Kampf gegen Verpackungsflut

«Unfahrpackt» schliesst in Luzern seine Türen

Licht aus. Der «Unfahrpackt» an der Bruchstrasse in Luzern. (Bild: cbu)

Um gegen unnötige Verpackungen in der Lebensmittelindustrie anzugehen, hat ein Trio aus Luzern «Unfahrpackt» ins Leben gerufen. Nach knapp zwei Jahren stellen die Betreiber das Geschäft ein.

Die Stadt Luzern ist um ein Einkaufsangebot ärmer. Wer heute beim «Unfahrpackt» an der Bruchstrasse 3 vorbeigeht, steht vor verschlossenen Türen. Wie das Unternehmen auf seiner Website schreibt, hat es den Betrieb auf Ende Januar eingestellt. «Wir bedanken uns bei euch für die Unterstützung, die netten Begegnungen und die wertvollen Erfahrungen. Tschüssikovsky!», heisst es da.

«Unfahrpackt» eröffnete im März 2021. Das Konzept des Geschäfts sah vor, auf unnötige Verpackungen zu verzichten und Lebensmittel im Offenverkauf anzubieten. Kundinnen konnten Produkte wie Nüsse, Früchte oder Gemüse entweder in Depot-Gefässen einkaufen oder aber ein eigenes Gefäss mitbringen und die Ware vor Ort wägen und bezahlen. Auch ein Lieferdienst bot «Unfahrpackt» an (zentralplus berichtete).

Das Geschäft mit dem Verkauf von verpackungsfreien Produkten verschwindet zunehmend aus dem Detailhandel. Auch Grossverteiler wie Coop oder Lidl stellen Abfüllstationen wieder ein. Aufgrund der geringen Nachfrage, wie die Unternehmen gegenüber der «Sonntagszeitung» erklärten.

Verwendete Quellen
  • Website und Facebook-Seite von «Unfahrpackt»
  • Artikel in der «Sonntagszeitung»
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