Die Stadt Luzern braucht eine neue Kulturstrategie
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Luzerner Kulturhäuser haben im Juni mit einer Aktion auf die prekäre Situation der Branche aufmerksam gemacht. (Bild: vro)

Forderung der Bildungskommission Die Stadt Luzern braucht eine neue Kulturstrategie

1 min Lesezeit 2 Kommentare 20.02.2021, 07:07 Uhr

In Luzern wird gerne über Kunst und Kultur gestritten – jetzt soll eine neue Strategie her. Dies fordert die Bildungskommission des Grossen Stadtrats in einer Motion.

Die Kulturagenda 2020 habe ihren Lebenszyklus durchschritten. Gut zehn Jahre seien seit der letzten kulturpolitischen Strategiediskussion vergangen. Nun sei es an der Zeit, deren Wirkung zu durchleuchten und neue Ziele zu formulieren, schreiben die Bildungspolitikerinnen in ihrem Vorstoss.

Damit die Stadt Luzern auch künftig «als Kulturstadt leuchtet» und über eine starke und gut verankerte Kulturszene verfüge, seien in den kommenden Jahren Anstrengungen nötig.

«Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kultur sind enorm und sie dürften nachhallen. Damit hier nicht ein Rückschritt einsetzt, gilt es, die Rahmenbedingungen für Künstlerinnen und Künstler, für Institutionen und für das Publikum zu festigen und zu verbessern», heisst es im Vorstoss weiter. Konkret gehe es um ausreichende Fördermittel, eine funktionierende Infrastruktur, nachhaltige Anreize und ein inspirierendes Umfeld.

Bei der Ausarbeitung der neuen Strategie sollen alle wichtigen Player einbezogen werden, denn Luzerns Kulturszene sei heterogen und dicht. Der Stadtrat soll den Planungsbericht mit der neuen kulturpolitischen Strategie bis Ende 2022 vorlegen.

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2 Kommentare
  1. Peter Bitterli, 20.02.2021, 11:16 Uhr

    Kultur entsteht oder sie entsteht nicht. Ist sie im Entstehungsprozess, so kann sich die öffentliche Hand fallweise entschliessen, sie zu unterstützen oder nicht. Dazu bedarf Kunst kaum der „Rahmenbedingungen für Künstlerinnen und Künstler, für Institutionen und für das Publikum“. Man tut was oder lässt es bleiben. Das Publikum findet sich oder eben nicht. Es geht also nicht um „ausreichende“, sondern sinnvoll eingesetzte Fördermittel, nicht um eine „funktionierende Infrastruktur“ mit Staatsknete, nicht um „nachhaltige Anreize“ staatlicherseits, und ein „inspirierendes Umfeld“ für das eine Parlamentskommission die Verantwortung übernimmt, ist ja wohl ein Witz. Der Vorstoss zielt auf Staatskunst à la DDR mit fixem Salär und Arbeitsplatz bei Anfertigung erwünschter Inhalte. Naja, wenn der Kommissionspräsident pro domo redet…

    1. Joseph de Mol, 20.02.2021, 17:17 Uhr

      Bravo Bitterli! Ich habe Ihre wichtigen, differenzierten und sachlich-undogmatischen Beiträge in diesem Forum schmerzlich vermisst!

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