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Der Luzerner «M&M»-Sturm tritt ins Rampenlicht
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FCL-Trainer Fabio Celestini gratuliert Darian Males nach dessen Auswechslung zur Leistung beim erfolgreichen Rückrunden-Auftakt in Zürich. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Blessing Eleke muss wohl auf die Seite ausweichen Der Luzerner «M&M»-Sturm tritt ins Rampenlicht

4 min Lesezeit 30.01.2020, 15:30 Uhr

Darian Males (18) und Francesco Margiotta (26): Das FCL-Sturmduo sorgte für die offensive Musik beim 3:2-Sieg im Zürcher Letzigrund zum Auftakt in die Rückrunde. Es war der vierte von insgesamt sechs Siegen der Luzerner in der laufenden Meisterschaft, bei denen sie gemeinsam stürmten.

Sie verstehen sich. Darian Males und Francesco Margiotta sind zwei Offensivspieler, die technisch beschlagen sind, einen freilaufenden Mitspieler einsetzen oder selber in den Abschluss gehen können. Males sagt: «Wir kommunizieren viel auf französisch. Und er gefällt mir als Spieler, ich weiss, was er kann und wohin ich laufen muss.»

Wie gut sie sich verstehen, wird auch durch die Statistik dokumentiert. Am 5. Oktober feiert der Luzerner «M&M»-Sturm seine Premiere unter Fabio Celestinis Trainervorgänger Thomas Häberli in Thun. Eine Minute nach seiner Einwechslung trifft Darian Males zum 2:0-Schlussstand (79.) – auf Vorlage von Francesco Margiotta. Man schrieb den 10. Spieltag in der Super League.

Males bedankt sich bei nächster Gelegenheit

Im darauffolgenden Heimspiel gegen Sion bedankt sich Males für seine Torpremiere in der höchsten Schweizer Spielklasse mit einer Vorlage bei Margiotta, die der Italiener zum 3:1-Endresultat gegen Sion nutzt.

«Mir hat gefallen, wie Males und Margiotta als Stürmer sowohl offensiv als auch defensiv zusammengespielt haben.»

FCL-Trainer Fabio Celestini

Erstmals von Beginn weg dürfen Males und Margiotta am 14. Spieltag gegen Servette (1:2) ran. Und dann erst wieder bei Häberlis Dernière beim 2:1-Sieg über Basel am 15. Dezember 2019.

Die aktuelle Zwischenbilanz der beiden liest sich so: Aus neun gemeinsamen Einsätzen schauten bisher vier Siege und fünf Niederlagen für den FCL raus. Und bei den vier bisherigen Meisterschaftstoren von Margiotta hat Males zweimal den letzten Pass gegeben.

Die Auswirkungen des Sieges in Zürich

Startet der Luzerner «M&M»-Sturm nach der erfolgreichen Premiere unter dem neu verpflichteten Trainer Fabio Celestini durch (zentralplus berichtete)? «Der Sieg war wichtig für mich und für die Spieler. Er gibt uns mehr Sicherheit und Vertrauen», sagt Celestini und ergänzt: «Mir hat gefallen, wie Males und Margiotta als Stürmer sowohl offensiv als auch defensiv zusammengespielt haben. Bei zwei Stürmern klappt die Zusammenarbeit nicht immer so gut.»

«Der Trainer hat neue Ideen, vor allem auch offensive. Mir fällt es einfacher zu verstehen, was er will.»

FCL-Stürmer Darian Males

Males gibt zu, dass Celestinis Anspruch, seiner Mannschaft eine offensive Ausrichtung zu geben, seinen technischen und taktischen Fähigkeiten entspricht: «Der Trainer hat neue Ideen, vor allem auch offensive. Mir fällt es einfacher zu verstehen, was er will. Und sein System macht mehr Spass, wir haben mehr den Ball und kommen so zu Chancen und mehr Skorerpunkten.»

Eleke muss auf persönlich bessere Zeiten warten

Males und Margiotta, die beide einen gültigen Vertrag mit dem FC Luzern bis 2022 besitzen, werden am Samstag gegen Leader YB (19 Uhr, Swissporarena) wohl die nächste Chance bekommen, in der Offensive Gutes für den FCL zu bewirken. Celestinis Credo, dass seine Mannschaft gegen jeden Gegner auf den Platz gehe, um zu siegen (zentralplus berichtete), hat Males bereits verinnerlicht. Der schweizerisch-serbische Doppelbürger sagt: «Wenn wir unsere Leistung abrufen, ist auch gegen YB alles möglich.»

Blessing Eleke, der sich mit dem gefeuerten FCL-Thomas Häberli nicht verstand, muss also auch unter dem neuen Übungsleiter auf persönlich bessere Zeiten warten. Im Zürcher Letzigrund sass der nigerianische Mittelstürmer während der gesamten Spieldauer auf der Bank.

«Blessing Eleke zeigt eine super Mentalität. Es gibt kein Problem mit seiner Arbeitseinstellung.»

FCL-Trainer Fabio Celestini

Aber das scheint sich noch nicht negativ auf seine Stimmung ausgewirkt zu haben. Celestini sagt: «Blessing Eleke zeigt eine super Mentalität. Es gibt kein Problem mit seiner Arbeitseinstellung.»

Das tönt nicht danach, als ob von einer Partei noch ein Transfer von Eleke angestrebt wird. Die grossen und zahlungskräftigen Ligen machen den Transfermarkt an diesem Freitag dicht. In der Schweiz sind noch bis zum 17. Februar Spielerwechsel erlaubt.

Kann Eleke Celestinis Anspruch genügen?

Darüber hinaus sieht Celestini für den 23-Jährigen nicht nur Einsatzmöglichkeiten im Zentrum. «Blessing Eleke kann auch auf der Seite spielen», sagt er. Wie ernst es dem 44-jährigen Romand damit ist, lässt sich am Spiel gegen YB ablesen. Denn der wirblige Ibrahima Ndyaie wird wegen der vierten gelben Karte eine Spielsperre absitzen müssen.

Zweifellos hat Eleke den Speed, um über die Seite zu kommen. Aber ihm könnten die Technik und das Auge fehlen, um der Spielidee von Fabio Celestini dauerhaft zu genügen.

Da haben Ibrahima Ndyaie und Ryder Matos Vorteile. Und erst recht der Luzerner «M&M»-Sturm.

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