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Die Geschlagenen fokussieren sich nun auf die Zuger Politik
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Die drei Protagonisten des zweiten Wahlgangs. Heinz Tännler, Tabea Zimmermann und Matthias Michel.

Wie es mit Tännler und Zimmermann weiter geht Die Geschlagenen fokussieren sich nun auf die Zuger Politik

3 min Lesezeit 17.11.2019, 15:08 Uhr

Während Matthias Michel seine Zukunft in Bern planen kann, bleibt für Heinz Tännler und Tabea Zimmermann alles beim Alten. Für Tännler scheint das Kapitel Bundesbern nun geschlossen. Wie es mit Tabea Zimmermanns künftiger Politikkarriere weitergeht, ist unklar. Liebäugelt sie mit einem Sitz in der Regierung in drei Jahren?

Das Rampenlicht gehörte an diesem Sonntag Matthias Michel. Der FDP-Mann verteidigt den Sitz von Joachim Eder und zieht ins Stöckli ein. Und er rettet der FDP nach dem Verlust des Nationalratssitz zumindest ein Mandat in Bern (zentralplus berichtete).

Während auf der einen Seite gratuliert wurde, mussten andere eine Niederlagen hinnehmen. Heinz Tännler nahm es sportlich und gratulierte seinem ehemaligen Regierungsratskollegen. «Ich bin nicht enttäuscht. Ich wusste, dass es schwierig wird», sagte Tännler. Ausschlaggebend sei gewesen, dass sich die Mitteparteien für Michel aussprachen. «Vor diesem Hintergrund war klar, dass es für die SVP knapp würde.»

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«Ich bin nicht einer, der mit 70 noch Bern erobern will.»

Heinz Tännler, Zuger Finanzdirektor

Deshalb sagt Tännler auch: «Der erste Wahlgang ging schief.» Dass es im zweiten nicht einfacher würde, sei im Vornherein klar gewesen.

Heinz Tännler will sich nun auf sein Amt als Finanzdirektor konzentrieren.

Tännler will sich nun auf sein Amt als Zuger Finanzdirektor konzentrieren. Ist das Thema Bundesbern für ihn demnach gegessen? «Auf der Ebene Ständerat bestimmt. Man muss zur Kenntnis nehmen, dass die beiden Ständeräte nun die nächsten acht Jahre in Bern sein werden.» Schliesslich sei eine Wiederwahl als Bisheriger um einiges leichter. Tännler sagt mit einem Augenzwinkern: «Und ich bin nicht einer, der mit 70 noch Bern erobern will.»

Zimmermann hoffte auf besseres Resultat

Tabea Zimmermann Gibson ist eine gewisse Enttäuschung über das Resultat anzumerken. Sie holte in keiner Gemeinde mehr Stimmen als im ersten Wahlgang (zentralplus berichtete). Nach etwas Zögern sagt sie: «Es ist ein anständiges Resultat. Aber insgeheim hofft man immer auf mehr.»

Im Vorfeld wurde darüber spekuliert, dass Zimmermann mit ihrer Kandidatur Heinz Tännler helfen könnte. Sie sagt: «Im zweiten Wahlgang wählten wohl einige strategisch. Sie dachten sich, lieber Matthias Michel als Heinz Tännler.» An den neuen Zuger Ständerat hat sie klare Erwartungen: «Wir hoffen, dass Michel das grüne Flair, welches er sich in diesem Wahlkampf gab, in Bern umsetzt und den von Petra Gössi eingeschlagenen Weg unterstützt.»

Die ALG-Kantonsrätin Tabea Zimmermann-Gibson war so halb-glücklich.

Und wie geht es mit Tabea Zimmermann weiter? Strebt sie nun einen Sitz in der Zuger Regierung an? «Es ist klar, dass wir einen Anspruch auf einen Regierungsratssitz erheben», sagt sie. Weiter in die Karten blicken lassen, will sie sich nicht. «Wer, wie, und wo, werden wir dann sehen.»

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