kritisch zu seiner Arbeit, zur Entwicklung der NLZ allgemein – sie anerkennen auch seine Leistung als langjähriger Manager der Zeitung, insbesondere während der Fusion zur NLZ (siehe weiter unten im Text). Doch ein Kommentar zu ihm als Person: Fehlanzeige. Den gibt’s meist nur hinter vorgehaltener Hand.

Thomas Bornhauser (Mitte) 1977 in der Jury für einen Fotowettbewerb des damaligen «Luzerner Tagblatt». (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Thomas Bornhauser (Mitte) 1977 in der Jury für einen Fotowettbewerb des damaligen «Luzerner Tagblatt». (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Nicht Chefjournalist, sondern Chefredaktor

Kürzlich gab Bornhauser seiner Zeitung ein ganzseitiges Abschiedsinterview (auf eine Interviewanfrage von zentralplus hat Thomas Bornhauser nicht reagiert). Er beschreibt sich darin als öffentlich zurückhaltenden Chefredaktor, der sich ganz in den Dienst seines Blattes und deren Leserschaft stellt und die Zeitung gegen Einflussnahme verteidigt.

Als einen, der bis am Schluss loyal blieb – obwohl er laut «Schweizer Journalist» von seinem Abgang aus dem «Tages-Anzeiger» erfuhr. «Die Art und Weise hat mich getroffen. Man hätte mich vor dem Entscheid ins Vertrauen ziehen können. Das ist nicht geschehen», sagt Bornhauser dazu in der NLZ.

Selber schreiben war nicht seine Priorität: «Ich will das Produkt von innen heraus bestimmen, nicht als Chefjournalist, sondern als Chefredaktor. Ich will für eine optimale Bühne verantwortlich sein, auf welcher sich die talentierten Autoren entfalten können.»

Sehr schnell einsam

Man erhält aber auch das Bild eines etwas einsam agierenden Menschen: «Ich bin überzeugt, dass man in dieser Funktion tatsächlich auch ein Stück Alleinsein ertragen muss.» Und auf die Frage, ob ihm der Druck zugesetzt habe, sagt Bornhauser: «Das hat mich bisweilen echt belastet, zumal in derlei Fällen der Chefredaktor sehr schnell sehr einsam ist.»

zentralplus beschrieb seinen Führungsstil kürzlich folgendermassen: «Bekanntlich hat Bornhauser die Redaktion nach dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche geführt, wobei ihm die Peitsche deutlich lieber war.» Dazu Bornhauser in der NLZ: «Wir müssen als Journalisten Leistung erbringen. Umso mehr braucht es Chefs, die nicht Popularität als oberstes Ziel sehen, sondern die von ihren Mitarbeitern viel fordern und sie so gleichzeitig fördern.»

Der Goalie

Was Thomas Bornhauser nach seiner frühzeitigen Pension machen wird, ist noch offen. Erstmal Ferien, verriet er dem «Schweizer Journalist», Ferien in Kuba. Finanziell sorgen muss er sich vorerst nicht: Er erhält während 12 Monaten weiterhin seinen Chefredaktor-Lohn.

Wir haben zum Abschied des «einsamen Chefredaktors» (Hanns Fuchs) Stimmen über Thomas Bornhauser gesammelt. Von Personen, die etwas zu sagen haben, und im Medienarchiv. Ein Bild, das auch immer wieder auftaucht, ist dasjenige des Goalies. Weil es so wunderbar passt; und weil Bornhauser viele Jahre Amateur-Torhüter war. Nun verlässt er das Spielfeld.

Dies war sein Reich: die Redaktion der «Neuen Luzerner Zeitung». (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Dies war sein Reich: die Redaktion der «Neuen Luzerner Zeitung». (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

«Als publizistische Stimme war Bornhauser ein Leichtestgewicht.»

Hans Stutz, Journalist

zentralplus: Hans Stutz, wie und wann hatten Sie mit Thomas Bornhauser zu tun?

