Die Gemeinde Baar sagt der Hitze den Kampf an
  • News
Eine mögliche bauliche Massnahme gegen Hitze ist Fassadenbegrünung. (Bild: cim)

Bauliche Massnahmen für Abkühlung Die Gemeinde Baar sagt der Hitze den Kampf an

2 min Lesezeit 23.09.2021, 10:36 Uhr

Baar spürt den Klimawandel: Im Siedlungsgebiet wird es immer heisser. Um dem entgegenzuwirken, will der Gemeinderat nun eine Hitzestrategie in der Richt- und Nutzungsplanung festhalten.

In der Schweiz wird es immer heisser. Diese Tendenz spürt auch die Gemeinde Baar. «Gerade im Ortszentrum, wo die Bauten dicht beieinanderstehen und der Boden mit Asphalt und Beton versiegelt ist, wird es im Sommer tagsüber sehr heiss – und in der Nacht kühlt es kaum ab», teilt die Gemeinde am Donnerstag mit. Auch wenn die umliegenden Wälder und Hügel Baar abkühlen, reiche das langfristig nicht.

Die Gemeinde Baar entwickelt deshalb bis Mitte 2022 eine Hitzestrategie, wobei sie insbesondere die Ortsplanungsrevision ins Visier nimmt. In dessen Richt- und Nutzungsplanung könne festgehalten werden, «wie mit baulichen Massnahmen das Lokalklima positiv beeinflusst werden kann.» Dafür hat der Gemeinderat ein externes Fachbüro beauftragt.

Dieses identifiziert in einem ersten Schritt die besonders Hitze-belasteten Zonen. Dafür werden die kantonalen Klimakarten und Auswertungen des Versiegelungsgrades und Ausdehnung der Grünräume der Quartiere zurate gezogen. Darauf aufbauend verfasst das Fachbüro dann einen Massnahmenkatalog mit Lösungsvorschlägen wie Fassadenbegrünungen oder bessere Gebäudeplatzierung.

Die Umsetzung dieser Massnahmen liegt dann sowohl bei der Gemeinde als auch bei den Privaten. Die Gemeinde kann gewisse Massnahmen in die Richt- und Nutzungsplanung einfliessen lassen. «Die Erfahrung aus anderen Gemeinden zeigt, dass über das Planungs- und Bauwesen grosse Wirkung in Bezug auf die Hitzeminderung erzielt werden kann», lässt sich Jost Arnold, der Abteilungsvorsteher Planung/Bau in der Mitteilung zitieren.

Du bist noch kein Möglichmacher? Als Möglichmacherin kannst Du zentralplus unterstützen. Mehr erfahren.

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Mach jetzt zentralplus möglich

Unterstütze mit einem freiwilligen Abo

Schon über 350 Personen stehen ein für Medienvielfalt in der Zentralschweiz. Denn guter Lokaljournalismus kostet Geld. Mit deinem freiwilligen Abo machst du zentralplus möglich. Wir sagen danke. Hier mehr erfahren