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Der grosse Jahresrückblick
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Das bewegte Luzern im vergangenen Jahr: der Tod von Hans Erni, die Wahl einer bürgerlichen Männerregierung, die Zwischennutzung im Himmelrich und das Hochwasser in Dierikon. (Bild: Montage les )

Das hat das Luzerner Volk beschäftigt Der grosse Jahresrückblick

12 min Lesezeit 31.12.2015, 16:07 Uhr

Und schon bald ist das Jahr Geschichte. Die grosse Flüchtlingskrise; ein riesiges Sparpaket; zwei bewegende Todesfälle; das Superwahljahr – diese Themen haben im Jahr 2015 dominiert. Mit Good News überraschten zwei Kulturprojekte.

Jetzt flimmern sie wieder über die Bildschirme: die globalen Jahresrückblicke. Überstrahlt von menschlichem Leid und Terror. Und wenn eine vergessene Meldung uns die schönen Seiten des Lebens vor Augen führt – etwa das Babyglück des englischen Königshauses – erinnern uns die Rückblicke im nächsten Moment an bittere Tragödien. Oder war Ihnen der Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine noch präsent? Dieser Rückblick dreht sich aber weder um den VW-Abgas-Skandal noch um Sepp Blatter. Er zeigt, wie das vergangene Jahr den Kanton Luzern geprägt hat.

Das Gütschbähnli ist endlich offen

Zum Start ein Thema, das nicht schwer im Magen liegt. Schliesslich wollen wir positiv in die Zukunft sehen, und dafür benötigen wir Stärkung. Diese holen wir in der Gastronomie. Es hat sich einiges getan in Luzern: Im Bahnhof gibt es neu das vegetarische Restaurant Tibits oder in Rothenburg die Rocker-Beiz Ace Cafe. Doch auch rund um die Braui (Pächter-Rauswurf), den Eichhof (Konkurs) oder den Anker (Grossumbau) wurde es im vergangenen Jahr nicht still.

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Und natürlich, wie könnte es auch anders sein, auch über den Gütsch gab es einiges zu berichten. Nach einer Entlassungswelle im Februar sprachen die Betreiber von einem Managementfehler. In der Folge wurde unter anderem der bekannte Luzerner Spitzenkoch Moritz Stiefel als neuer Küchenchef angestellt. Doch auch dieser ist bereits wieder Geschichte. Eine endlose Story, aber eine, die ab und zu auch positive Schlagzeilen schreibt. So konnte diesen Herbst endlich die neue Gütschbahn eröffnet werden.

So sieht eine Kabine der neuen Gütsch-Bahn aus.

So sieht eine Kabine der neuen Gütsch-Bahn aus.

(Bild: rob)

Politik: Luzern wählt bürgerliche Männerregierung

Nun aber zum Thema Nummer eins – das Luzerner Wahljahr. Der SVP gelang es im März mit Paul Winiker den Regierungsratssitz der zurücktretenden Yvonne Schärli von der SP zu erobern. Damit flog die Linke erstmals nach 56 Jahren aus der Regierung, und mit Schärli auch die einzige Frau. SP-Kandidatin Felicitas Zopfi gelang es nicht, in der Mitte Stimmen zu holen, tief enttäuscht über ihr Abschneiden trat sie von allen politischen Ämtern zurück. David Roth übernahm das SP-Parteipräsidium.

Enttäuschte Gesichter bei der SP. Felicitas Zopfi (vorne) gelang es nicht den Sitz von Yvonne Schärli (hinten) zu verteidigen.

Enttäuschte Gesichter bei der SP. Felicitas Zopfi (vorne) gelang es nicht den Sitz von Yvonne Schärli (hinten) zu verteidigen.

Nur jeder Dritte geht an die Urne

Bei den gleichzeitig stattfindenden Kantonsratswahlen mit historisch tiefer Wahlbeteiligung kam es zum Rechtsrutsch – Luzern war bereits im Frühling Gradmesser für das nationale politische Klima. FDP und SVP gelang es, im Kantonsrat je  2 Mandate zu gewinnen. Auf Kosten von CVP (-2 Sitze), Grüne (-1) und Grünliberale (-1).

