Der Kanton Zug hat weniger Sozialhilfe-Fälle
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Im vergangenen Jahr mussten 2061 Personen im Kanton Zug Sozialhilfe beziehen. (Bild: Adobe Stock)

Alleinerziehende häufiger betroffen Der Kanton Zug hat weniger Sozialhilfe-Fälle

2 min Lesezeit 26.11.2020, 13:42 Uhr

Wie eine Statistik von Lustat zeigt, nahm die Zahl der Zuger Sozialhilfe-Bezüger im 2019 ab. Ein erhöhtes Armutsrisiko zeige sich vor allem bei alleinerziehenden Eltern und deren Kindern.

2019 wurden im Kanton Zug 2061 Personen mit Sozialhilfe unterstützt. Das sind 31 Personen weniger als im Jahr zuvor, trotz ansteigender Bevölkerungszahl, wie es in einer Medienmitteilung von Lustat heisst. Die Sozialhilfequote sank damit auf 1.6 Prozent. Dieser Rückgang zeigt sich vor allem bei den Bis-17-Jährigen und den 46- bis 55-Jährigen. Im schweizerischen Vergleich ist die Zuger Quote unterdurchschnittlich.

Die Quote ist gemäss der Statistik soziodemografisch nicht gleich verteilt. Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss haben ein hohes Sozialhilferisiko. Auch Kinder, die in bildungsfernen Familien aufwachsen, bedürfen besonders häufig die Hilfe des Sozialstaates. Das gelte auch für die ausländische Zuger Wohnbevölkerung. Dies sei unter anderem auf das tiefere Bildungsniveau zurückzuführen, wie Lustat schreibt.

Eine genauere Auflistung der Sozialfälle siehst du in der untenstehenden Grafik.

Sozialhilfe als Überbrückung

Familien mit nur einem Elternteil sind einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt. Der Sozialhilfe-Anteil bei solchen Haushalten lag bei 14.6 Prozent. Der Grund liege darin, dass das Einkommen nur einer Person für den Lebensbedarf häufig nicht ausreiche.

Wie sich zeigt, dient die Sozialhilfe in erster Linie als Überbrückung einer Notlage. So wurden im Kanton Zug 52.2 Prozent aller Fälle nach rund einem Jahr bereits wieder abgeschlossen.

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