Arbeiten sind in vollem Gange Der Luzerner Bahnhof hat dichtgemacht

2 min Lesezeit 07.11.2020, 18:00 Uhr

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. An diesem Wochenende müsste man davon berichten, wie man ab Luzern keinen Zug kriegt. Dass stattdessen Busse fahren und dass es seine Gründe hat, weshalb das Ganze ziemlich routiniert zu laufen scheint.

In einer Endlosschlaufe verkündet die automatisierte Informationsstimme ihre Botschaft: Für Reisende – egal wohin – fährt ein Ersatzbus. Beim Luzerner Bahnhof geht an diesem Wochenende vieles, nur keine Züge.

Im Bereich der Langensandbrücke und diversen weiteren Orten führen die SBB an diesem Wochenende Arbeiten durch. Der Bahnhof bleibt in dieser Zeit gesperrt (zentralplus berichtete). Die Ersatzbusse fahren ab dem Inseli die nächstgelegenen Regionalbahnhöfe an. Ein Augenschein vor Ort ruft in Erinnerung, dass Luzern dieses Szenario nicht zum ersten Mal durchspielt.

Regime hat sich bewährt

Der Betrieb auf dem Parkplatz des Inseli läuft am Samstag ruhig und in geordneten Bahnen ab. Die VBL hat ihr Infozelt montiert und zeitweilig waren auch Polizisten vor Ort, um die Lage zu observieren. Die Anzahl der Reisenden hält sich augenscheinlich in relativ engen Grenzen. Kaum jemand scheint von der Bahnhofsschliessung überrascht worden zu sein.

Der Betrieb scheint so weit in ziemlich entspannten Bahnen zu laufen. Das dürfte wohl nicht zuletzt daran liegen, dass man in Luzern in den vergangenen Jahren wiederholt Erfahrungen mit einem geschlossenen Bahnhof gemacht hat.

Ausnahmesituation nach Entgleisung

Zuletzt war dies vor fast genau zwei Jahren der Fall. Damals mussten unter anderem Weichen ersetzt werden (zentralplus berichtete). Die Züge der Zentralbahn konnten zwar noch normal verkehren, die restlichen Reisenden wurden aber auch damals schon zu den Ersatzbussen auf dem Inseli gewiesen. Dieses Regime scheint sich demnach bewährt zu haben.

Unvergessen bleibt aber natürlich die Woche im März 2017, als ein Eurocity-Zug auf der Höhe der Langensandbrücke entgleiste. Sieben Personen wurden damals leicht verletzt und der Bahnhof war tagelang nur noch sehr beschränkt für den Zugverkehr zugänglich (zentralplus berichtete).

Im Gegensatz zur damaligen Ausnahmesituation geht es an diesem Wochenende eher an Effizienz: Mit der einmaligen Totalsperre an einem Wochenende kann die SBB auf 40 einzelne Nachtarbeiten verzichten.

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