Die wahre Geschichte der Gravitationstheorie
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HOAX heisst das neue Stück von «Die Nachkommen» (Bild: Jonas Bucheli)

Premiere «Hoax» – «Die Nachkommen» in Kriens Die wahre Geschichte der Gravitationstheorie

3 min Lesezeit 15.10.2020, 16:42 Uhr

«Hoax» ist das vierte Stück der jungen Theatergruppe «Die Nachkommen». Nach einer Verzögerung von einem halben Jahr und der Verschiebung des Schauplatzes durften die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler in der alten Ziegelei in Kriens endlich Premiere feiern.

Der Brunnen beim Bellpark in Kriens bildet den Treffpunkt der Besucherinnen und Besucher. Ein überwiegend junges Publikum besucht die erste Aufführung des Stückes «Hoax». Alle warten gespannt, denn niemand weiss, wohin es gehen wird. Nach einer kurzen Ansage werden die Besucherinnen und Besucher in eine scheunenähnliche Halle in der Alten Ziegelei geleitet.

Gegenüber den für die Besucherinnen und Besucher bereitgestellten Stühlen steht ein Sofa. An der Wand hängt ein Transparent mit der Aufschrift «Levitation Generation», an einem grossen Bauernschrank prangt ein Plakat mit den Worten «It’s all a lie».

Es geht auf eine Wissensreise

Nachdem es lange ruhig bleibt, platzen vier junge Menschen in den Raum. Sie setzen sich aufs Sofa und unterbreiten dem Publikum, dass sie heute Abend eine Wissensexplosion erwarte. Die Gruppe, die sich als Studentinnen und Studenten vorstellen, beweisen wissenschaftliche Neugier und Entdeckungsdrang, indem sie die Geschichte hinter Newtons Entdeckung der Gravitationstheorie infrage stellen und erklären, wie es wirklich gewesen sei.

Die jungen Forschenden erinnern an TKKG oder Die drei Fragezeichen. Sie sind kleine, kluge Nerds, die mit breitem Wissen und logischem Denken überzeugen und sich gleichzeitig von einer kindlichen Naivität leiten lassen. Ihre Wissensgier springt auf das Publikum über, das mit den Forschenden gemeinsam das Geheimnis hinter der Gravitationstheorie aufdecken möchte.

Die Realität hinterfragen und neu konstruieren

Was wie eine Kindergeschichte klingen mag, ist weit mehr als das. Das Stück erzählt von dem Drang, die Wirklichkeit auf den Kopf zu stellen, ihr zu entfliehen und Gegebenes zu hinterfragen. Mit einer einfachen Handlung gelingt es den Schauspielerinnen und Schauspielern, dem Publikum zu zeigen, wie mit Kreativität und Fantasie neue Wirklichkeiten geschaffen werden können.

«Die Nachkommen»

«Die Nachkommen» – das sind Ines Amstad, Klara Förster, Noah Husmann, Maximilian Preisig und Xenia Bertschmann. Gian Leander Bättig und Michèle Fella leiten das neue Stück. Sie alle teilen sich die Begeisterung für das, was auf und hinter der Bühne des Theaters geschieht.
Die fünf geplanten Vorstellungen von «Hoax» und auch die Zusatzvorstellung, die neu dazu kam, sind ausverkauft.

Viel Humor und Energie

Mit Wortwitzen und banalen Handlungen bringen die Schauspielerinnen und Schauspieler das Publikum zum Lachen. Die herzhaften und lustigen Charaktere lassen das Grinsen aus den Gesichtern der Besucherinnen und Besuchern kaum mehr entweichen. Nicht nur mit Humor überzeugt die Theatergruppe, sondern auch mit starken schauspielerischen Fähigkeiten.

Der Tatendrang und die Energie der jungen Menschen auf und hinter der Bühne macht aus «Hoax» ein Stück, welches beweist, dass sich mit «Die Nachkommen» eine neue Generation engagierter, motivierter und starker Theaterschaffenden entwickelt. Als das Stück nach einer knappen Stunde zu Ende geht, hat man fast noch nicht genug davon bekommen.

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