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Die Stadt Zug erhält ein «Haus zum Lernen»
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Wo heute die städtische Baudirektion sitzt, soll künftig Musik gespielt und gelernt werden. (Bild: Google Street View )

Heutige Verwaltungsgebäude werden umgenutzt Die Stadt Zug erhält ein «Haus zum Lernen»

3 min Lesezeit 21.12.2018, 19:25 Uhr

Mit dem Bezug der zentralen Zuger Stadtverwaltung im kommenden Juni stehen bald fünf Altstadtgebäude leer. Mit einem Nachnutzungskonzept hat sich die Stadtregierung schon ordentlich Gedanken gemacht zur weiteren Nutzung. Und wo heute Baupläne beäugt werden, wird bald gefiedelt.

Ende Juni des kommenden Jahres ist es so weit. Alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung packen ihre Kugelschreiber, Computer und Büropflanzen und ziehen gen Norden an die Gubelstrasse. Dort werden die Verwaltungsangestellten künftig in trauter Einigkeit die städtischen Geschicke managen.

Will heissen: Ab dann stehen einige Gebäude in der Altstadt leer. Konkret sind es fünf. Das Haus Zentrum an der Zeughausgasse 9, das Zollhaus am Kolinplatz 14, das gegenüberliegende Stadthaus am Kolinplatz 15, das heutige Baudepartement an der St.-Oswalds-Gasse 20 sowie das Gebäude an der Ägeristrasse 7, in dem heute das Bildungsdepartement untergebracht ist.

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Schon lange hat sich der Stadtrat daran gemacht, zu eruieren, was mit besagten Liegenschaften künftig geschehen soll. Dabei sticht insbesondere eine Idee heraus.

Musik, Bücher, Werkstatt!

An der St.-Oswalds-Gasse 20 nämlich soll das «Haus zum Lernen» entstehen. Was meint der Stadtrat damit genau? Künftig dürfte aus dem ehemaligen Schulhaus, welches gleich gegenüber der Bibliothek steht, vermehrt Musik erklingen. «Die Musikschule hat konkreten Raumbedarf», schreibt der Stadtrat in seiner Vorlage. Ausserdem könnten an diesem Standort Themen wie lebenslanges Lernen und Erwachsenenbildung angeboten werden.

«Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg ist.»

Karl Kobelt, Zuger Immobilienchef

Neben der Musikschule seien Bildungskurse für alle Generationen geplant. Auch ein Teil des Doku-Zug könnte an die St.-Oswalds-Gasse 20 ausgelagert werden. Weiter sollen flexible Schulungsräume entstehen und ein sogenannter «Makerspace», also eine Lernwerkstatt. Zurzeit angemietete Standorte könnten laut Stadtrat aufgelöst werden.

Das «Haus zum Lernen» soll ein Statement der Stadt Zug zur Bedeutung der Bildung im 21. Jahrhundert werden. «Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg ist», erklärt der zuständige Stadtrat Karl Kobelt. «Gerade in einer wachsenden Stadt wie Zug macht es Sinn, wenn wir städtische Betriebe in eigenen Liegenschaften unterbringen, statt externe Räume dazuzumieten.»

Eröffnung des «Haus zum Lernen» Anfang 2021 geplant

So ganz ohne Aufwand geht die Umnutzung an der St.-Oswalds-Gasse jedoch nicht. Denn im Haus gibt es aktuell noch keinen Lift. Ein solcher müsse eingebaut werden. Weil das Gebäude jedoch gemäss Stadtrat als schützenswert eingestuft wird, müssen jegliche Eingriffe mit Rücksicht auf die Substanz geplant werden. Nach heutiger Planung sei eine Eröffnung «im besten Fall» Anfang 2021 möglich.

Und die weiteren Gebäude der Stadt? Das Haus Zentrum wurde bereits 2014 der Korporation übertragen. Dort entsteht ein Ersatzneubau mit Wohnungen. Das Zollhaus am Kolinplatz wurde langfristig dem Kanton vermietet. Sowohl das Haus an der Ägeristrasse 7 als auch das heutige Stadthaus sollen Bürogebäude bleiben und langfristig vermietet werden. An wen, sei bislang noch unklar. Das Ziel sei es, die Liegenschaften möglichst bald zu vermieten, so der Stadtrat.

Das historische Stadthaus am Kolinplatz soll ein Bürogebäude bleiben.

Das historische Stadthaus am Kolinplatz soll ein Bürogebäude bleiben.

(Bild: zVg)

Heutiges Stadthaus soll idealerweise an nur einen Mieter gehen

«Am liebsten würden wir für das Stadthaus eine Single-Tenant-Strategie fahren. Dass nur eine Partei das ganze Haus mietet, macht insofern Sinn, als sich die Räume intern nicht einzeln erschliessen lassen», erklärt Stadtrat Karl Kobelt.

«Ein Umbau des Stadthauses zu einem Wohnhaus würde unglaublich hohe Kosten verursachen.»

Karl Kobelt, Zuger Immobilienchef

Die Idee, aus dem historischen Gebäude ein Wohnhaus zu machen, sei verworfen worden. «Wenn man ein Haus wie dieses, das vor Jahren vom Wohnhaus zum Bürogebäude umgewandelt wurde, wieder zurückbaut, verursacht das unglaublich hohe Kosten.»

Über die Pläne des Stadtrats bezüglich der Liegenschaften kann der Grosse Gemeinderat nicht mitentscheiden. Er kann sie einzig zur Kenntnis nehmen.

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