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Die Toten Hosen auf der Allmend: 100’000 Liter Bier für die Punkfans
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Frontmann Campino wird auch in Luzern viel Platz auf der Bühne haben. So gross wie vier Tennisfelder wird sie sein. (Bild: Bastian Bochinski)

Der Luzerner Mega-Event in Zahlen Die Toten Hosen auf der Allmend: 100’000 Liter Bier für die Punkfans

3 min Lesezeit 1 Kommentar 18.08.2018, 17:01 Uhr

Am nächsten Wochenende wird Luzern für einen Tag zum Paradies der Punkfans. Die deutschen Legenden «Die Toten Hosen» werden die Allmend zum Kochen bringen. Für den Grossanlass soll entsprechend vorgesorgt werden. Der Aufwand dafür ist immens, wie die Zahlen des Organisators zeigen.

«Ich wart’ seit Wochen auf diesen Tag», singt Campino in einem der grössten Hits. Am 25. August ist es endlich so weit. Die Toten Hosen rocken die Luzerner Allmend. 50’000 Punkfans aus dem In- und Ausland werden erwartet. Entsprechend gross ist der Aufwand, den die Organisatoren betreiben.

Eine Woche vor dem Event haben wir als Einstimmung die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Mega-Event zusammengetragen. Eins vorneweg: Die Ausmasse sind in der Tat gigantisch.

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500 Meter

Dies zeigt nur schon ein Blick auf die Menge an Getränken: 100’000 Liter Bier sowie 50’000 Liter Softgetränke und Mineralwasser wurden von den Veranstaltern bestellt. Ausgeschenkt werden diese an 25 Bars und 12 mobilen Getränkeständen. Zusammen bringen es die Bartheken somit auf rund 500 Meter Länge.

Dies entspricht ziemlich genau der gesamten Ausdehnung des Platzes vor der Messe und der Swissporarena oder einer einzigen Bar vom Bundesplatz bis zum Bahnhof. Am Blueballs könnte man so am Quai vom Schwanenplatz bis zum Hotel National einen einzigen Tresen aufstellen. Damit nach dem Trinken jeder auf dem Areal rechtzeitig sein Geschäft erledigen kann, werden 550 mobile Toiletten installiert.

10’000 Kilo

Wer viel trinkt, tanzt und feiert, sollte zwischendurch mal etwas essen. Selbstverständlich haben die Organisatoren auch daran gedacht und schon einmal eine Grosslieferung reserviert. 35’000 Portionen sollen insgesamt verspeist werden. Gebraten werden dafür 10’000 Kilo Fleisch in Form von Bratwürsten und Hamburgern.

Verteilt werden die Essens- und Getränkestände gleichmässig auf dem 49’000 Quadratmeter grossen Festgelände. Dies entspricht rund 7 Fussballfeldern. Diese Fläche ist nötig, damit die Besucher sich auch genügend austoben können.

13’600 Stunden

Wer ungestört und friedlich feiern will, muss sich sicher fühlen. Sowohl auf der Anreise wie auch auf dem Gelände selbst. Um dies zu garantieren, werden vom Organisator 450 Personen für die Regelung des Verkehrs und für die Sicherheit abgestellt.

Hinzu kommen hunderte weiterer Helfer, die in den unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Zusammen werden sie rund 13’600 Arbeitsstunden leisten. Würde jemand alles alleine machen, wäre er oder sie folglich gut 1700 Tage oder mehr als 4,5 Jahre non-stop am arbeiten.

4 Tennisfelder

Doch nicht nur die Punkfans werden viel Platz beanspruchen. Wer Hosen-Frontmann Campino kennt, weiss, dass er an jedem Konzert mehrere Kilometer zurücklegt. Damit er dies tun kann, muss auch die Bühne entsprechend gross sein. Rund 1100 Quadratmeter werden dem Sänger der Toten Hosen auf der Allmend zur Verfügung stehen. Dies sind etwa 4 Tennisfelder. Gut 19 Meter hoch wird die Bühne sein. Also etwa so hoch wie ein 6- bis 7-stöckiges Haus. 

Die Toten Hosen wollen nichts dem Zufall überlassen und nehmen deshalb einiges an Bühnenmaterial gleich selber mit – verpackt in 20 Lastwagen. Hinzu kommen 12 LKW-Ladungen weitere Eventtechnik. Das Gesamtgewicht der Bühne wird entspechend gross sein. 250 Tonnen bringt sie auf die Waage. Zusätzlich werden 40 Tonnen Scheinwerfer, Lautsprecher und Bildschirme in die Bühne gehängt. Speziell: Die Toten Hosen nehmen sogar ihre eigene Verpflegung mit.

10 Tage

Ganze 3 Tage wird es dauern, um die Bühne aufzubauen. 1 weiterer Tag wird benötigt, um die Eventtechnik zu installieren. Der Rückbau nach dem Konzert dauert wiederum 2 Tage.

Noch mehr Arbeit wartet auf die Leute, die das Festgelände einrichten. Eine ganze Woche werden sie damit beschäftigt sein, Zäune, Bodenplatten, die Rollstuhltribüne und die Verpflegungsinfrastruktur bereitzustellen. Wenn alles bereit ist, werden neben den Toten Hosen noch drei andere Bands spielen. Mit dabei sind Feine Sahne Fischfilet, The Living End und die Donots.

Um alles wieder abzubauen, werden nochmals 3 Tage benötigt. Insgesamt nehmen die Organisatoren die Allmend also während ganzen 10 Tagen in Beschlag.

Der Veranstalter scheint keine Mühe zu scheuen, damit das Konzert zu einem Erlebnis wird. Oder wie Campino singt: «An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit.» 

Wie hier in Stuttgart soll auch auf der Allmend gerockt werden.

(Bild: Bastian Bochinski)

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1 Kommentare
  1. Roli Greter, 18.08.2018, 23:33 Uhr

    Zitat: “Die Toten Hosen rocken die Luzerner Allmend”

    Falsch, die Toten Hosen poppen sie höchstens.