Der SC Kriens kommt mit einem dunkelblauen Auge davon
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Will den Verein über den Fussball hinaus etablieren: Präsident Werner Baumgartner. (Bild: bic)

Überleben des Vereins unsicher Der SC Kriens kommt mit einem dunkelblauen Auge davon

2 min Lesezeit 24.09.2020, 22:07 Uhr

Zwangspause, Minus in der Kasse und düstere Aussichten. Trotzdem sieht sich der SC Kriens noch nicht am Ende. Im Gegenteil: Er plant neue Projekte.

Für den SC Kriens war die 76. ordentliche Generalversammlung eine spezielle Angelegenheit. Denn sie fand nicht wie gewohnt im Kleinfeld Restaurant 1944 statt, sondern auf der Tribüne des Stadions. Speziell war sie aber auch, weil Corona im aktuellen Jahr für viel Chaos gesorgt hat.

Immerhin: Mit der Leistung seiner Spieler ist der Verein zufrieden – trotz Meisterschaftsabbruch. Wie es in einer Medienmitteilung des Vereins heisst, hätte man die Zwangspause für eine Neuorganisation und die Gründung neuer Mannschaften genutzt. «Der SC Kriens zählt heute über 600 Juniorinnen und Junioren und führt damit eine der grössten Nachwuchsbewegungen des Landes.»

Vereinsende ist möglich

Das Vereinsjahr 2019/20 schliesst der SC Kriens aber mit einem Verlust von 41‘736 Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 49‘700 Franken. Etwas Boden konnte also gut gemacht werden. «Das Resultat spricht einerseits für die seriöse Arbeit, die im Kleinfeld auf und neben dem Feld geleistet wird, anderseits aber auch für das Krisenmanagement des Vereins in einer noch immer sehr schwierigen Phase» schreibt der Verein weiter.

Der SC Kriens sei mit einem dunkelblauen Auge davongekommen, sagt SCK-Finanzchef Simon Bachmann: «Mit den getroffenen Sofortmassnahmen wie Kurzarbeit und einem Ausgabenstopp konnten wir den Schaden in Grenzen halten. Zudem wurde ein Teil des Ertragsausfalls im Restaurant durch die Versicherung übernommen.»

Dem Verein machen aber besonders die ausbleibenden Match- und Gastroeinnahmen zu schaffen. Zusammen machen diese ein Minus von 201’000 Franken aus. Die finanzielle Situation sei sehr ernst und die Perspektive schlecht, sagt Bachmann weiter. «Der SCK wird diese Saison trotz allem überleben. Jedoch auf längere Zeit wird dies unter den heutigen Umständen nicht möglich sein.»

Projekte abseits des Spielfeldes

Trotz den düsteren Aussichten plant der SC Kriens für die Zukunft. An der Generalversammlung gab er die Gründung eines neuen Ressorts bekannt. «Wir möchten uns als Verein über den Fussball hinaus weiterentwickeln und uns mit eigenen Projekten und Kooperationen mit lokalen Institutionen für die Menschen und das Gemeinwohl in Kriens engagieren», wird SCK-Präsident Werner Baumgartner zitiert.

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