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Die rätselhafte Zuger Brunnenfigur ist zurück an ihrem Platz
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Frisch herausgeputzt ist die Kolinbrunnen-Figur in Zug zurück an seinem Platz. (Bild: zvg)

Kolinbrunnen erstrahlt in neuem Glanz Die rätselhafte Zuger Brunnenfigur ist zurück an ihrem Platz

2 min Lesezeit 14.08.2019, 12:01 Uhr

Die Kolinbrunnen-Figur in der Stadt Zug steht wieder an ihrem angestammten Platz. Sie wurde restauriert und am Mittwoch eingeweiht. Nur um wen es sich handelt, bleibt weiter ungelöst.

Nach einer achtmonatigen umfassenden Restaurierung, ist die Statue am Mittwoch zurück auf die Brunnensäule geschwebt (siehe Bildstrecke). In den nächsten Wochen werde noch die Substanz des Brunnens fertig stabilisiert und konserviert, teilt die Stadt Zug mit.

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Es sei höchste Zeit gewesen für dieses Facelifting, sagte Stadtpräsident Karl Kobelt (FDP) vor den Anwesenden. Der Brunnen wurde letztmals in den Jahren 1980/81 saniert und die Figur und Säule 1998 letztmals gereinigt und aufgefrischt.

Der Zuger Stadtpräsident Karl Kobelt sprach vor dem Brunnen zu den Anwesenden. (Bild: zvg)

Rätselhafte Figur

Um welche Person es sich auf dem Kolinbrunnen handelt, ist übrigens unklar, wie Kobelt sagte. Entweder sei es Peter Kolin, der im Jahr 1414 zum Ammann des Standes Zug gewählt wurde, 1422 in der Schlacht von Arbedo fiel und zum Zuger Kriegshelden wurde.

Oder aber es handle sich um einen Enkel von Peter Kolin: Hans Kolin oder Wolfgang Kolin, den Erbauer des Gasthauses zum Ochsen.

All dies sei historisch ungesichert. «Faktum ist, dass 1540 erste schriftliche Zeugnisse über die Errichtung eines Brunnens ‹under der linden› berichten, so die damalige Bezeichnung dieses Ortes», sagte Kobelt.

Wer auch immer auf dem Brunnen thront, die Figur ist sehr alt. «So können wir also das Original aus alter Zeit bewundern. Wohingegen solche Zeugen aus alter Zeit vornehmlich in Museen zu sehen sind», so der Stapi.

Nun sind weitere Brunnen dran

Nach dem Kolinbrunnen werden nun die beiden anderen sanierungsbedürftigen Brunnen in der Altstadt angepackt: der Oswaldbrunnen in der St.-Oswalds-Gasse und der Schwarzmurerbrunnen auf dem Hirschenplatz.

«Die drei historischen Brunnenanlagen in der Zuger Altstadt stellen ein bedeutendes kunsthistorisches Ensemble dar und wurden im Hinblick auf die Sanierung vom Kanton Zug unter Denkmalschutz gestellt», heisst es seitens der Stadt Zug. Die Sanierungsarbeiten werden darum von der kantonalen Denkmalpflege begleitet und durch den Kanton Zug mitfinanziert.

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