Der Zuger ÖV wird nächstes Jahr massiv ausgebaut
  • News
Im ÖV-Netz des Kantons Zug gibt es 2021 einige Veränderungen. (Bild: zvg)

Züge sollen wieder über Walchwil verkehren Der Zuger ÖV wird nächstes Jahr massiv ausgebaut

3 min Lesezeit 1 Kommentar 08.06.2020, 10:35 Uhr

Ab Mittwoch liegen die Fahrplanentwürfe für das Jahr 2021 öffentlich auf. Voraussichtlich wird es im ganzen Zuger Netz Anpassungen geben. Der Grund: Die Bauarbeiten am Zugersee sollen zu Ende geführt werden.

Im nächsten Jahr dürfte es im Zuger ÖV viele Änderungen geben. Dies allein deshalb, weil der Zugverkehr von Zürich her Richtung Süden nicht mehr über Rotkreuz umgeleitet werden muss. Da die Bauarbeiten im Dezember abgeschlossen werden sollen, wird die Streckensperrung am östlichen Ufer des Zugersees aufgehoben, wie der Kanton Zug in einer Mitteilung schreibt.

Den Entwurf des neuen Fahrplans kann die Zuger Bevölkerung ab diesem Mittwoch bis Sonntag, 28. Juni, einsehen und Änderungswünsche anbringen.

Das sind die geplanten kantonalen Massnahmen:

  • Die Züge Richtung Süden verkehren wieder über Walchwil. Die S2 von Baar Lindenpark fährt zudem stündlich bis Erstfeld und Walchwil — zwischen Baar Lindenpark und Walchwil gibt es deshalb einen Halbstundentakt.
  • Die Buslinie 5 wird stündlich nach Zug verlängert. Sie bekommt zudem eine neue Route (Zug Bahnhofplatz – Walchwil St. Adrian – Walchwil Bahnhof – Walchwil Oberdorf – Walchwil Hörndli – Zug Bahnhofplatz). Damit fahren pro Stunde drei Busse zwischen Walchwil und Zug, an Sonntagen und zu Randzeiten gibt es einen Halbstundentakt mit der S2 und der Buslinie 5.
  • Auch beim Freitzeitverkehr soll es bessere Verbindungen geben. An Sonn- und Feiertagen verkehren die Busse der Linien 1 (Zug – Oberägeri) und 3 (Oberwil – Lättich) deshalb im Viertelstundentakt. Zwischen Inwil und Baar erhält die Buslinie 4 einen Halbstundentakt. Die Buslinie 14 (Inwil – Zug – Gimenen) wird neu auch sonntags angeboten.
  • Die Buslinie 31 von Baar Richtung Sihlbrugg verkehrt neu nicht mehr bis Neuheim. Die Busse werden mit dem Fahrplanwechsel immer in Sihlbrugg gewendet. Damit erhält Walterswil einen Viertelstundentakt, zwischen Sihlbrugg und Neuheim gibt es keine Busse mehr.
  • Dafür wird die Linie 32 (Baar-Neuheim) ausgebaut. Im Halbstundentakt fahren die Busse zwischen Baar und Neuheim über den Baarburgrank. Stündlich fahren die Busse ab Neuheim Dorf auch ins Gewerbegebiet Sarbach und Tal. Ebenfalls stündlich fahren die Busse zwischen Neuheim und Menzingen. Das hat zur Folge, dass mehr Anschlüsse am Bahnhof Baar erreicht werden, darunter auch der IR75 zwischen Luzern und Zürich. Diese Neuerung hat zur Folge, dass Menzingen, Neuheim und Baar direkt miteinander verbunden werden. Da es neu eine umsteigefreie Verbindung zur Kantonsschule Menzingen gibt, wird die stark besetzte Linie 2 (Zug – Menzingen) entlastet.
  • Buonas und Risch sollen ebenfalls von einem erweiterten Angebot profitieren. Die Buslinie Küssnacht am Rigi – Rotkreuz wird zu Stosszeiten im Viertelstundentakt geführt. Hinzu kommen zwei neue Buslinien von Immensee nach Rotkreuz und Brunnen via Goldau nach Rotkreuz. Die Buslinie 528 (Vitznau – Rotkreuz) bedient neu auch die Haltestelle Birkenstrasse im Gebiet Suurstoffi.
  • Die Buslinie 42 (Cham – Knonau) wird angepasst, damit die Anschlüsse in Knonau an die S5 gesichert sind.
  • Schliesslich soll auch das Freiamt bessere Verbindungen Richtung Süden erhalten. Deshalb wird probehalber ein Angebot bereitgestellt. Während drei Jahren sollen am Wochenende Züge zwischen Aarau – Rotkreuz – Arth-Goldau fahren.

Die Fahrplanentwürfe können ab Mittwoch hier eingesehen werden.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

1 Kommentare
  1. mebinger, 08.06.2020, 13:11 Uhr

    Wenn die Behörden noch einmal so hysterisch reagieren und einen Lockdown beschliessen , würde ich besser die Strassen ausbauen, den dann fährt bald niemand mehr ÖV

Abonniere den Newsletter

Und erhalte unsere Post ganz nach Deinen Bedürfnissen und Wünschen: Täglich oder wöchentlich.