«Die meisten wollen kein Pseudo-Manhattan»
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Das Hochhaus ist vielen ein Dorn im Auge. Doch die Gegner des Projekts orten noch andere Fallstricke. (Bild: zvg)

Die Pro- und Contra-Argumente zur Pilatus-Arena «Die meisten wollen kein Pseudo-Manhattan»

5 min Lesezeit 18 Kommentare 15.10.2020, 13:14 Uhr

Die geplante Pilatus-Arena gibt in Kriens zu reden. Am Mittwoch kreuzten Befürworter und Gegner die Klingen. Dabei ging es wie so oft ums Geld. Aber auch die Kritik am Wachstum der Stadt war wiederum ein zentrales Thema.

Am Mittwochabend lud die Krienser FDP zu einer Podiumsdiskussion zur geplanten Pilatusarena in Luzern Süd. Dass das Thema interessiert, zeigte sich am Besucherandrang. Rund 250 Personen fanden den Weg ins neue Stadthaus. Am 29. November stimmen die Krienserinnen über das Projekt ab, nachdem das Referendum dagegen ergriffen wurde. Der Einwohnerrat hatte sich im Juni mit grosser Mehrheit für die Pläne ausgesprochen (zentralplus berichtete).

Nach einem Einstiegsreferat von Toni Bucher, Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Arena AG, der die Vorteile für Kriens und die Region aufzeigte, legte Stadtrat und Baudirektor Maurus Frey (Grüne) die Sicht der Regierung dar. «Mit der Pilatusarena machen wird einen wichtigen Schritt vorwärts und schaffen die Möglichkeit für weitere Entwicklungen», hielt er fest. Er betonte aber auch, dass die Politik die rasant voranschreitenden Prozesse unbedingt im Griff haben müsse.

Auf dem Podium wurde denn auch intensiv und mitunter emotional debattiert. Nick Christen, CEO des Handballclubs HC Kriens-Luzern und Initiant der neuen Arena, und FDP-Einwohnerrat Beat Tanner weibelten für das Projekt. Ihnen gegenüber standen Peter Mattmann, der mit seinem Komitee «Weniger ist mehr» die nötigen Unterschriften gegen die Arena gesammelt hat, sowie der Grünen-Einwohnerrat Peter Stofer. zentralplus hat die wichtigsten Argumente für und gegen die Pilatus-Arena und das benachbarte geplante 110-Meter-Hochhaus zusammengetragen.

1. Die Kosten

Die Gegner warnten insbesondere vor den aus ihrer Sicht entstehenden Kosten für die Stadt Kriens: «Wir haben grosse Zweifel, dass die Arena rentabel betrieben werden kann. Wer unterhält die Halle, falls die Betreibergesellschaft Konkurs gehen sollte?», fragte Peter Mattmann und gab die Antwort gleich selber. «Die Stadt und letztlich sie als Steuerzahlerinnen und Steuerzahler», wandte er sich an die Anwesenden. Generell störte sich Mattmann daran, dass die Halle der Betreibergesellschaft quasi «geschenkt» werde und die Stadt kaum einen Mehrwert dafür erhalte.

Und Grünen-Einwohnerrat Peter Stofer ergänzte: «In den 415 neuen Wohnungen werden künftig auf einen Schlag 3 Prozent der Krienser Bevölkerung leben. Diese benötigen zusätzliche Infrastruktur wie möglicherweise ein neues Schulhaus, die aber nicht vom Investor, sondern von der Stadt bezahlt werden muss.»

Im Video erklärt Einwohnerrat Peter Stofer, weshalb er gegen die Arena ist:

Mit den Bedenken versuchte Nick Christen umgehend aufzuräumen: «Die Investoren stehen sechs Jahre für ein allfälliges Defizit ein. Wir sind überzeugt, dass die Halle bis dann selbsttragend sein wird und wir eine schwarze Null hinkriegen. Hinzu komme, dass der Bund sich nicht beteiligen würde, falls er vom Businessplan nicht überzeugt wäre. Bern zahlt bekanntlich 3 Millionen Franken an das Projekt. «Wir haben schon jetzt viele Anfragen für verschiedene Cup-Finals und andere Events. Dass es diese Nachfrage gibt, mussten wir beim Bund ausweisen», so Christen. 1,3 Millionen Franken pro Jahr soll der Betrieb der Anlage kosten.

«Die Krienser haben genug vom Gigantismus.»