Insbesondere die SVP gehörte auch bei den nationalen Wahlen im Herbst zu den Siegern, sie konnte ihren Wähleranteil (+3,4 Prozent) markant steigern. SVP-Präsident Franz Grüter gelang der Einzug in den Nationalrat, er kegelte den Grünliberalen Roland Fischer aus dem Amt. Grüter kann durchaus als der Polit-Gewinner des Jahres bezeichnet werden. Auch die FDP kann zufrieden sein. Das Risiko mit dem erst 31-jährigen Damian Müller in den Ständeratswahlkampf zu ziehen, hat sich ausbezahlt. Er konnte den FDP-Sitz von Georges Theiler verteidigen und vertritt neu gemeinsam mit dem bisherigen Konrad Graber (CVP) den Kanton Luzern im Stöckli.

Vertreten die nächsten vier Jahre den Kanton Luzern im Stöckli: Damian Müller (l.) und Konrad Graber.

Vertreten die nächsten vier Jahre den Kanton Luzern im Stöckli: Damian Müller (l.) und Konrad Graber.

Stadt-Land-Graben wächst

Und sonst? Die CVP befindet sich weiterhin auf einem Sinkflug. Nur dank der erstmaligen Listenverbindung mit den Liberalen konnte sie ihre drei Nationalratssitze überhaupt halten – Andrea Gmür schaffte den Sprung nach Bern und folgt auf den abtretendenen Entelbucher Ruedi Lustenberger. Dennoch wurde Kritik laut, die Parteispitze rede den Verlust von drei Prozent Wähleranteil schön.

Bei Links-grün ist die Situation ebenso verzwickt. In der Stadt Luzern eher auf dem Vormarsch, gelingt es auf dem Land kaum, Wähler zu gewinnen. David Roths Ankündigung, auch auf dem Land punkten zu wollen, müssen Taten folgen. Der Stadt-Land-Graben hat sich eindeutig verfestigt.

Porno-Gate, Sparpaket und Eritrea-Reise

Die Luzerner Regierung lieferte ebenfalls Schlagzeilen, besonders zwei Exponenten – und einer davon sogar doppelt.

Fangen wir an mit Finanzminister Marcel Schwerzmann: Porno-Gate bei der Finanzverwaltung. Die im März bekanntgewordenen Anschuldigungen: Die Beamten bolzen Überstunden und surfen während ihrer Arbeitszeit im Internet. Der Aufschrei auch in den nationalen Medien war gross, Schwerzmann musste angeschlagen in den Wahlkampf. Die SVP nutze die Affäre gar gezielt und schalte Inserate zu den «Porno-Beamten». Gereicht hat’s für den Finanzminister trotzdem – doch lange konnte er sich nicht ausruhen.

Im Oktober offenbarte «Sparminister» Schwerzmann, wie es um die finanzielle Lage des Kantons steht – sehr düster. Im Budget 2016 kam es zu millionenschweren Sparpaketen, im Aufgaben- und Finanzplan 2017–19 ging es um satte 330 Millionen. Die Sparvorschläge sorgten für Wirbel: Schliessung der Fachklasse Grafik, Zwangsferien oder Streichung von Polizeipatrouillen. Der Widerstand war gross, etliche Demos fanden statt.

Die Luzerner Regierung erntete happige Kritik für ihre Sparpläne, insbesondere von linken politischen Spektrum.

Die Luzerner Regierung erntete happige Kritik für ihre Sparpläne, insbesondere von linken politischen Spektrum.

Blaues Auge für die Fachklasse Grafik

Die politische Debatte ist schnell erklärt. Für SVP und FDP ist klar: Der Kanton muss auf der Ausgabenseite einsparen und abspecken. Ganz anderer Meinung ist die Linke, ihr ist die Steuerstrategie des Kantons ein Dorn im Auge. Sie würde lieber mehr Eingaben generieren, um damit die staatlichen Leistungen aufrechtherhalten zu können. Die CVP wiederum hat sich mehrheitlich hinter die Steuerstrategie gestellt, hat aber einzelne Sparmassnahmen, wie etwa die Schliessung der Fachklasse Grafik, gekippt.

Die politische Frage: «Sparen oder Steuern erhöhen?» wird Luzern auch die nächsten Jahre beschäftigen – die von Volk, Regierung und Mehrheit des Parlaments getragene Steuerstrategie ist ein langfristiges Projekt. Trotzdem: Die Wirkung ist bisher geringer als erhofft, die Prognosen müssen laufend nach unten korrigiert werden. Zudem erhält Luzern weniger aus dem Nationalen Finanzausgleich. Abrupte politische Neuausrichtungen sind aber dennoch nicht zu erwarten, insbesondere, da die Unternehmen schon so in einem schwierigen Umfeld stehen – Stichwort: Frankenstärke – und von der bürgerlich-geprägten Luzerner Politik wohl kaum zusätzliche Belastungen aufgebürdet bekommen.

