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Die Luzerner «Havenbar» zieht’s in die Metzgerhalle
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Haben den vorübergehenden Zielhafen vor Augen: die künftigen Betreiber der «Metzgerhalle» Tamino Müller (links) und Nicolas Gomez. (Bild: bic)

Zwischennutzung bis Frühling 2022 Die Luzerner «Havenbar» zieht’s in die Metzgerhalle

4 min Lesezeit 1 Kommentar 05.07.2020, 09:43 Uhr

Im August stehen zwei neue Betreiber hinter dem Tresen der Luzerner Metzgerhalle. Wer sich an die Zwischennutzung beim Himmelrich vom letzten Sommer erinnert, wird auf Altbekanntes stossen.

Die «Metzgerhalle» an der Luzerner Baselstrasse schliesst Ende Monat ihre Türen. Die jetzigen Pächter ziehen sich zurück, weil sie sich mit dem Vermieter nicht über einen neuen Vertrag einigen konnten (zentralplus berichtete). Seit der Ankündigung der Geschäftsaufgabe im vergangenen März war nicht mehr viel über die Zukunft des beliebten Lokals zu hören.

Doch nun gibt es gute Neuigkeiten. Die «Metzgi» wird schon am 14. August wieder öffnen. Die neuen Betreiber sind zwei bekannte Gesichter der Luzerner Gastroszene. Tamino Müller und Nicolas Gomez werden die Geschicke der Beiz vorübergehend leiten. Gomez kennt man aktuell vor allem als Geschäftsführer der «Bar59» an der Industriestrasse, Müller aus der «Raviolibar».

Zwischennutzung bis Frühling 2022

Die beiden haben im letzten Herbst auch die «Havenbar» an der Claridenstrasse ins Leben gerufen, die im Spätsommer während dreier Monate tausende Leute zum Himmelrich zog (zentralplus berichtete). Auch die ehemalige «Frankenstrasse 6» oder das «Charlie Brown» im ehemaligen «Oops» an der Zentralstrasse waren zwei von Gomez’ Projekten.

Der Name des Projekts am Kasernenplatz ist folglich Programm. Von der «Hafenbar zur Metzgerhalle» wird man in Luzern künftig sprechen. «Das himmlische V›  im Namen wird dabei bewusst zu einem bei uns üblichen F», so Müller und Gomez. Das Konzept soll demjenigen in der Neustadt ähneln. Wiederum handelt es sich um eine Art Zwischennutzung, weil fast die gesamte Häuserzeile entlang der vorderen Baselstrasse danach voraussichtlich abgerissen wird.

Ein Haus voll mit Luzerner Gastrogeschichte

«Wir wollen diesem traditionellen Haus eine schöne Endnutzung ermöglichen, denn die «Metzgerhalle» ist ein über 100 Jahre altes Stück Luzerner Stadtgeschichte», sagt Tamino Müller. Aber auch ihre persönliche Geschichte wollen die beiden miteinfliessen lassen.

«Es wird Gegenstände zu sehen geben, die an Momente unserer gastronomischen wie metaphorischen Reise, vom Gibraltar über Hamburg bis nach Stockholm, auf hoher See erinnern.» Müller, welcher nach der «Havenbar» mit dem «Holy Pony» beim Weihnachtsmarkt am Franziskanerplatz eine zweite kurze Zwischennutzung auf die Beine gestellt hat, sagt weiter: «Mit diesen Einflüssen sowie mit dem Blick auf die Vergangenheit dieser geschichtsträchtigen Immobilie, wollen wir auch dem Kultort Metzgerhalle etwas gerecht werden.»

Wird zu einer Art Hafenkneipe: die «Metzgerhalle» am Kasernenplatz.

Seit zwei Monaten wird geschreinert

«Das eine oder andere Objekt wird einem deshalb vielleicht bekannt vorkommen», sagt Nicolas Gomez. Seit zwei Monaten schraubt und hobelt der 37-Jährige in seiner Werkstatt bei der «Bar59» an verschiedenen Gegenständen für die neue Einrichtung.

Im Kern geht es Müller und Gomez darum, «beim Verbindungspunkt vom Trendquartier Baselstrasse und der Innenstadt» wieder einen Ort der Begegnung zu schaffen, wo unterschiedlichste Menschen in einem persönlichen Rahmen zusammen ein Feierabendbier trinken. «Das ist in den vergangenen Jahren in Luzern leider etwas verloren gegangen», bedauert Gomez.

Ein Ziel soll sein, dass sich das Publikum, das sich in den letzten 20 Jahren in den genannten Bars getroffen hatte und nun über die ganze Stadt verteilt sei, wieder in einer kleinen «Oase» treffen kann. «Zudem soll sich generationenübergreifend einfach jeder wohlfühlen können», so die künftigen Pächter.

«Wir kreieren in erster Linie einen Ort, der auch uns anlocken und gefallen würde.»

Tamino Müller

Dazu werden die bestehenden Räumlichkeiten des Lokals zum Teil neue Nutzungen zugeführt. Man wird nicht mehr überall sitzen können, wie man das von der jetzigen Beiz kennt. «Den vorderen Bereich werden wir voraussichtlich mehr wie eine Bar einrichten, in der man seinen Apéro frei bewegend bis tanzend geniessen kann», verrät Gomez. Aber auch einen Match soll man zum Beispiel im Garten zusammen ansehen können.

Und Tamino Müller, der auch ein Jahr lang die Sommerbeiz im Treibhaus geleitet hat, ergänzt: «Wir kreieren in erster Linie einen Ort, der auch uns anlocken und gefallen würde.» Auf diese Art sei man auch an der Claridenstrasse vorgegangen, so der 36-Jährige. Der Erfolg gab den beiden Recht.

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1 Kommentare
  1. adrian, 05.07.2020, 16:40 Uhr

    guten start euch! freu mich drauf.

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.