Die Chamer Fensterfabrik kann ihren Ausbau planen
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Die Fensterfabrik Baumgartner plant eine Erweiterung ihres Standorts in Hagendorn. (Visualisierung: zvg)

69.8 Prozent sagen JA Die Chamer Fensterfabrik kann ihren Ausbau planen

2 min Lesezeit 29.11.2020, 13:42 Uhr

Die Fensterfabrik in Cham soll erweitert werden. Gegenstimmen halten den Ausbau aber für «überdimensioniert» und wenig nachhaltig. Nun hat Cham über das Thema abgestimmt.

Die Fensterfabrik Baumgartner in Cham beschäftigt derzeit rund 300 Mitarbeiter. Sie plant während drei Jahren einen Ausbau von Produktionsflächen. Eine Idee, die auf Widerstand stösst (zentralplus berichtete).

Mit der heutigen Abstimmung hat sich die Diskussion erledigt. 69.8 Prozent der Chamer Bevölkerung haben sich für den Ausbau ausgesprochen.

Der neu erarbeitete Bebauungsplan sieht vor, dass der Betrieb in Richtung Norden, zur Frauenthalstrasse hin, erweitert und im bereits bebauten Bereich teilweise verdichtet wird. Dabei soll grosser Wert auf eine hohe ökologische und gestalterische Qualität gelegt werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Cham.

Die Gegenseite – der Verein «Mehr Wert Cham» und die IG «Grosse Fensterfabrik Nein» akzeptierten in ihrer Stellungnahme das Abstimmungsergebnis. «Ziel unserer Kampagne war … auf die zahlreichen Nachteile der Vorlage hinzuweisen und die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung zu unterstützen.» Sie nahmen die «erfreulich hohe Stimmbeteiligung» von 53 Prozent zur Kenntnis und schrieben, dass der Entscheid im Gegensatz zu einer Abstimmung an einer Gemeindeversammlung breit abgestützt sei.

Auch ein JA zu Zonenplan-Änderung

Andererseits haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit einem JA-Stimmenanteil von 69.6 Prozent dafür ausgesprochen, dass ein Teil des Zonenplans geändert werden kann. Dieser muss parallel zum Bebauungsplan angepasst werden, sodass er die Erweiterung nach Norden zulässt und dem künftigen Nutzungsprofil entspricht. Dabei wird eine Umzonung von einer dreigeschossigen Wohn- und Arbeitszone (WA3) in die Arbeitszone (AA) vorgenommen sowie die Schutzzone Allmend Ha- gendorn verkleinert.

«Heute haben die Chamerinnen und Chamer eine grosse Chance genutzt», bilanziert Rolf Ineichen, Vorsteher Planung und Hochbau, erfreut. «Sie haben erkannt, dass mit dem neuen Bebauungsplan ein sorgfältig ausgearbeitetes Projekt vorliegt, welches die Grundlage bildet für umfassende Investitionen in Bau, Umgebung, Freiraum, Arbeitsplätze und Innovation für die Zukunft.» Die Stimmbeteiligung lag bei 53 Prozent.

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