Peter Mattmann, Komitee «weniger ist mehr»

FDP-Politiker Beat Tanner wies darauf hin, dass die Investoren der Stadt 5,7 Millionen Franken im Sinne einer Mehrwertabgabe bezahlen, da im Gegenzug eine deutliche Aufstockung des geplanten Wohnturms auf 110 Meter bewilligt wurde. «Dieses Geld brauchen wir, um neue Freiräume, Grünflächen und Freizeitanlagen rund um das neue Quartier zu schaffen», sagte Tanner. Ausserdem spülten die Billettsteuer, die bei Events in der Halle eingezogen wird, sowie die neuzuziehenden Steuerzahlerinnen zusätzliches Geld in die Stadtkasse.

Hebt den Mahnfinger: Projektgegner Peter Mattmann. (Bild: jal)

2. Die Auswirkungen auf die Umgebung und das Stadtbild

Peter Mattmann fürchtet sich aber auch vor den Dimensionen des Hochhauses in Bezug auf die Umgebung. «Ich glaube nicht, dass die Bevölkerung diesem masslosen Projekt zustimmt. Die Krienser haben genug vom Gigantismus.» Die Pläne seien rücksichtslos gegenüber der Umgebung und passten nicht in die bestehenden Strukturen, so der Kuonimättler.

«Die meisten wollen kein Pseudo-Manhattan. Wir sind nicht Zürich oder Bangkok und würden uns damit nur lächerlich machen», glaubte Mattmann für eine Mehrheit der Krienser zu sprechen. Weiter entstehe kein neues Krienser Zentrum, sondern es würde eine unaufhaltsame Entwicklung angestossen, in deren Zuge die Stadt Luzern immer mehr nach Kriens hineinwuchere. Der Name «Luzern Süd», würde dies deutlich machen. «Nutzniesser ist das Eventbusiness, auch von ausserhalb der Region. Die Luftverschmutzung, den Lärm und den entstehenden Dichtestress tragen am Schluss aber wir Krienser», warnte Mattmann.

«Die ganze Schweiz wird neidisch nach Luzern schauen.»

Nick Christen, Initiant der Pilatus-Arena

«Wir bauen dort, wo mit dem Bahnhof Mattenhof, dem Freigleis und Verdichtung bereits Infrastruktur besteht», hielt Beat Tanner entgegen. Und Nick Christen führte aus: «Wir bauen in die Höhe und nicht in die Breite. Zudem ist die ÖV-Anbindung optimal. Die Bevölkerung kann stolz sein und die ganze Schweiz wird neidisch nach Luzern schauen. Und das Beste: Die Halle steht nicht in Luzern oder Ebikon, sondern in Kriens.»

3. Der Vergleich mit der Swissporarena und dem Kleinfeld

Die Befürworter führten bei ihrer Argumentation auch Beispiele ähnlicher Projekte in der unmittelbaren Umgebung an. «Die Swissporarena und das Stadion Kleinfeld sind bei Spielen oft auch nur zur Hälfte ausgelastet. Dort sagt aber niemand etwas zu den Kosten», appellierte Nick Christen an die Gegner. Des Weiteren sei die Chance, dass ein reines Fussballstadion Konkurs gehe, um einiges grösser, als eine Multifunktionshalle wie die Pilatus-Arena, die aus verschiedenen Quellen Einnahmen generieren könne.

Im Video sagt Walter Stierli, wieso die geplante Halle aus seiner Sicht Sinn macht.

Sukkurs erhielt Christen am Schluss des Podiums vom ehemaligen FCL-Präsidenten Walter Stierli. «Für mich ist es heute Abend ein Déjà-vu. Genau die gleichen Gespräche haben wir damals in der Stadt Luzern geführt.» Das Projekt in Luzern Süd habe viele Gemeinsamkeiten mit jenem auf der Allmend. «Das zeigt, dass es funktionieren wird. Die Stadt muss heute keine Unterhaltskosten mehr stemmen», betonte Stierli.

Ausserdem werde die Stadt Luzern nie mehr die Chance haben, eine solche Halle zu bauen. Weiter seien rund 11 Prozent der Besucher des Hallenbades Allmend und der weiteren Anlagen Personen aus Kriens. «Ich appelliere deshalb auch an die Solidarität der Krienserinnen und Krienser», sagte der Stadtluzerner Stierli.

