Die Zahnfee bleibt an Luzerner Schulen
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Besuche beim Schularzt und der Zahnärztin bleiben weiterhin obligatorisch. (Bild: Bored Photographer / Unsplash)

Regierung lehnt Vorstoss ab Die Zahnfee bleibt an Luzerner Schulen

1 min Lesezeit 1 Kommentar 17.11.2020, 09:01 Uhr

Ein Vorstoss der FDP forderte die Abschaffung der ärztlichen und zahnärztlichen Untersuchungen an Schulen. Die Regierung lehnte den Vorstoss zwar ab, sieht aber dennoch Handlungsbedarf.

Kinder an Luzerner Schulen werden seit 2008 regelmässig von Ärzten und Zahnärzten untersucht. Die FDP forderte in einem Vorstoss im Kantonsrat, dass diese obligatorischen Untersuchungen abgeschafft würden. Als Begründung nannte sie den grossen Aufwand für die Schulen, Lehrpersonen und Arztpraxen. Ausserdem würden die Eltern ihre Verantwortung sehr gut wahrnehmen und ihre Kinder von Ärzten und Zahnärzten untersuchen lassen.

Die Luzerner Regierung will an den Untersuchen aber weiterhin festhalten, wie sie in einer Antwort auf den Vorstoss schreibt. Dies auch, damit vor allem unterprivilegierte Familien einen niederschwelligen Zugang zu den medizinischen Dienstleistungen hätten. Die Regierung bezeichnet insbesondere die Schulzahnprophylaxe als eine «Erfolgsgeschichte».

Erste Ideen in Arbeit

Obwohl die Regierung den Vorstoss in weiten Teilen ablehnt, will sie den Kantonsrat trotzdem damit beauftragen, das grundsätzliche Vorgehen zu untersuchen und zu überarbeiten. Denn Herausforderungen im Schulgesundheitsdienst seien definitiv vorhanden. Beispielsweise bei der Suche nach neuem ärztlichen Personal oder dem hohen administrativen Aufwand.

Erste Ideen sind bereits angedacht. So wollen der Kanton und der Verband Luzerner Gemeinden in einem gemeinsamen Projekt beispielsweise das «Zahnbüechli» digitalisieren, damit dieses nicht dauernd zwischen Kind, Eltern, Schule und Praxen hin und hergegeben werden muss.

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1 Kommentare
  1. CScherrer, 17.11.2020, 09:51 Uhr

    Einmal mehr betreibt die FDP Kundenakquise für Ihre gut betuchten Wähler.

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