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Die Bernstrasse hat ab sofort eine neue Zwischennutzung
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In diesem Haus findet im Parterre die Zwischennutzung «Be62» statt. (Bild: zvg)

ABL lanciert ein neues Lokal auf Zeit Die Bernstrasse hat ab sofort eine neue Zwischennutzung

3 min Lesezeit 30.10.2017, 18:22 Uhr

Nach dem Himmelrich folgt die Bernstrasse: Bevor dort ein Haus abgerissen wird, startet die Allgemeine Baugenossenschaft eine Zwischennutzung bis 2019. Das Parterrelokal war innert Rekordzeit eingerichtet. Und nicht nur Kulturinteressierte sollen hier ihren Platz finden.

Quasi über Nacht hat die Bernstrasse einen neuen, öffentlichen Raum erhalten: Das «Be62» befindet sich, wie es der Name sagt, an der Bernstrasse 62. Die Zwischennutzung steht ab sofort für Ausstellungen, Lesungen, Treffen, Sitzungen und fast alle weiteren Ideen offen.

Das rund 100 Quadratmeter grosse Parterrelokal, in dem bis vor kurzem eine Putzfirma eingemietet war, stand nach deren Auszug leer. Die Allgemeine Baugenossenschaft (ABL) fragte sich, wie man den Raum bis zum Abriss des Hauses nutzen kann. Also startete sie vergangene Woche einen Aufruf für Einrichtung und Inventar:

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«Wir wurden förmlich überrannt», sagt Benno Zgraggen von der ABL zufrieden – und somit ist der Raum ein paar Tage später bereits mit den nötigen Stühlen, Tischen, Pfannen, Küchenutensilien, Lampen und weiteren Möbeln eingerichtet.

Sicher bis 2019

An der Bernstrasse entsteht in den nächsten Jahren die Überbauung «Forever Young» der ABL und der Baugenossenschaft Matt (zentralplus berichtete). 150 gemeinnützige und ökologische Wohnungen in unterschiedlichen Grössen sollen dort dereinst stehen, frühester Baubeginn ist Frühling 2019. Bis dann kann also die Zwischennutzung an der Nummer 62 sicher bleiben, bei Verzögerung auch länger. In den oberen Stockwerken befinden sich derzeit noch Wohnungen.

Die ABL hat die Zwischennutzung nicht ganz uneigennützig gestartet. Denn auch in der neuen Überbauung soll es Gemeinschaftsräume geben. «Es ist für uns eine gute Gelegenheit, um die Fühler im Quartier auszustrecken», sagt Zgraggen. Denn man wisse bisher noch relativ wenig über das Quartier.

Nach einem Aufruf waren die nötigen Möbel innert Rekordzeit zusammen.

Nach einem Aufruf waren die nötigen Möbel innert Rekordzeit zusammen.

(Bild: zvg)

Ein Selbstläufer

Die ABL tritt dabei nicht selber als Veranstalterin auf, sondern stellt den Raum mit Einrichtung zur Verfügung und sorgt für die nötige Koordination. Aktiv werden müssen die Nutzer selber. «Das Be62 muss zum Selbstläufer werden», so Zgraggen. «Wir möchten sehen, was im Quartier bereits da ist und gewünscht wird.» Er skizziert den Idealfall so: «Wir geben 200 Schlüssel raus und schauen, dass es kein Durcheinander gibt.»

Aus der Zwischennutzung will die ABL schliesslich ihre Lehren ziehen für die künftige Siedlung. Im besten Fall ergäben sich daraus bereits Kontakte und erste Interessenten für später.

Kofferflohmarkt zum Auftakt

Von vornherein ausschliessen will Zgraggen keine Idee – erinnert aber daran: «Es ist ein Wohnquartier mit einer lauten Strasse.» Im Be62 soll aber nicht nur Kultur Platz finden, sondern ebenso Schulkinder können am Mittwochnachmittag etwas veranstalten.

Seit der äusserst erfolgreichen Himmelrich-Zwischennutzung von 2015 weiss man zumindest, dass die ABL ein gutes Händchen für die Bedürfnisse der Quartiere hat. Als Initialzündung gibt es am 2. Dezember einen Kofferflohmarkt.

Übrigens: Ganz eingerichtet ist das «Be62» noch nicht: «Was zum absoluten Glück noch fehlt, ist eine Schiefertafel, die wir aufstellen können», schreibt die ABL auf Facebook. Wer kann helfen?

Hier war vorher eine Putzfirma, jetzt ist darin eine Zwischennutzung.

Hier war vorher eine Putzfirma, jetzt ist darin eine Zwischennutzung.

(Bild: zvg)

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