Der «Suppenkasper» wird zu «Der Kiosk» – und zur Galerie
  • Regionales Leben
Sandro Hodel führt seinen Pop-Up-Laden als «Der Kiosk» weiter. (Bild: pav)

Lokal am Luzerner Helvetiaplatz Der «Suppenkasper» wird zu «Der Kiosk» – und zur Galerie

3 min Lesezeit 02.10.2020, 19:04 Uhr

Nach drei Jahren Probelauf ist es nun offiziell: Aus dem Pop-up «Suppenkasper» beim Luzerner Helvetiaplatz wird neu «Der Kiosk». Der Betreiber will aber nicht nur den Magen, sondern auch die Augen der Kundinnen beglücken.

Wie Pilze spriessen sie aus dem Boden und sorgen für ein sich ständig wandelndes Stadtbild. Pop-up-Stores sind ein modernes Phänomen. Viele beehren uns zwar nur kurz mit ihrer Anwesenheit, aber manche sind gekommen, um zu bleiben. Zu Letzteren dürfte sich zukünftig «Der Kiosk» beim Helvetiaplatz zählen.

«Eigentlich ist das alles sehr zufällig entstanden», erzählt Betreiber Sandro Hodel. Als er sich vor mehr als drei Jahren – da war der Laden noch eine kleine Gelateria – erkundigte, ob das Lokal auch zu mieten wäre, habe er augenblicklich gesehen, dass seine drei Suppentöpfe darin passgerecht Platz finden würden. In diesem Moment war für den 50-Jährigen die Sache, den Laden zu übernehmen, klar.

Eine Ochsentour durch die Luzerner Gastrolandschaft

Hodel blickt dabei auf eine lange Geschichte in der Gastwirtschaft zurück. Vor mehr als 25 Jahren begann er im «Hopfenkranz», durchlief seither mehrere Stationen, welche seine Leidenschaft als Koch nur festigten. Ein ausschlaggebender Moment war für ihn aber die Tätigkeit im Seebad Luzern seit 2003. Für ein buntes, durchmischtes Publikum ein abwechslungsreiches Angebot zu schaffen, wurde für ihn Ansporn und Ziel zugleich.

 «Einen Ort zu finden, in dem man sich aber ganz verwirklichen konnte, war nicht so einfach» führt er aus. Auch als er vor sechs Jahren im inzwischen allseits beliebten «Houdini» in der Winkelriedstrasse anfing, gab es Bestrebungen, mehr Kulinarisches anbieten zu können. Jedoch gestaltete sich dies nicht zuletzt aus Platzgründen als eher schwierig. Mit «dem Kiosk» hat sich das nun geändert.

Auch verschiedene Salate werden kredenzt.

Zutaten aus der Region

«Weit weg von Massenproduktion und Einheitsbrei» soll das Angebot des neuen Take-away sein. Von mediterraner Küche bis zu originellen Fusionen von Hausmannskost mit asiatischem Touch bietet Sandro Hodel ein sich ständig wandelndes Menü an. Kreationen wie eine Berner-Platten-Suppe oder eine Kürbissuppe mit Curry sollen dafür sorgen, dass selbst den verwöhntesten Geschmäckern nicht so schnell langweilig wird.

«Mit Herzblut und Freude am Kochen: Fastfood neu denken, ist sicher ein Ziel» sagt Hodel mit dem Grinsen eines leidenschaftlichen Kochs. Auf der Karte stehen je nach Saison auch verschiedene Salate zur Auswahl. Alles aus regionalem Anbau.

Neben Suppen gibt’s auch Kunst

Mit dem Auftakt zum 6-Jahr-Jubiläum des «Houdini» Anfang Oktober hat sich Hodel aber noch etwas Spezielles für «den Kiosk» einfallen lassen. Zukünftig werden dort nämlich im Rahmen einer kleinen Vernissage Bilder von lokalen Künstlerinnen und Künstlern zu bestaunen sein. Zu Beginn stellt der stadtbekannte Ruedi Zimmermann aus.

Bis dahin und darüber hinaus werden jeweils von Montag bis Freitag über den Mittag von 11.30 bis 14.00 Hodels Kreationen zu verköstigen sein.  

Der kleine Laden an der Moosstrasse wird auch als Galerie genutzt.

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