Hans Stutz: Die prägendste Erinnerung: Bornhauser war Torhüter der LNN-Mannschaft am POCH-Fussballturnier und ein guter Torhüter. Als NLZ-Chefredaktor hatte ich nie etwas mit Thomas Bornhauser zu tun. Mehrere NLZ-Redaktoren haben mir nach Start der NLZ anno 1996 erklärt, dass Beiträge von mir im Blatt unerwünscht seien. Anweisung von oben. Im Klartext: Ich hatte ein Schreibverbot.

zentralplus: War Thomas Bornhauser ein guter Chefredaktor?

Stutz: Als publizistische Stimme war Bornhauser ein Leichtestgewicht. Ich erinnere mich vor allem, dass er wenige Kommentare veröffentlicht hat, und davon erst noch ein grosser Teil zur häufig katastrophalen Lage des FCL. Die Sonntagskolumne, die er seit einiger Zeit der Region Innerschweiz antut, ist meist eine Buchstabenwüste voller Belanglosigkeit.


Als Personalverantwortlicher hat er die Zeitung von einem konservativen, CVP-nahen Blatt zu einem SVP-Sprachrohr gemacht, das städtische wie links-grüne Auseinandersetzungen nur selten und dies erst noch ungenau aufnimmt. Auch bei bürgerlichen Politikern hat das Blatt heute einen aussergewöhnlich schlechten Ruf.

zentralplus: Was wünschen Sie der NLZ nach der Ära Bornhauser?


Stutz: Ich wünsche der NLZ eine NZZ-Konzernstrategie, die bei der NLZ erarbeitete Gewinne jeweils vollumfänglich wieder in die Region einsetzt und dies vor allem zur Hebung der publizistischen Qualität.


(Hans Stutz ist Journalist und seit 2011 Luzerner Kantonsrat der Grünen.)

«So ausgemustert zu werden, hat niemand verdient.»

Stefan Ragaz, ehemaliger stv. Chefredaktor NLZ

zentralplus: Stefan Ragaz, wie haben Sie Thomas Bornhauser erlebt?

Stefan Ragaz: Ich war 16 Jahre lang der Stellvertreter von Thomas Bornhauser. Mich hat die Rücktrittsmeldung getroffen: Wenn jemand nach 20 Jahren an der Spitze einer Redaktion – nach sehr intensiven Jahren – so ausgemustert wird, dann ist das bitter. Das hat niemand verdient.

zentralplus: Wie beurteilen Sie seine Leistung?

Ragaz: Thomas Bornhauser war ein erfolgreicher Chefredaktor mit einem ausgeprägten Sinn für Strategie und Taktik, für Management. Sein Meisterstück war die Fusion von 1995/96. Während 20 Jahren hat er die Redaktion und die Unabhängigkeit der Redaktion immer gegen alle Angriffe von aussen und gegen alle Versuche der Einflussnahme verteidigt – in seiner ihm eigenen, manchmal kompromisslosen Art, die Aussenstehende auch vor den Kopf stossen konnte. Er war immer bereit, die persönliche Anfeindung in Kauf zu nehmen, um die Redaktion und seinen eigenen Standpunkt zu verteidigen. Gleichzeitig ist die Zeitung in den letzten Jahren sehr berechenbar geworden – in Form und Inhalt. Sie ist weitgehend in sich erstarrt.

zentralplus: Was muss sein Nachfolger anders machen?

Ragaz: Die Zäsur und der Generationenwechsel müssen nun genutzt werden, um die Zeitung – vor allem im Regionalen und im Digitalbereich – mindestens einen Schritt vorwärts zu bringen. Ich wünsche mir in der ganzen Zeitung, aber vor allem in der regionalen Berichterstattung, mehr Vertiefung und Kontinuität – so, wie es die NLZ seit Jahren mit der Salle Modulable vormacht – und weniger Schlagzeilenjournalismus, der auf die kurzfristige Erregbarkeit der Leserschaft abzielt. Ich wünsche mir einen Journalismus, der auch den Intellekt anspricht – gerade in «meiner» Regionalzeitung.

