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Der grösste Luzerner Brunnen erscheint in neuem Glanz
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Luzerns einziger Springbrunnen: Der bekannte Wagenbachbrunnen des berühmten Architekten Armin Meili auf dem Europaplatz vor dem KKL. (Bild: dvm)

Wagenbachbrunnen auf Vordermann gebracht Der grösste Luzerner Brunnen erscheint in neuem Glanz

3 min Lesezeit 24.11.2017, 09:28 Uhr

Die Sanierung des Wagenbachbrunnens auf dem Europaplatz steht vor dem Abschluss. Sämtliche Oberflächenarbeiten an diesem grössten aller Stadtbrunnen konnten diese Woche abgeschlossen werden. Bis mit den Wasserspielen im Frühling begonnen wird, werden noch Elektroinstallationen im Untergrund erneuert.

Am 3. August 2017 begannen die Arbeiten, diese Woche konnten sie beendet werden: Der imposante Wagenbachbrunnen vor dem KKL erstrahlt im neuen Glanz. Erbaut wurde er 1934, Architekt war Armin Meili, der auch das damalige Kunst- und Kongresshaus entworfen hatte.

Auslöser für die Sanierung waren laut dem städtischen Tiefbauamt die Ankerschrauben und deren Nagelkappen auf der Kupferabdeckung des oberen Brunnenbeckens. Diese seien stark verrostet, beziehungsweise grösstenteils defekt gewesen. Zudem hätten sich an diesem Becken auch Risse gezeigt. Um weitere Schäden zu verhindern, hätten alle 240 Nagelkappen und die eisernen, rostenden Ankerschrauben entfernt werden müssen. Als Ersatz seien rostfreie Chromstahlschrauben zum Einsatz gekommen, deren Köpfe mit originalgetreuen Nagelkappen aus Kupfer abgedeckt wurden.

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Dazu sei gekommen, dass auch die Abdeckplatten des unteren Brunnenbeckens ihre Haftung auf dem Beckenrand verloren hätten und durch die beschädigten Fugen ist Wasser eingedrungen, was zu unschönen Kalk-Streifen am Becken geführt habe.

Die altersschwachen wurden durch neue Düsen ersetzt

Die Aussenseiten beider Becken wurden daher schonend mittels eines Niederdrucksandstrahlverfahrens gereinigt. Zudem musste die gesamte Widmungsinschrift für den Spender Xaver Wagenbach (1796 – 1870) entfernt und gereinigt werden.

Im Zuge dieser Arbeiten wurden im oberen Becken auch sämtliche 15 altersschwachen Wasserdüsen durch originalgetreu nachgebildete Exemplare ersetzt. Ersetzt wurden dort auch die rund dreissig Jahre alten, den heutigen Anforderungen nicht mehr genügenden Lichtstrahler. Die neuen LED-Strahler benötigen nun laut Angaben der Stadt nur noch einen Drittel so viel Energie.

 

Hand in Hand mit der Denkmalpflege

Alle Arbeiten erfolgten in enger Zusammenarbeit mit dem Ressort Denkmalpflege und Kulturgüterschutz der Stadt Luzern. Ausführender Bauleiter war Restaurator Vitus Wey aus Sursee. Dank dieser Zusammenarbeit konnte der charakteristische Brunnen originalgetreu saniert und das Denkmal somit für die kommenden Generationen erhalten werden.

Doch nicht nur oben, sondern auch unten wurde gearbeitet: Unter dem Wagenbachbrunnen befindet sich der Technikraum mit den Pumpen und den Elektroinstallationen. Die beiden Pumpen (eine für die grosse Fontäne, eine für die kleine) mussten von ewl energie wasser luzern ersetzt werden.

Die Elektroinstallationen werden in den nächsten Wochen auf den neusten Stand gebracht. Anschliessend wird der Wagenbachbrunnen nicht mehr vor Ort, sondern vom ewl-Hauptsitz aus gesteuert. Bei Bedarf, etwa bei technischen Pannen oder starkem Wind, kann die Wasserzufuhr ferngesteuert gedrosselt werden. Im Frühling wird der rund 40’000 Liter Wasser fassende Springbrunnen wieder in Betrieb genommen, dies im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier.

Alle 15 grösseren Stadt-Brunnen werden saniert

Im Rahmen der städtischen Unterhalts- und Erneuerungsstrategie öffentliche Brunnen sollen für rund 2 Millionen Franken bis 2021 die 15 grösseren Brunnen der Stadt instand gestellt werden. Die Sanierung des Wagenbachbrunnens wird rund 220’000 Franken kosten. Zudem will man mit verschiedenen Projekten wie lucernewater.ch auf das Privileg aufmerksam machen, dass in Luzern aus fast allen öffentlichen Brunnen Trinkwasser fliesst. Der Wagenbachbrunnen ist der einzige dieser 15 Brunnen, der mit Seewasser gespiesen wird und deshalb nicht explizit als Trinkwasserbrunnen bezeichnet werden kann.

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