Die «Sparwut» der Luzerner Regierung löste eine Ladung von Demonstrationen aus. Hier die Kantonsschüler aus Reussbühl.

Die «Sparwut» der Luzerner Regierung löste eine Ladung von Demonstrationen aus. Hier die Kantonsschüler aus Reussbühl.

Guido Graf legt sich mit Sommaruga an

Auch Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf sorgte Anfang August für grosse Schlagzeilen. In einem offenen Brief griff er Bundesrätin Simonetta Sommaruga frontal an. Eritreer hätten kein Anrecht auf Asyl, so seine Forderung. Sie seien nicht an Leib und Leben bedroht – also keine Wirtschaftsflüchtlinge. Besonders kreativ reagierten die Jungen Grünen auf das Hervorpreschen des CVP-Regierungsrates. Mittels Crowd-Funding sammelten sie Geld und kauften Graf ein Flugticket nach Eritrea. Dieser lehnte den Gratisurlaub allerdings ab.

Luzern bewältigt den Flüchtlingsansturm

Das Thema Asyl war im Jahr 2015 besonders präsent. Die grossen Flüchtlingsströme waren und sind für die Politik – aber auch die Gesellschaft – eine grosse Herausforderung. Willkommenskultur trifft auf Fremdenfeindlichkeit – die Gefühle, mit denen auf der Zuwanderung begegnet wird, sind vollkommen unterschiedlich. Klar ist: Die humanitäre Tradition der Schweiz sollte in der heutigen Zeit als Kompass dienen. Auch der Kanton Luzern nahm seine Aufgabe wahr und leistete seinen Beitrag zur Fluchtlingskrise. Diverse Asylunterkünfte wurden eröffnet: Der Kanton Luzern betreut heute nebst den 1650 Asylsuchenden rund 2250 Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene.

Der Umgang mit dem Flüchtlingsstrom sorgte allerdings für ein paar Peinlichkeiten. Insbesondere die SVP Kriens leistete sich Anfang November einen Fauxpas, als sie die Ankunft von minderjährigen (!) Asylsuchenden im ehemaligen Motel Pilatusblick zum Anlass nahm, nun auf eine erhöhte Anzahl von Gewaltdelikten, Messerstechereien oder Vergewaltigungen zu schliessen.

Luzern im Demo-Fieber – auch vor der Sparübung

Wie dramatisch die Situation aber tatsächlich ist, machte auch ein Vorfall deutlich, der die tiefe Verzweiflung der Flüchtlinge oder Asylbewerber zeigt. In der Notunterkunft Ibach hat sich im Juni ein Nothilfebezüger das Leben genommen. Die Aktion «Kollektiv ohne Grenzen» hatte den Freitod öffentlich gemacht. Sowieso, mehrere Gruppierungen machten auf die Notzustände aufmerksam: im März etwa die Aktion «Würde statt Hürde» und im Mai die Demo «Eine bessere Welt ist möglich». Diese sorgte besonders für Aufruhr: Die Demonstranten beschuldigten die Polizei massiv, unverhältnismässig eingegriffen zu haben.

«Es reicht! Eine andere Welt ist möglich» war das Motto der Demonstration von Anfang Mai.

«Es reicht! Eine andere Welt ist möglich» war das Motto der Demonstration von Anfang Mai.

Als Reaktion auf den Einsatz der Polizei rief eine Gruppierung zu einer neuen Demo auf. Zeitpunkt und Rahmen der Durchführung: das Luzerner Fest. Dies sorgte zwar im Vorfeld für Wirbel, am Luzerner Fest selbst kam es aber zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Doch nicht nur Demonstrationen aus dem linken Spektrum beschäftigten. Rechtsextreme wollten an der Sempacher Schlachtfeier aufmarschieren – die Antifa ebenso. Die Luzerner Polizei zog die Notbremse und sprach ein Demonstrationsverbot aus. Den Rechtsextremen war’s egal, sie marschierten trotzdem auf.

