Der Messe Luzern fehlen acht Millionen Franken
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Rund 95 Prozent Umsatzeinbussen stellte die Messe Luzern AG dieses Jahr fest.

Wegen neuer Covid-Verordnung Der Messe Luzern fehlen acht Millionen Franken

2 min Lesezeit 29.10.2020, 16:33 Uhr

Rund acht Millionen Franken fehlen der Messe Luzern im laufenden Geschäftsjahr. Dies, weil rund 95 Prozent des Umsatzes ausfielen. Die Firma ist nun darauf angewiesen, Lösungen zu finden. Nur so kann verhindert werden, dass keine weiteren Mitarbeiter entlassen werden müssen.

Messen in Innenräumen gehören ab Donnerstag den Veranstaltungen verbotener Art an. Dies hat der Bundesrat in seiner neuen Covid-Verordnung von Mittwochnachmittag festgehalten. Das trifft Messehallen-Betreiber hart – so auch auf der Luzerner Allmend. Markus Lauber, Vorsitzender Geschäftsleiter der Messe Luzern AG schreibt in einer Medienmitteilung: «Die Gesundheit der Besuchenden, der Aussteller und der Mitarbeitenden steht bei unseren Messen und Veranstaltungen immer an erster Stelle. Somit ist für uns dieser Entscheid des Bundesrates nachvollziehbar und konsequent», und zeigt sich somit verständnisvoll.

Jedoch habe das Messeverbot schwerwiegende Auswirkungen auf die Messe Luzern AG. Bereits zahlreiche Messen und Veranstaltungen mussten im laufenden Geschäftsjahr bereits abgesagt werden. Und so kommt es nun also zu einer erneuten Absage-Welle. Lauber rechnet bis Ende Jahr mit einem Umsatzrückgang von rund 95 Prozent. «Uns fehlen bis Ende Juni 2021 sechs bis acht Millionen Franken», wird er in der Mitteilung zitiert. Damit handle es sich wohl um den grössten Einbruch in der Geschäftstätigkeit jeher.

Keine weiteren Entlassungen: Dafür braucht es Lösungen

Die Messe Luzern AG steht also unter Druck. Bis Ende Jahr müsse auf allen Ebenen nach Lösungen gesucht werden, führt Lauber aus, denn seit Ende Februar dieses Jahres herrscht auf dem ganzen Messeplatz praktisch Stillstand. Und nun soll dies auf unbestimmte Zeit so weitergehen: «Ein unbegrenztes Messeverbot macht uns machtlos und stellt uns vor eine erneute Planungsunsicherheit», sagt der Geschäftsführer.

Bereits 20 Prozent aller Stellen mussten bei der Messe Luzern AG im Frühling bereits abgebaut werden. Weitere Entlassungen möchte Lauber verhindern: «Wir glauben an die Wichtigkeit von Messen und Veranstaltungen für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben. Dazu sind wir auf die bestehenden personellen Ressourcen angewiesen und setzen deshalb alles daran, unsere Organisation aufrechtzuerhalten.»

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