Der Frühling lockt die Leute in Scharen an die Sonne
  • Regionales Leben
Dass viele Restaurants geschlossen haben, zeigt sich an den Warteschlangen bei Take-away-Betrieben, wie hier in Zug. (Bild: beh)

Warteschlangen und volle Wiesen in Luzern und Zug Der Frühling lockt die Leute in Scharen an die Sonne

2 min Lesezeit 4 Kommentare 28.03.2021, 19:30 Uhr

Am Sonntag zeigte sich der Frühling von seiner schönsten Seite. Eine Gelegenheit, die sich die Bevölkerung von Luzern und Zug nicht entgehen liess, wie ein Blick auf die Promenaden und Pärke zeigt. Und in die Abfalleimer.

Es war eigentlich zu erwarten. Das Wetter spielt mit, die Sonne scheint, die Temperatur ist angenehm warm und morgen ruft für die meisten Leute wieder die Arbeit. Grund genug also, um sich ein paar schöne Stunden an der Sonne zu gönnen.

In der Stadt Luzern herrschte fast so etwas wie Ferienstimmung. Begehrte Plätze wie das Vögeligärtli, der Luzernerhof-Quai und der Vorplatz beim KKL waren gut besucht. Es wurde gespielt, gegessen, geplaudert und getrunken. Für einen Moment könnte man fast vergessen, dass eine Pandemie vorherrscht. Im Luzerner Hafenbecken kurvten zahlreiche Pedalos und Segelboote umher. Auch Kursschiffe und Bergbahnen sind gut besucht (zentralplus berichtete).

Dass die meisten Gastrobetriebe geschlossen sind, fiel schnell auf. Ein Blick in die Take-away-Betriebe und Einkaufsläden am Bahnhof offenbarte lange Schlangen. Die Warteschlange beim Bahnhof-Coop beispielsweise war gemäss einem Leserreporter «fast 100 Meter lang». Auch in Fastfood-Restaurants und Kaffeehäusern brauchte es Geduld.

Wo Menschen sind, ist auch Müll

Ein Blick über die Kantonsgrenze hinaus zeigt ein ähnliches Bild. Begehrt war beispielsweise auch ein Kiosk an der Zuger Seepromenade: Wer ein Glace oder eine kühle Cola wollte, musste mit einer beträchtlichen Wartezeit rechnen.

In Zug heisst es: Warten auf Godot … oder das Glace. (Bild: beh)

Auf unserer Erkundungstour fiel noch etwas anderes auf: Ausnahmslos alle Abfalleimer, an denen wir vorbeikamen, waren hoffnungslos überfüllt. Brav daneben gestellt waren Tüten und Flaschen. Das wirft die Frage auf, ob die Stadt Luzern tatsächlich genug Abfalleimer hat oder ob der gegenwärtige Leerungsrhythmus ausreicht (zentralplus berichtet).

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4 Kommentare
  1. Carl Solvedra, 06.04.2021, 15:05 Uhr

    Zum Glück gibt es Ostern kein Virus.

  2. Hampi R., 06.04.2021, 08:37 Uhr

    Zu den Aufgaben der Verwaltung gehört auch die ordentliche Müllentsorgung. Dafür kassieren sie ja – am Standort beim Verkauf der Produkte – genügend Steuereinnahmen. Somit wäre eigentlich die Müllentsorgung finanziert … nur fehlen entsprechende Müllcontainer. Den Verwaltungsmenschen sowie den Politikern fehlt eben, wieso bei vielem, die entsprechende Logik!

  3. Heiru, 29.03.2021, 11:22 Uhr

    Zug war mal schön. Jetzt ist es eine verbonzte Stadt mit unerträglichen Sonntagstouristen. Ich bin dafür, dass man wieder dort Steuern zahlt, wo man arbeitet, nicht dort wo man lebt.

  4. Sandra Klein, 29.03.2021, 08:06 Uhr

    Krass. Bei solchen Schlangen scheinen einige sehr viel Zeit zu haben.

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