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18 Kommentare
  1. Hardy Konzelmann, 16.10.2020, 17:41 Uhr

    Die meisten wollen kein Pseudo Manhattan!
    Sorry, dass ich da direkt kontern muss….
    Wer diese Headline geschrieben hat, hat die Realitäten an dieser Podiumsdiskussion nicht verstanden; oder aber, er gehört zur Seite der Gegner. Wenn schon Headlines, dann bitte Fakten. Wer ist diese Mehrheit; wo wurde sie gebildet. Einzig aus der Aussage von Herr Mattmann auf diesen Schluss zu kommen, ist redaktionell nicht wirklich glaubwürdig.
    Es ist wie so oft in der heutigen Zeit, man lässt Planer und Investoren mal planen, gibt ihnen grünes Licht vom Parlament (wozu braucht es die überhaupt noch???), um dann den konformen Weg des Referendums zu gehen, um alles in Frage zu stellen. Und dieselben, die Ja zum ganzen gesagt haben, können ja wieder umdrehen und sich dann über Details zu mokieren, die an den einzelnen Kommissionssitzungen schon behandelt und besprochen wurden.
    Wenn ich den Auftritt der Gegner etwas genauer unter die Lupe nehme, zeugt einzig die Aussage, dass in Kriens momentan viel gebaut wird als greifendes Argument.
    Demgegenüber steht die Notwendigkeit der Infrastruktur für Hallensportarten, die seit Jahren bedenklich hinter dem Niveau hinterherhinkt.
    Durch die Pilatus Arena bekommt die Stadt Kriens eine Multifunktionale Halle für Sport und Events; ohne sich daran beteiligen zu müssen. Ganz zu schweigen von der Mehrwertabgabe von knapp 6 Mio. Franken.
    Die breite Abstützung innerhalb der Parteien und der Räte hat aufgezeigt, dass dieses Projekt voll zu unterstützen ist.

  2. Benedikt Buse, 16.10.2020, 16:26 Uhr

    Nochmal zum Mitschreiben : Ein 110 m hohes Hochhaus in kleinen wundervollen Kriens ? Eine riesige Halle mit 4000 Plätzen in einer 27000 Seelengemeinde ? Das haben die Politiker im Dienste der Immobilienlobby und Investoren tatsächlich durchgewunken ? Lediglich ein einziger grüner Politiker zeigte Mut und äusserte Bedenken ? Scheinbar lassen die Krienser Bürger sich das nicht weiter gefallen und haben ihren Unmut bei der letzten Wahl zum Ausdruck gebracht. Gut so und mehr Bescheidenheit !

  3. Martin Werthmüller, 16.10.2020, 13:05 Uhr

    Dass es eine Vielzahl von kleinbürgerlich Denkenden gibt ist bedenklich! Das Projekt ist eine Chance für Kriens!

  4. Christoph Buerkli, 16.10.2020, 10:32 Uhr

    Zur Finanzierung der Pilatus-Arena braucht es zwei Hochhäuser, eines mit der gigantischen Höhe von 110m – notabene das höchste Wohnhochhaus der Schweiz! Der Beirat Städtebau empfahl im Mattenhof eine maximale Höhe von 50m. Das ist gut nachvollziehbar, wenn man sich die Dimensionen von 110m etwas vergegenwärtigt: Prime-Tower Zürich ist 126m, ab 150m spricht man üblicherweise von einem Wolkenkratzer! Wer behauptet, dass dies in Ortsbild von Kriens passt, handelt wohl kaum „Aus Liebe zu Kriens“, zudem wirft ein solch gigantisches Gebäude Schatten auf die umliegenden Quartiere, verursacht Mehrverkehr und versperrt Aussicht auf Berge und See. Kriens braucht vor allem im dichtbesiedelten Mattenhofquartier natürliche Aussenräume mit hoher Aufenthaltsqualität – mehr grün statt Beton!

    1. B Suter, 16.10.2020, 20:09 Uhr

      Zürich hat gerade zu deutlich höheren Wohnhäuser ja gesagt. Die Pilatusarena wird nicht das höchste Wohnhaus haben.

