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Die Luzerner SP wirbt mit Mani-Matter-Lied – zum Unmut der Familie
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Mit diesem Post hatte sich die SP in die Nesseln gesetzt. (Bild: Screenshot Facebook )

Ohne Erlaubnis Foto und Liedauszug verwendet Die Luzerner SP wirbt mit Mani-Matter-Lied – zum Unmut der Familie

2 min Lesezeit 23.04.2019, 16:53 Uhr

Mit einem Auszug eines Mani-Matter-Lieds wollten die Luzerner Sozialdemokraten zum Denken anregen. Doch der Schuss ging gleich doppelt nach hinten los.

«Dene wos guet geit, giengs besser, giengs dene besser, wos weniger guet geit.» Es sind Zeilen, die jedes Kind in der Schweiz kennt. Zeilen des Liedermacher Mani Matters, die sich offenbar auch gut machen im Wahlkampf. Dies jedenfalls befand die Luzerner SP, welche auf Facebook einen entsprechenden Post – mit dem Konterfei Matters – platzierten.

Ungünstig daran: Zum einen, dass die Familie nicht gefragt worden sei, ob man Text und Bild verwenden dürfe. Zum anderen, dass der verstorbene Sänger selbst gar nicht SP-Mitglied war, sondern vielmehr Mitglied der «Jungen Bern», wie das Nachrichtenportal «Nau.ch» schreibt.

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Mit diesem Post hatte sich die SP in die Nesseln gesetzt.

Mit diesem Post hatte sich die SP in die Nesseln gesetzt.

(Bild: Screenshot Facebook)

Die SP rechtfertigt sich

Gegenüber diesem rechtfertigte sich Parteisekretär der SP Kanton Luzern, Sebastian Dissler, wie folgt: «Die Leute wissen, dass Matter kein SP-Mitglied war und ordnen es richtig ein.» Es gehe vielmehr um die Aussage Matters, welche nicht als Werbung gedacht sei, sondern die Leute zum Nachdenken bringen solle.

Das sieht Mani Matters Familie jedoch anders. Sowohl die Witwe Joy wie auch Tochter Sibyl seien «entsetzt» über den Facebook-Post der SP. Insbesondere deshalb, weil die Familie klar geregelt habe, dass sie nie Bewilligungen erteile, sollten Anfragen für kommerzielle wie auch politische Werbung gemacht werden.

Nachdem die Familie auf den Eintrag aufmerksam gemacht wurde, bekundete diese, sich mit der Luzerner SP in Kontakt setzen zu wollen und sich mit dem eigenen Anwalt abzusprechen.

Die Luzerner SP hat den Post kurz darauf gelöscht.

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