FCL-Fans benehmen sich – meistens

Im Kontext von Demos und Saubannerzügen werden auch immer wieder FCL-Chaoten genannt. Es ist das Schicksal der FCL-Fans, dass besonders das Negative in Erinnerung bleibt. Die unschönen Zwischenfälle werfen ein schiefes Licht auf die Fans, für die grossmehrheitlich und in der Mehrheit der Spiele die Unterstützung für den FCL voller Herzblut und Leidenschaft im Vordergrund steht. Schlicht grossartig sind etwa die Choreos der FCL-Ultras.

Dennoch gab es auch im Jahr 2015 vereinzelte Zwischenfälle mit einzelnen FCL-Fans. Im Februar trieben sie am Auswärtsspiel in St. Gallen einen als Juden verkleideten Fan vor sich her. Und Ende Mai lieferten sich die FCL-Fans eine wüste Schlägerei mit Anhängern des FCZ mitten in Luzerns Wohnquartieren.

Die FCL-Fans geben immer alles für ihren Herzensverein. Hier am 21. November beim Heimspiel gegen den FC Thun (Foto: Martin Meienberger).

Die FCL-Fans geben immer alles für ihren Herzensverein. Hier am 21. November beim Heimspiel gegen den FC Thun (Foto: Martin Meienberger).

(Bild: Martin Meienberger)

Sportlich läuft’s

Konsequenzen: der als Jude verkleidete Fan wurde freigesprochen, schlechter Geschmack sei kein Strafbestand. Geändert hat sich etwas bei den Extrafahrten an Auswärtsspiele: Die SBB-Transportpolizei wird die FCL-Fans in den Extrazügen im neuen Jahr nicht begleiten. Auch der Kantonsrat beschäftige sich mit dem Umgang mit Hooligans. Ob die Politik allerdings eine ultimative Lösung hat, scheint mehr denn je fraglich. Entscheidend wird sein, die Fanarbeit in Zukunft weiter konsequent zu fördern. Klar ist, dass der FCL in Zukunft 300’000 Franken mehr für die Sicherheit bezahlen muss, nämlich 870’000 Franken jährlich.

Sportlich kann das Jahr 2015 für den FCL durchaus als erfolgreich bezeichnet werden. Mit einer starken Rückrunde gelang es bald, das Abstiegsgespenst von der Allmend zu vertreiben, dank fulminantem Schlussspurt lag sogar plötzlich die Qualifikation fürs europäische Geschäft in Reichweite. Diese wurde aber leider knapp verpasst. In der neuen Saison liegt der FCL auf Platz 4 und hat sich für den Cup-Halbfinal qualifiziert. Auch im Umfeld des FCL ist Ruhe eingkehrt. Sportchef Rolf Fringer und Trainer Markus Babbel scheinen zu harmonieren, und auch Präsident Ruedi Stäger sitzt fest im Sattel. Mediale Störfeuer von Hauptaktionär Bernhard Alpstaeg blieben aus.

Szenenwechsel: Jahrhundert-Hochwasser in Dierikon

Anfang Juni schlug die Natur brutal zu. Schwere Regenfälle haben innert Kürze für grosse Verwüstungen in der Stadt Luzern und Agglomeration gesorgt. In Dierikon ertranken zwei Personen in ihrem Haus. Fragen zum Hochwasserschutz wurden laut. Doch die Katatstrophe brachte auch grosse Menschlichkeit unter den Betroffenen mit sich. So wurde eine Bäckerei in Dierikon vollständig zerstört, Berufskollegen griffen dem Bäckermeister aber spontan in einer Nachtaktion unter die Arme – alle Filialen konnten am darauffolgenden Morgen normal öffnen.

Die gewaltigen Wassermassen hinterliessen ein Bild der Zerstörung durch Dierikon.

Die gewaltigen Wassermassen hinterliessen ein Bild der Zerstörung durch Dierikon.

Fall von Emmen schockiert die Schweiz

Eine schreckliche Tat hält die ganze Schweiz noch immer in Atem. Ende Juni wird in Emmen eine Frau von einem unbekannten Täter vom Fahrrad gerissen und im anliegenden Waldstück vergewaltigt. Entsetzen und Unverständnis machen sich breit. Beim Sturz vom Fahrrad zieht sich das Opfer eine schwere Rückenverletzung zu und ist seither querschnittgelähmt. Eine Grossfahndung nach dem Täter beginnt. Dazu zieht die Luzerner Staatsanwaltschaft alle Register. 371 Männer müssen zum grössten Massen-DNA-Test der Schweiz antreben. Dieser ist bis heute erfolglos geblieben, vom Täter fehlt weiterhin jede Spur.

