Die Jungen Grünen finden: «Fertig Foodwaste!»
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Jungpolitiker verteilen in Luzern gratis Essen Die Jungen Grünen finden: «Fertig Foodwaste!»

2 min Lesezeit 06.01.2018, 17:39 Uhr

Am Samstagmittag verteilten die Jungen Grünen unter dem Motto «Fertig Foodwaste» gratis Essen am Luzerner Mühlenplatz. Essen, das sonst in der Mülltonne gelandet wäre.

Am Samstagmittag haben die Jungen Grünen Kanton Luzern auf dem Mühlenplatz gratis Suppe und Brot an Passanten verteilt. Laut einer Mitteilung der Jungpartei habe es sich um Essen aus Zutaten gehandelt, die sonst weggeworfen worden wären. Die Lebensmittel dafür hätten die Jungen Grünen von der Schweizer Tafel erhalten. Obwohl ihr Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten gewesen sei, hätten die Zutaten laut der Partei nicht mehr verkauft werden dürfen. Zusammen mit Phillip Kehrli, dem Koch des Jugendkulturhauses «Treibhaus», habe man damit Suppe und ein Dessert zubereitet. Zur Suppe sei von der Bäckerei Heini das Brot vom Vortag beigesteuert worden, welches nicht habe verkauft werden können.

«Bei uns in der Schweiz werden jährlich über zwei Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das Problem daran ist, dass dadurch Land unnötig genutzt, Wasser verschmutzt und die Umwelt zusätzlich belastet wird», sagt Mauro Schmid, Organisator der Aktion. «Ausserdem leiden laut den Vereinigten Nationen weltweit 815 Millionen Menschen Hunger.»

Initiiert von Irina Studhalter

Unter dem Titel «Fertig Foodwaste» hatte Irina Studhalter, Grossstadträtin der Jungen Grünen, im September einen Vorstoss eingereicht. Darin wollte sie vom Stadtrat wissen, welche Möglichkeiten er sich zur Eindämmung von Foodwaste in der Stadt Luzern vorstellen kann. In seiner Antwort auf die Interpellation sieht der Stadtrat Potential bei der Sensibilisierung der Bevölkerung. Zu diesem Ziel hätten die Jungen Grünen mit ihrer Aktion einen Beitrag geleistet, indem sie die Passanten zum Thema Foodwaste kreativ und effektiv informiert hätten, so die Partei.

45 Prozent der Lebensmittelverschwendung in der Schweiz gehe von Privathaushalten aus, die Gastronomie oder der Detailhandel seien deutlich weniger ausschlaggebend», kritisieren die Jungen Grünen. Daher mache es Sinn, bei der Bevölkerung die Verschwendung in den eigenen vier Wänden anzusprechen, meint Nico Che Eberli, Mitglied der Jungen Grünen. Ein grosser Teil der Problemlösung fange nicht bei den Gesetzen für die Industrie, sondern zuhause in der Küche an.

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