(Stefan Ragaz war Redaktor von verschiedenen Schweizer Zeitungen, in den 90er-Jahren US-Korrespondent und ab 1995 stellvertretender Chefredaktor der LNN und nach der Fusion bei der NLZ. Seit 2012 ist er selbstständiger Dozent, Medienberater und Autor.)

«Publizistisch gehört die NLZ zu den am besten gemachten Blättern in ihrem Markt.»

Kurt Zimmermann, Publizist

zentralplus: War Thomas Bornhauser ein guter Chefredaktor?

Kurt Zimmermann: Thomas Bornhauser war der geschäftlich erfolgreichste Regionalzeitung-Chef der letzten 20 Jahre, das sagt schon mal einiges über seine Qualitäten. Auch publizistisch gehören die NLZ und die «Zentralschweiz am Sonntag» zu den am besten gemachten Blättern in ihrem Markt. Der Nachfolger kann zufrieden sein, wenn er die NLZ auf dem heutigen Erfolgsniveau halten kann.

(Kurt Zimmermann ist Journalist, Publizist und Unternehmensberater. Er ist Chefredaktor des «Schweizer Journalist» und schreibt in der «Weltwoche» mit spitzer Feder über Schweizer Medien und deren Chefredaktoren. Er kennt Thomas Bornhauser persönlich.)

«Mit einer sogenannten Forumszeitung, die es allen recht machen will, kann ich wenig anfangen.»

Sandra Baumeler, Journalistin

zentralplus: Sandra Baumeler, war Thomas Bornhauser ein guter Chefredaktor?

Sandra Baumeler: Offenbar hat er vieles richtig gemacht, denn die NLZ gibt es immer noch, die Leute abonnieren die Zeitung und bezahlen dafür. Von der Qualität des Medienprodukts her gesehen vermisste und vermisse ich Recherchen und anwaltschaftlichen Journalismus. Mit einer sogenannten Forumszeitung, die es allen recht machen will, kann ich wenig anfangen.

zentralplus: Was wünschen Sie seinem Nachfolger?

Baumeler: Was ich jeder Zeitung wünsche: genügend Ressourcen, um recherchieren und in die Qualität investieren zu können, ausserdem Leute mit Können und Esprit, die dem Blatt ein modernes Layout mit Stil geben.

(Sandra Baumeler war von 1993 bis Ende 1999 LNN-Redaktorin und ab 1996 Redaktionsleiterin von «Luzern heute». Sie war Geschäftsführerin der IG Kultur Luzern und führt heute ihre eigene Kommunikationsagentur.)

«Seine Kolumne war in ihrer Beliebigkeit manchmal eine Zumutung.»

René Regenass, Journalist

zentralplus: René Regenass, was hat Thomas Bornhauser gut gemacht, wo gibt’s von Ihnen Kritik?

René Regenass: Meine grösste Kritik an der NLZ, und damit auch an ihrem Chefredaktor, betrifft fast immer die Wahl und die Gewichtung der Themen. Sie dienen der SVP und ganz generell der rechtsbürgerlichen Politik. Die regelmässige Kolumne von Thomas Bornhauser in der «Zentralschweiz am Sonntag» war in ihrer Beliebigkeit und im Versuch, niemandem auf die Füsse zu treten, manchmal eine Zumutung.

zentralplus: Was muss sein Nachfolger anders machen?

Regenass: Andere Kolumnen schreiben und die Nähe zur SVP korrigieren. Und gründlichere Recherchen im Regionalteil anstreben, für die man mehr Zeit aufwenden darf.

zentralplus: Was wünschen Sie der NLZ nach Bornhauser?

Regenass: Weniger Personalfluktuation in der Redaktion.

(René Regenass war ab den 60er-Jahren Redaktor beim «Luzerner Tagblatt», später bei den «Luzerner Neuste Nachrichten». Er arbeitete als freier Journalist für LNN, Radio DRS, «Luzern heute», «WOZ Luzern» und seit seiner Pensionierung für verschiedene Titel (u.a. zentralplus) und ist Mitglied im Seniorenrat Stadt Luzern und in der Projektorganisation Luzern60plus.)

«Internet? Wenn’s denn sein muss!»

