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Die Pedestrians machten die «Schüür» zum Weltall
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Der Pedestrians-Reggae vermischt sich nun mit Pop und vor allem viel 90s-Vibe. (Bild: Salome Senn)

Reggae-Aufsteiger präsentieren Debutalbum Die Pedestrians machten die «Schüür» zum Weltall

3 min Lesezeit 22.11.2019, 11:31 Uhr

Seit Sommer sind die Pedestrians unterwegs und präsentieren ihr Debutalbum «Sweet Space». Am Donnerstag durfte die «Schüür» teilhaben an einer neuen Welt, die die Musiker in den letzten eineinhalb Jahren geschaffen haben.

Es fiel nicht schwer, in das von den Pedestrians kreierte Weltall einzutauchen. Schon die Bühne in der Luzerner «Schüür» war nahezu komplett mit golden schimmernder Folie bedeckt. Auch das Schlagzeug war damit umwickelt und rief den Gedanken an eine Raumstation hervor. Eine Menge Glitzer im Gesicht des Leadsängers Mike Bill fügte sich schön ins Gesamtbild ein. «Sweet Space» ist der Name des Debutalbums der Pedestrians und sollte somit wohl auch der Raum bilden, in dem die Zuhörer sich verlieren dürfen.

Reggae und die 90er

Die Show wurde mit einem Lied eröffnet, das ganz dem bekannten Pedestrians-Sound entspricht: Reggae, der zum Tanzen einlädt. Das Publikum liess sich auch nicht lange bitten, dieser Einladung zu folgen und schon bald bewegten sich die Körper mit dem Offbeat der Musik.

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Doch die Jungs auf der Bühne zeigten schnell: Die vergangenen Jahre brachten auch ganz neue Facetten hervor. Der Reggae vermischt sich nun mit Pop und vor allem viel 90s-Vibe. Diese spannende Mischung hielt das tanzende «Schüür»-Volk in Schach, sorgte für allerlei Schweissperlen auf den Stirnen und vielleicht auch für zwischenzeitliche Verwunderung, wie sich nun plötzlich ein neuer Beat in die Musik hatte einschleichen können.

Kurze Rede, langer Spass

Die Songs fügten sich häufig nahtlos aneinander und die Band verstand es perfekt, die Spannung nahezu die ganze Show hindurch aufrechtzuerhalten. Wenn jemand sprach, dann Mike Bill – und auch er ging sparsam mit seinen Worten um. Die Musik war es, weshalb sie auf der Bühne standen und dies gaben sie zu verstehen.

Klar ist: Für die Pedestrians soll der Weg weiter nach oben führen.

Die Grundlagen sind gelegt, um die Schweizer Musikszene mit den ganz eigenen Beats aufzumischen. Das neu entstandene Album durfte die Band zusammen mit Dodo aufnehmen. Die Features beinhalten Namen wie Manuel Felder von The Gardener & the Tree oder die britische Band Will and the People. Im Dezember stehen für alle, die auch in den «Sweet Space» der Schweizer Künstler eintauchen wollen, noch drei Auftritte bevor. Die Tour der Band neigt sich dem Ende zu, doch das grosse «come out» mag wohl gerade erst beginnen.

Elektronica-Klänge als Appetizer

Im Vorfeld des Auftritts durfte Sensu auf sich aufmerksam machen. Die Künstlerin aus Baden lockerte die Glieder der Zuhörerinnen und Zuhörer mit ihren elektronischen Hip-Hop-Beats. Die dabei mitschwingende Blackmusic-Attitude gibt ihrer Musik einen Touch, wie man ihn in der Schweizer Musikszene noch eher selten hört.

Sie spielte ihre Musik bereits an Festivals wie beispielsweise dem Gurten oder dem «Moon and Stars» und brachte diesen Herbst ihr Debutalbum «Embrace» heraus. Mit ihrem ganz eigenen Stil passte sie gut zu den darauffolgenden Pedestrians.

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