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«Die Altstadt muss belebt werden!»
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Das Mill'feuille eröffnet am 7. Dezember 2014 am Mühlenplatz in Luzern. (Bild: millfeuille.ch)

«Mill'feuille» am Mühlenplatz «Die Altstadt muss belebt werden!»

3 min Lesezeit 17.11.2014, 16:20 Uhr

In drei Wochen eröffnet ein neues Lokal am Mühlenplatz in Luzern. Das «Mill’feuille» will mehr Leben in die Altstadt bringen – auch abends. Die künftige Leitung setzt dabei auf Regionales, Hausgemachtes und auf Individualtouristen.

Am Samstagnachmittag drängeln sich viele Einkaufswütige durch die Luzerner Altstadt. Familien mit überdimensionierten Manor-Einkaufstüten und Teenager mit Rucksäcken voller H&M-Schnäppchen schieben sich durch die Altstadtgassen. Doch kaum wird es dunkel, ist es wie ausgestorben.

Höchstens im Löwengraben und der Eisengasse trifft man abends noch auf Menschen, und seit einigen Jahren auch wieder auf dem Mühlenplatz. Das «Sopranos», das «Mamma Leone» und das «Café Hug» nutzen hier den Platz an der Reuss als Terrasse. Letzteres bekommt jedoch derzeit ein neues Gesicht. Am 7. Dezember eröffnet im ehemaligen Café Hug das «Mill’feuille».

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Keine Touristenfalle

«Es wäre einfach gewesen, hier eine Touristenfalle zu bauen», sagt Paul Hug, Inhaber der Bäckerei Hug AG und Teilhaber am neuen Restaurant. Er hat sich jedoch anders entschieden. Zusammen mit Samuel Vörös, der bereits das «LUZ Seebistro» und den «Stern Luzern» erfolgreich für die Tavolago AG entwickelt hatte, investierte er in ein Konzept, das vor allem für die Einheimischen attraktiv werden soll.

«Es wäre einfach gewesen, hier eine Touristenfalle zu bauen.»
Paul Hug, Teilhaber am Mill’feuille

Die Öffnungszeiten werden im Gegensatz zum bisherigen Café Hug auf den Abend hin verlängert. Damit soll auch eine andere, jüngere Klientel angelockt werden. Pascal Wirz, der Betriebsleiter des neuen Lokals: «Die Altstadt muss belebt werden! Sie ist wunderschön, deshalb ist es schade, wenn sie nur am Tag lebt – und da wir sehr nah zur Neustadt und zum Bruchquartier sind, ist es ein Katzensprung.»

Bio-Milch und industrielle Gemütlichkeit

«Der Platz verdient Qualität. Das heisst, dass wir für den Ausbau nur hochwertige Materialien verwendet, die Möblierung stilbewusst umgesetzt und die Mitarbeitenden sehr sorgfältig ausgewählt haben», erklärt Samuel Vörös.

«Die Inneneinrichtung wird gemütlich-industriell; beispielsweise mit den manuellen Handrädern, mit welchen die Stahlfenster hochgedreht werden können. Die Materialien sind vor allem Nussbaum und Messing», beschreibt Wirz die neue Erscheinung des Lokals, in welche rund eine Million Franken investiert wurde.

«Auch bei der Auswahl der Lieferanten haben wir unsere hohen Erwartungen nicht heruntergeschraubt», so Vörös. Die Glacé beispielsweise stamme aus einer regionalen Kleinstproduktion, die nur Bio-Milch verwendet. Und statt Sprite und Fanta gibt’s hausgemachte Limonaden.

Sechs Vorspeisen als Menu

Beim Essen bietet das Restaurant Neues für Luzern: Eine grosse Auswahl an kleinen Gerichten – sechs Vorspeisen oder sechs Hauptgänge. Das Besondere daran: Alle Speisen sind gleich gross. Die Gäste können also kombinieren, worauf sie Lust haben: Vier Desserts am Mittag oder auch ein Frühstück um vier Uhr nachmittags. Selbstgebackene Blechkuchen, Ofenei, Randensalat mit Ziegenkäse und karamelisierter Schweinebauch stehen auf der Menukarte.

«Natürlich ist es wichtig, dass wir keinen klassischen Gruppentourismus anziehen.»
Pascal Wirz, Betriebsleiter des Mill’feuille

Ein Konzept, dass sich in einem Touristengebiet auf die Einheimischen fokussiert. Es stellt sich jedoch dabei die Frage, ob man diese beiden verschiedenen Zielgruppen der Stadt verbinden kann. «Ja», findet Wirz: «Eben dies ist speziell gut in Luzern möglich – natürlich ist es dabei aber wichtig, dass wir keinen klassischen Gruppentourismus, sondern Individualgäste anziehen.»

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