  5. CScherrer, 16.10.2020, 10:10 Uhr

    Das ganze Projekt ist und bleibt überdimensioniert. Die Initianten geben sich uneinsichtig und machen den Anschein, dass man diese Halle um jeden Preis hochziehen will. Die Verschandelung der Agglomeration Luzern schreitet ungehindert voran. Natürlich ist auch eine swisspor-Arena optisch ein Verbrechen an gepflegter Architektur. Warum solche Arenen nicht in den Boden versenkt werden können, ist mir ein Rätsel.
    Die Pilatus-Arena macht dann Sinn, wenn diese von verschiedenen Sportarten genutzt werden kann. Einmal mehr träumt man unrealistisch von nationalen, vermutlich auch internationalen Top-Events, wie man dies schon bei der swisspor-Arena vorgegaukelt hat. Hat die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft in Luzern schon gegen einen Top-Gegner wie zB. England, Deutschland, Italien etc. gespielt?
    Verkehrstechnisch ist die Halle zudem am komplett falschen Ort! Wobei dazu fairer Weise zu erwähnen ist, dass jeder Standort in der Agglomeration Luzern vermutlich der falsche Ort ist. Diese Feststellung lässt den Schluss zu, dass die Agglomeration Luzern bereits jetzt zu «überfüllt» ist. Dennoch ist es nicht wirklich geistreich, eine solche Arena Mitten in ein Quartier zu bauen.
    Ich bin mir sicher, dass sich die Initianten darüber bewusst sind. Bleibt also die Frage, was die eigentliche Motivation dahinter ist?
    Was passiert, wenn der HC Kriens plötzlich aus der obersten Spielklasse absteigt? Wie beim FC Luzern, ist dies auch für Kriens ein realistisches Szenario.
    Abschliessend zu den aktuellen Zuschauerzahlen: Aktuell ist der HC Kriens erster in der Schweizer Meisterschaft. Das letzte Spiel wurde von 150 Zuschauern in der Krauerhalle besucht. Und plötzlich sollen es in der neuen Arena mehr als 4’000 Zuschauer sein? Vielleicht am Anfang, doch nachhaltig ist das Ganze wohl eher nicht.
    Koordination heisst das eigentliche Zauberwort. Die Halle muss zwingend multifunktional gebaut werden. Neben Handball, soll auch Eishockey, Pferdesport, Tennis und Konzerte möglich sein. Dies wäre wohl ein nachhaltiges Projekt mit einer Top-Ausstrahlung für mögliche Top-Events.

  6. Camenisch Räto, 15.10.2020, 19:08 Uhr

    Da kriegt eine Stadt ein Millionen-teures Mutifunktionsstadium geschenkt, sechs jahre gegen Betriebsdefizit abgesichert und noch fas 6 Mio in bar als Mehrwertabschöpfung dazu. Als „Preis“ hat sie eine hochmoderne Ueberbauung ohne Einzonung zu „dulden“ in einer Zone die in den kommenden Jahren noch mehr solche modernen Bauten erhalten wird, weil das dortige Land eine hohe Wertschöpfung zulässt und nur „hochwertig“ überbaut werden soll. Ja und da gibt es noch Leute die zögern solch eine einmalige Chance wahrzunehmen. Eine Ablehnung würde weit herum als veritablen Schildbürgerstreich wahrgenommen und zu recht Kopfschütteln auslösen.

    1. Kasimir Pfyffer, 15.10.2020, 20:17 Uhr

      Soso, Sie finden das Projekt gut? Lustig. Dabei ist Ihre Partei doch immer GEGEN Verkehrsprobleme (schon mal in Luzern Süd gewesen?) und GEGEN Steuererhöhungen (schon mal überlegt, wer für die Erweiterungen von Strassen, Werkleitungen, Entsorgung, ÖV etc. aufkommt? Nein, nicht die herzensguten und lieben Investoren).

  7. B Suter, 15.10.2020, 17:31 Uhr

    Schade dass Zentralplus sich mit solchen Headlines nicht neutral positioniert.

    1. Redaktion Redaktion zentralplus, 15.10.2020, 17:45 Uhr

      Danke für Ihren Hinweis. Über Titel kann man immer diskutieren, da haben Sie absolut recht. Eine Headline soll er zum Lesen anregen und kann so auch kontrovers sein. Da es sich hier um ein deklariertes Quote handelt, geht aus unserer Sicht auch hervor, dass es sich nicht um unsere Haltung handelt.

  8. Enrico Ercolani Einwohnerrat FDP, 15.10.2020, 16:26 Uhr

    Unglaublich! Jetzt ist vorgesehen, im Mattenhof ein architektonisches Juwel zu realisieren und versucht dieses nun mit fadenscheinigen Argumenten zu verhindern. Die Stadt Kriens profitiert davon, für den Indoor Sport wäre die Halle eine einmalige Chance und der Standort könnte schweizweit nicht besser sein! Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Stadt Kriens 5,7 Millionen Mehrwertabschöpfung bekommt und mit diesem Geld eine grosszügige Freizeitanlage in der Kuonimatt bauen kann. Zusätzlich Einnahmen werden aus dem Verkauf der Eigentumswohnungen und den nachhaltigen Steuereinnahmen fliessen! Kriens braucht dieses Geld dringend. Für den Sport und für unsere Stadt werde ich deshalb im November ein Ja in die Urne legen.

    1. Kasimir Pfyffer, 15.10.2020, 20:11 Uhr

      „Ein architektonisches Juwel“? Ich mag Ihren rabenschwarzen Humor bezüglich Betonklotz. Fantasieloser und rücksichtsloser kann man kaum bauen. Die DDR-Plattenbausiedlungen haben angerufen, sie möchten ihren Turm zurück.

