Die Luzerner Schüür teilt sich in drei Teile auf
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Der Konzertsaal der Schüür wird in drei getrennte Sektoren aufgeteilt. (Bild: Silvio Zeder)

Neue Corona-Schutzmassnahme Die Luzerner Schüür teilt sich in drei Teile auf

2 min Lesezeit 30.08.2020, 14:29 Uhr

Das Konzerthaus Schüür steht vor dem Beginn der Hauptsaison. Damit der Konzertherbst überhaupt stattfinden kann, habe man das Projekt «3×100» lanciert. Das Konzerthaus musste dafür in drei gleiche Teile «zerstückelt» werden.

Das für die Veranstaltungsbranche geltende Schutzkonzept zwinge Veranstalter dazu, neue Wege zu finden, um den Konzertherbst 2020 überhaupt stattfinden zu lassen. Das schreibt Schüür-Geschäftsführer Marco Liembd in einer Medienmitteilung.

Der neue Weg der Schüür heisst «3×100». Das Schutzkonzept erlaubt Veranstaltungen bis 300 Personen, wobei sich die Gäste innerhalb der Schüür auf drei Sektoren verteilen. «Vom Zutritt ins Haus, zur Garderobe, zu sanitären Anlagen, zu Saal- sowie Gartensektor mit je einem Barzugang und einem Töggeli-Kasten pro Sektor versuchen wir, jedem Gast in jedem Sektor den gleichen Service zu bieten», schreibt Liembd.

Starke Lüftung und «Contact Zones»

Um das Konzept umzusetzen, werden folgende Massnahmen umgesetzt:

  • Lüftung: Einerseits befinden sich für zwei Sektoren die WC-Wagen im Freien, andererseits wird zwischen Support und Headliner der Saal durchgelüftet – zudem wird die Frischluftzufuhr hochtourig eingestellt.
  • Merchandise: Bands können Merchandise anbieten. Der Stand befindet sich im Saal und kann jeden Sektor bedienen.
  • Contact-Zones: Im Haus verteilt findet ihr Contact-Zones. Diese erlauben einen Austausch über zwei Sektoren, wobei aber ein Abstand von zwei Metern baulich vorgegeben ist.
  • Registrieren: Schüür-Besucher müssen sich auf der Contact-Tracing-Plattform checkin.kulturluzern.ch registrieren.
  • Maskenpflicht: In den jeweiligen Sektoren herrscht keine Maskenpflicht, Masken können aber zum Selbstkostenpreis an der Bar bezogen werden. Mitarbeitende der Schüür werden die Gästesektoren nur mit Maske betreten.

Um die Idee umzusetzen, seien bauliche Massnahmen notwendig gewesen. Die Aufteilung des Hauses sei vom Team in den letzten zwei Augustwochen umgesetzt worden und sei von den zuständigen Behörden so abgesegnet worden.

Konzentration auf Konzerte

Die Schüür konzentriert sich im Herbst 2020 vornehmlich auf Konzerte. Grössere Partys wie die «Flashback» werden vorläufig keine veranstaltet. Nebst den grösseren Partys fallen auch etliche Ausgaben der Noche Cubana weg. «Durch die Dreiteilung des Gebäudes ist es uns nicht mehr möglich, zwei Veranstaltungen gleichzeitig anbieten zu können», schreibt Liembd.

«Wir haben während dem Sommer sehr gute Erfahrungen mit dem Konzertpublikum machen können. Unsere Massnahmen wurden respektiert und eingehalten, der Umgang der Gäste untereinander ist rücksichtsvoll», so Liembd weiter. «Darauf wollen wir setzen und ebenso den zahlreichen Musikerinnen und Musikern so viele Plattformen wie nur möglich bieten.»

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