Der Zuger Stadtrat will nun das Badiverbot für Hunde
  • Regionales Leben
  • Freizeit
Künftig sollen Badegäste in Trubikon das Wasser nicht mehr mit Hunden teilen müssen. (Bild: mam)

Vierbeiner sollen draussen bleiben Der Zuger Stadtrat will nun das Badiverbot für Hunde

2 min Lesezeit 1 Kommentar 09.11.2020, 18:12 Uhr

Die Hunde in Zuger Badis haben in den letzten zwei Jahren für emotionale Diskussionen gesorgt. Diese will der Stadtrat nun beenden: Er schlägt vor, das Reglement anzupassen und damit Vierbeiner zwischen Mitte Mai und Mitte September von öffentlichen Badewiesen auszusperren.

Das Reglement über die Nutzung öffentlicher Plätze wurde in Zug erst vor gut zwei Jahren erneuert. Damals hat der grosse Gemeinderat den Vorschlag des Stadtrats abgewatscht, der an bestimmten öffentlichen Plätzen ein Hundeverbot erlassen wollte.

Das hatte Auswirkungen auf das Reglement für öffentliche Badeanstalten: An unbeaufsichtigten Badeplätzen wie Trubikon oder Brüggli musste die Stadt nun den Zutritt mit Hunden erlauben, wo er zuvor verboten war (zentralplus berichtete).

Hundeverbot soll ab nächstem Sommer gelten

Einige Hündeler nahmen dankbar an und gingen mit ihren Vierbeinern fortan auch dort baden, wo dies im Sommer eben auch viele Zugerinnen und Zuger tun. Dabei hielten sich die meisten Hundehalter an die weiterhin geltende Leinenpflicht, doch eben nicht alle. Konflikte an sonnigen Badetagen mit vielen Besucherinnen waren vorprogrammiert.

zentralplus fragt
Aktuelle Meinungsumfrage
Begrüsst Du das Hundeverbot für Zuger Badis?
Danke für Deine Stimme. Du hast bereits teilgenommen.

Es folgten Beschwerden, hitzige Diskussionen und schliesslich auch politische Vorstösse, die jetzt doch ein Hundeverbot forderten. Sicherheitsvorsteher Urs Raschle (CVP) sieht nun die Zeit gekommen, aufs Tapet zu bringen, was er ursprünglich in der Badeordnung hatte festschreiben wollen: Der Gemeinderat soll in der kommenden Woche eine Anpassung gutheissen, damit ab nächster Saison ein Hundeverbot an öffentlichen Plätzen erlassen werden kann.

Sündern drohen 100 Franken Busse

Raschle beteuert auf Anfrage von zentralplus, dass es wirklich nur um die Badis gehe und keine weiteren öffentlichen Plätze mit einem Hundeverbot belegt werden sollen. «Wir wollen das Hundeverbot nicht ausweiten. Es geht in erster Linie um die Badeorte Brüggli, Trubikon und Siehbach», bekräftigt der Sicherheitsvorsteher. «Und zwar dann, wenn die Leute dort baden.» Deshalb soll das Verbot temporär ausgesprochen werden – Die Badesaison dauert ungefähr von Mitte Mai bis Mitte September.

Wer das Hundervebot im nächsten Sommer missachtet – falls es denn der Grosse Gemeinderat bewilligt – dem drohe das «obligate Hunderternötli» als Ordnungsbusse.

An der Lorze klappt das Nebeneinander gut

An den Strandbädern, die beaufsichtigt sind wie Seeliken oder Strandbad Zug, würde das neue Gesetz übrigens nichts ändern: Dort ist es schon heute verboten, sein Haustier mitzubringen.

Raschle betont schliesslich, dass es für Hunde in Zug weiterhin im Sommer Bademöglichkeiten gebe: «Entlang der Lorze gibt es weder eine Leinenpflicht, noch ein Badeverbot.» Ihm seien in der Lorzenebene auch keine Reklamationen oder Konfliktherde bekannt. «Dort klappt es sehr gut.»

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

In diesen Artikel haben wir viel Zeit investiert. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

1 Kommentare
  1. Roli Greter, 10.11.2020, 23:08 Uhr

    Das Umfrageergebnis ist beschämend; ein Badeverbot sollte für lausige Hundebesitzer ausgesprochen werden, die Hunde selber können sich diese leider nicht aussuchen…

Abonniere den Newsletter

Und erhalte unsere Post ganz nach Deinen Bedürfnissen und Wünschen: Täglich oder wöchentlich.