Tod von Hans Erni

Luzern nahm Abschied von Hans Erni. Er verstarb am 21. März im Alter von 106 Jahren. Trotz seines teilweise umstrittenen Schaffens fiel dessen posthume Würdigung umso einvernehmlicher aus. Bekannte Luzerner aus Kultur und Politik sowie nationale Prominenz gedachten des Kunstschaffenden Erni. Weit oben am Hang ob Würzenbach wohnte der älteste Luzerner. Selbst mit über hundert Jahren hatte er noch immer einen enormen Schaffensdrang. Er wird Luzern für immer in Erinnerung bleiben.

Hans Erni arbeitete auch im Alter von 106 Jahren täglich in seinem Atelier. Am 21. März verstarb er.

Hans Erni arbeitete auch im Alter von 106 Jahren täglich in seinem Atelier. Am 21. März verstarb er.

Auch Kulturszene verliert ein Aushängeschild

Armin Meienberg, der Präsident der Luzerner IG Kultur, ist im April im Alter von 51 Jahren unerwartet an einem plötzlichen Herzstillstand gestorben. Über sieben Jahre hat sich Meienberg als Vereinspräsident für die Kultur in der Zentralschweiz eingesetzt und dabei vieles in Bewegung gesetzt. Er gehörte zu den engagiertesten Kulturmenschen der Region Luzern, sein Tod ist ein herber Verlust für die Luzerner Kulturszene. 

Armin Meienberg verstarb am 11. April 2015 im Alter von 51 Jahren.

Armin Meienberg verstarb am 11. April 2015 im Alter von 51 Jahren.

Ende Jahr machte die IG Kultur erneut von sich reden. Der gesamte Vorstand hatte geschlossen seinen Rücktritt eingereicht. Grund für die Eskalation waren Unklarheiten, wie es mit der IG Kultur weitergehen soll. Die Trennung mit Geschäftsführerin Edina Kurjakovic hatte zu grossem Unmut geführt. Es wird sich im neuen Jahr zeigen, wer die IG Kultur in ruhigere Gewässer führen kann.

Erfolgreiche Zwischennutzung im Himmelrich

Die Himmelrich-Siedlung in der Luzerner Neustadt wird seit Mitte September abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Doch bevor die Bagger auffuhren, wurde war das Areal zwischengenutzt worden. Die Schlüssel von über 60 Wohnungen an der Tödistrasse 9 bis 17 gingen an Kunst- und Kulturschaffende. Von Ende Juli bis Anfang September konnten sie sich in den Abbruchwohnungen verwirklichen. Es entstand ein einzigartiges Abbild der Luzerner Kulturszene.

Im Sommer fand eine grosse Zwischennutzung im Himmelrich-Quartier statt.

Im Sommer fand eine grosse Zwischennutzung im Himmelrich-Quartier statt.

Gästival-Plattform Seerose stach in See

Am 30. Mai wurde die Seerose, Plattform des Gästivals, offiziell für die Besucher eröffnet. Viel wurde über das Projekt und besonders den Bau der Seerose berichtet. Abends wurde die Seerose zu einer Konzert- und Theaterbühne. Jazz, Klassik, Pop, Comedy, Talk, Film und Tanz hatten dabei Platz. Das Mammut-Projekt wurde gut besucht und ging hochprofessionell organisiert über die Bühne. Nur einmal gab’s Probleme. Einige Besucher ärgerten sich über die Sponsoren, die den Kulturschaffenden nicht genügend Respekt entgegenbrächten.

Die Luzerner Seerose diente als Schauplatz des Gästivals.

Die Luzerner Seerose diente als Schauplatz des Gästivals.

 

Auch 2016 warten einige Highlights

Das war es also, das Jahr 2015. Doch auch im neuen Jahr wartet einiges auf die Luzernerinnen und Luzerner. Der Flüchtlingsstrom wird uns weiter beschäftigen. Im Mai stehen die Kommunalwahlen auf dem Programm. Der Entscheid zum Standort der Salle Modulable wird fallen. Und das Thema «Sparen» wird auch 2016 wieder für Schlagzeilen sorgen. Und vielleicht kann man sich über einen Titelgewinn des FC Luzern freuen, das Cup-Halbfinale findet am 2. März statt – ein allfälliger Final am 29. Mai.

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