  9. Hans Künzler, 15.10.2020, 15:35 Uhr

    Der Artikel ist zu einseitig, schon der Titel ist falsch gerichtet !!
    Ich war am Podium dabei, der Tenor ist von der Gegnerseite eindeutig auf Verhinderungspolitik aufgebaut. Was ein Herr Mattmann argumentierte, war mit seinen eigenen Worten, eine Frechheit. Wie blöd hält er eigentlich die Krienser Sportler und Personen, die an Sport interessiert sind ??
    Die Arena ist eine einmalige Chance, das Projekt durchdacht und ausgereift, ein Muss in unserer Agglomeration, denn wir haben für Indoorsportarten keine geeignete Infrastruktur mehr.

    1. Benedikt Buse, 16.10.2020, 19:03 Uhr

      Auch ich war bei der Diskussion dabei, Herr Mattmann und Herr Stofer haben besonnen argumentiert und mich überzeugt. Inwiefern werden Indoorsportler ( ich bin einer) für blöd erklärt, wenn argumentiert wird, dass 4000 Plätze und 110 m hoher Beton völlig überrissen sind ? Habe übrigens gelesen, dass am Mi beim top Handballspiel ganze 175 Zuschauer waren …

  10. Joseph de Mol, 15.10.2020, 14:37 Uhr

    Das ganze Projekt kann unter dem Eindruck von PPP abgebucht werden. Wo die Vorteile bei solchen „Geschäften“ im Regelfall liegen, ist bereits evident und hundertfach bei ähnlichen Fallbeispielen nachprüfbar. Die Investoren müssen a) unbeschränkt haften! Und b) neidisch nach Luzern schauen….? Muahahaha. Selten so gelacht. Das Ganze hat bereits jetzt das Zeug zum gigantischen Fiasko und finanzpolitischen Debakel (dann passt es ja hervorragend zur hippen Mikropole Matteo (the place to be l) und Schweighof-Satelliten-Stadt-Marzahn-Blaupause (place to be ll)). Aber der Krienser Souverän hat wohl noch nicht genug…

  11. Peter Meyer, 15.10.2020, 14:32 Uhr

    Bin kein Hallengegner, habe ausserdem als Luzerner auch nicht viel dazu zu sagen.
    Aber die Initianten um Nick Christen und die Eberli AG sollten schon auch zusehen, dass sie nicht solch ein Fiasko wie beim Fussballstadion veranstalten. Ein Fiasko insbesondere bezüglich der (Folge-)Kosten, Funktionalität (unzählige Unzulänglichkeiten für den Betrieb und einfachen Fussballfan), sowie bei der Struktur des undurchsichtigen Konstrukts der Betreiberfirmen.
    Die Argumentation, dass die Schweiz neidisch nach Kriens schauen würde, ist schlicht lächerlich. Es würde eine akzeptable Halle, die für gewisse Sportarten und Events taugt. Zudem ein Hochhaus, das mich persönlich anspricht, da nicht ab Stange wie z.B. in Zug. Dass dann der ewige Krienser „Futterneid“ gegenüber Luzern bzw. dieser überhöhte Lokalpatriotismus von Gegnern wie Befürwortern immer wieder hervortritt, ist schlicht provinziell und halt auch typisch Kriens. Das war schon so, als ich noch dort wohnte.
    Fakt ist, verschandeln kann man im Gebiet Mattenhof/Nidfeld/Kuonimatt eh nichts mehr, das wurde bereits vor Jahrzehnten gemacht und wird nun durch die Entwicklung eher wieder aufgewertet.

    Also, baut die Halle. Aber überdenkt doch einfach nochmals die Zielsetzungen. Ansonsten werden am Ende eben doch die Gegner Recht behalten und das Ganze wird zum Fiasko.

  12. Kasimir Pfyffer, 15.10.2020, 13:55 Uhr

    Die eigentliche Slogan der FDP lautet bekanntlich „Aus Liebe zum Geld“. Wenn sie dermassen für dieses DDR-Hochhaus weibelt, kann man davon ausgehen, dass nur die Bau- und Immobilienlobby profitiert. Wie jedes Mal. Ein fettes NEIN in die Urne und gut ist.

  13. Marco Stocker, 15.10.2020, 13:40 Uhr

    Der Bericht erscheint, unter anderem wegen dem Titel und dem Video, etwas einseitig.
    Das ist schade, denn ausser der Aussage, dass in Kriens bereits viel gebaut wird, hatten die Gegner gestern Abend einen sehr schwachen Auftritt und kaum Argumente.

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