Zitate von und über Thomas Bornhauser aus dem Medienarchiv

«‹Die neue Zeitung›, so sagt Thomas Bornhauser, ‹ist weder ein billiger Kompromiss zwischen den fusionierten Blättern noch eine Kopie eines der beiden.› Sie wird weniger farbig sein, als die LNN ist, aber blau wie diese. Sie wird fünfspaltig wie die LZ sein und fünf Bünde haben. Nicht gedrucktes Fernsehen soll sie bieten, das Wort soll im Zentrum stehen, ergänzt durch ein ‹selbstbewusstes Bildkonzept›.»
(Sylvia Egli von Matt im «Tages-Anzeiger» über die anstehende Fusion von LZ und LNN mit dem sinnigen Titel: «Wir machen kein gedrucktes Fernsehen», 19.12.95)

«Die neue Zeitung muss auf Meinungsvielfalt setzen, auch auf das Risiko hin, es niemandem ganz recht zu machen. Kampagnenjournalismus hat im neuen Blatt keinen Platz.»
(Thomas Bornhauser zur Fusion von LNN und LZ in der NZZ, 18.10.1995)

«Als sich der Fusionsprozess abzeichnete, war ich erst einmal traurig. Ich brauchte einige Zeit, bis ich mit der Vorstellung zurechtkam, dass zwei Titel eingehen sollen. Der Verlust des eigenen Blatts, der ‹Luzerner Zeitung›, schmerzte natürlich besonders, aber auch die LNN gehörte zur Kultur dieser Region.»

«Ich finde grundsätzlich, möglichst viele Journalisten, die Tag und Nacht arbeiten und mitdenken, stünden einer Tageszeitung wohl an.»
(Aussagen von Bornhauser im «Tages-Anzeiger», 28.12.95)

«Stärke bedeutet Macht, und unkontrollierte Macht kann problematisch sein.»
(Thomas Bornhauser am 3.1.1996 in seinem ersten Editorial als Chef der frisch fusionierten «Neuen Luzerner Zeitung»)

«‹Luzern heute› ist für Bornhauser keine starke publizistische Konkurrenz; das Blatt sei im Lokalen zu wenig umfassend. Nach Bornhauser müsste ‹Luzern heute› den Mut haben, das Konzept radikal zu überdenken.»
(Der «Tages-Anzeiger» über das alternative Luzerner Konkurrenzblatt, 25.1.97)

«Internet? Wenn’s denn sein muss! Am ehesten Dienstleistungen der eigenen Zeitung im EDV-Format, ab und zu Recherchen auf Datenbanken, auch im Bundeshaus und auf Firmen-Websites.»
(Bornhauser auf die Frage nach seiner meistbesuchten Website im «SonntagsBlick», 22.8.1999)

«Er gilt als Macher, intelligent und autoritär. Diese Woche hätte er in einer Verwaltungsratssitzung gewählt werden sollen. Doch Bornhauser hat sich zurückgezogen. Der Luzerner will keinen Kommentar abgeben. Eine gewisse Arroganz der Zürcher soll, so Insider, Bornhauser die Lust verdorben haben. Zu deutlich liess man den Kandidaten spüren, dass der Posten heiss begehrt sei.»
(Der «SonntagsBlick» über die lange Suche des «Tages-Anzeigers» nach einem neuen Chefredaktor – und wieso es nicht Bornhauser wurde, 26.3.2000)

«Können Sie sich Thomas Bornhauser, Chefredaktor der konservativen ‹Neuen Luzerner Zeitung›, in Lederhose und Muscle-Shirt vorstellen? Nicht? Kein Wunder. Denn modisch so selbstsicher wie an der Gwand, diesem selbst ernannt bedeutendsten Modeanlass der Schweiz, (…) ist der vierfache Familienvater selten. Er habe, so Bornhauser, zwar eine Affinität zu modischer Kleidung, derart modisch getraue er sich aber nur aus dem Haus, wenn er an die Gwand gehe.»
(30.11.03, «SonntagsZeitung»)

