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Der Weihnachtstruck nervt
  • Gesellschaft
Bling Bling auf Rädern: Der Samichlaus ist neuerdings motorisiert und steht auf Süssgetränke. (Bild: zvg)

Unnötige Weihnachtsevents in Luzern Der Weihnachtstruck nervt

2 min Lesezeit 10.12.2014, 18:05 Uhr

Das Jahr ist noch nicht zu Ende. Trotzdem nehmen wir eine Medienmitteilung zum Anlass, um uns über die nervigsten Weihnachtsevents Gedanken zu machen. Schon mal auf Platz eins landet der Coca-Cola-Weihnachtsmann. Er besucht uns mit seinem Weihnachtstruck «exklusiv» und fährt nach Luzern. Darauf können wir verzichten. 

Es sind bestimmt jene Momente, die für pädagogisch bemühte Eltern schwierig sind. Gut möglich, dass das Kind jubiliert, sieht es einen dicken Coca-Cola-Mann mit weissem Bart und roten Backen. Nach anfänglichem Freudenrausch und Reizüberflutung fängt es dann an zu fragen: «Ist das der Samichlaus?». Nein, ist er nicht. Warum er gleich aussieht? Gute Frage. Was er hier macht? Auch eine gute Frage. «Das ist der amerikanische Samichlaus». Die Antwort wird nicht zufriedenstellend sein. Warum er mit dem leuchtenden grossen Lastwagen da ist? Warum er jetzt schon Geschenke verteilt? Ob das Christkind arbeitslos wird? Ob Esel und Schlitten völlig out sind? Nicht einfach. Klar ist nur, dass dieser Samichlaus heftig gezuckerte Süssgetränke mag und mit Verspätung auftaucht. 

Santa-Claus ist Platz 1

Solche und ähnliche Konversationen könnten am nächsten Sonntag vor dem Hotel Schweizerhof stattfinden. Die folgende Medienmitteilung fand den Weg in unsere Redaktion: «Coca Cola Weihnachtstruck kommt nach Luzern. Zum ersten Mal seit 2009 besucht der legendäre Coca Cola Weihnachtstruck wieder die Schweiz.» Wir finden: Welch ein Glück! Die Kinder werden durchdrehen. Er hält für einige Stunden vor dem Hotel Schweizerhof Luzern. Vorher wird er zwischen 12.00 und 16.30 Uhr «exklusiv» für die Besucher im Verkehrshaus der Schweiz erlebbar sein. Super, vielen Dank.

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Aber wir können getrost auf den Coca-Cola-Chlaus mit seiner luftverpestenden Karosse verzichten. Das hat unsere Redaktion heute so entschieden. Der unerwünschte Besuch aus den USA ist für uns sogar Anlass und Grund genug, eine Liste mit überflüssigen und nervigen Weihnachtsevents zu beginnen. Santa-Claus landet selbstverständlich gleich auf Platz eins.

«Jeder Rappen zählt» auf Platz 2?

Ebenfalls zur Diskussion steht der Mega-Spendenevent «jeder Rappen zählt». Vielleicht für ihn Platz zwei? Wir sind noch geteilter Meinung. Die einen verurteilen die Spendenaktion als übervölkerten Wohlfühl-Event für Menschen mit schlechtem Musikgeschmack, die «Big Brother» vermissen. Die anderen finden Spendenaktionen per se gut. 

Platz 3: Weihnachtsmarkt im Bahnhof

Unter die ersten Plätze schafft es bestimmt auch der bezaubernd-idyllische Weihnachtsmarkt im Untergeschoss des Luzerner Bahnhofs. Da sind wir uns alle einig. Gemütliche Romantik inmitten von Pendlerströmen und Betonmauern. Ertragbar ist dieses Tamtam aus Stress und Kommerz nur mit sehr viel Glühwein. Einziger Pluspunkt bei Weitem. Die Singversuche auf der wundervoll steril gestalteten Wolkenbühne tun ihr Übriges. 

Gerne regen wir uns auch mit euch gemeinsam auf und ergänzen unsere Liste. Wir freuen uns über Gemotze und Gelästere eurerseits im Kommentarfeld oder unserem Maileingang.

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