«Andreas Zgraggen (‹Berner Zeitung›) und Thomas Bornhauser produzieren dank konsequenter Kostenkontrolle die profitabelsten Regionalzeitungen der Schweiz.»
(Kurt W. Zimmermann in der «Weltwoche», 9.6.05)

«Der ‹SonntagsZeitung› liegen zahlreiche Aussagen von Redaktoren vor, die auf Sozialdumping hinweisen. Mit dem eigenen Namen mag niemand Auskunft geben, nicht einmal ehemalige Mitarbeiter. Denn der Chefredaktor der ‹Neuen LZ› und ehemalige NZZ-Redaktor, Thomas Bornhauser, herrscht mit eiserner Faust.»
(«SonntagsZeitung», 15.1.06)

«Sein Leistungsausweis ist nicht ein Sammelband mit feinsinnigen Kolumnen-Texten, messerscharf analysierenden Kommentaren, tiefschürfenden Leitartikeln. Das mag manch anspruchsvolle Zeitungsleserin und manch engagierter Zeitungsleser schmerzlich vermissen. Bornhauser sieht seinen Leistungsausweis in der Tatsache, dass es die ‹Neue LZ› überhaupt noch gibt.»
(Hanns Fuchs über Bornhauser, «Das Kulturmagazin», 2006)

«An dieser Zeitung muss man leiden. Diese Themen! Diese Sprache! Diese Bilderflut! Diese Bildlegenden! Dieser Chef! Das vor allem: dieser Chefredaktor, dieser Bornhauser, dieser … ja wer denn eigentlich? Je näher man, auf der Suche nach Bornhauser, der Redaktion der ‹Neuen LZ› kommt, desto scharfkantiger wird das Meinungsbild über den Führungsstil des Chefs. ‹Angst und Schrecken› verbreite er in den Redaktionsbüros an der Maihofstrasse, hört man Insider sagen. Abweichende Meinungen, heisst es, werden nicht geduldet.»
(Nochmals Hanns Fuchs über Bornhauser, «Das Kulturmagazin», 2006)

«Weder beim FC Luzern noch anderswo bestimmen Akteure, wer bei der Zeitung worüber und wie berichtet.»
(Thomas Bornhauser in der «SonntagsZeitung» auf den Vorwurf, der damalige FCL-Präsi Walter Stierli habe veranlasst, dass ein unliebsamer Journalist als Berichterstatter vom FCL abgezogen wurde, 4.11.12)

«Für uns ist es sicher besser, wenn es dem FCL gut läuft. Denn dann ist auch das Leserinteresse am grössten. Positive Emotionen liest man lieber.»
(Thomas Bornhauser über den FCL in «Der Sonntag», 17.2.13)

«Humbug ist das. So etwas kommt bei einer unabhängigen Zeitung für niemanden infrage.»
(Nochmals Bornhauser in «Der Sonntag» auf die Frage, ob der damalige FCL-Präsident Walter Stierli Einfluss auf die Personalpolitik der Zeitung genommen habe, indem er neue FCL-Berichterstatter gefordert hat.)

«Dem Vernehmen nach verlangte der Chefredaktor der NLZ, Thomas Bornhauser, von seiner Redaktion publizistischen Sukkurs für die Anliegen der Fachhochschule. Davon abweichende Artikel wurden umgeschrieben oder gar gekippt.»
(Michael Soukup im «Tages-Anzeiger» über Thomas Bornhauser. Anlass: Streit über die geplante Wirtschaftsfakultät der Uni Luzern, 14.3.13)

«Die durchschnittliche Wirkungszeit von Chefredak­toren bei grossen Schweizer Zeitungen beträgt fünfeinhalb Jahre, Tendenz abnehmend. Nur einer sitzt seit zwei Dekaden im Sattel: Es ist der Chefredaktor der ‹Neuen Luzerner Zeitung›, Thomas Bornhauser.»
(«Sonntags-Zeitung», 18.5.14)

«Ich war zeitlebens ohne Parteibindung, und ich habe mir bis zum heutigen Tag stets den Luxus unabhängigen Denkens geleistet.»
(Bornhauser in der «Schweiz am Sonntag», 1.3.15)

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