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Der FCL-Aufschwung ist ein zartes Pflänzchen
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FCL-Trainer Thomas Häberli weiss noch nicht genau, welche seiner Spieler dazu fähig sind, am Sonntag in Lugano den Ball spielen zu können. (Bild: Dominik Stegemann/meienberger-photo)

Wie beeinflussen die Personalsorgen die Taktik? Der FCL-Aufschwung ist ein zartes Pflänzchen

3 min Lesezeit 20.09.2019, 16:45 Uhr

Ist der FC Luzern raus aus dem Gröbsten? Trotz Aufwärtstendenz in den letzten beiden Ernstkämpfen wird sich diese Frage erst nach den nächsten beiden Meisterschaftsspielen gegen Lugano und Neuchâtel Xamax beantworten lassen. Doch ausgerechnet jetzt plagen den FCL Personalsorgen.

Auf wen kann Thomas Häberli am Sonntag in Lugano (16.00, Cornaredo) zählen? Es ist eine Frage, die der FCL-Trainer noch nicht beantworten kann oder will. Sicher ist: Christian Schwegler und Tsiy Ndenge werden nicht mit von der Partie sein können. Sie sind am Knie blessiert (zentralplus berichtete).

Aber damit ist die Liste der möglichen Absenzen beim FCL noch nicht abgearbeitet: Neben Schwegler haben sich auch Marvin Schulz und Simon Grether im Cupspiel-Sechzehntelfinal in Wohlen (4:0) verletzt. Sie mussten Schläge auf den Oberschenkel respektive das Fussgelenk einstecken. «Beide sind noch nicht zurück im Mannschaftstraining», sagt Häberli.

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Das trifft auch auf Remo Arnold zu. Bei einem Zusammenstoss im Training hat er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Diese Verletzung macht es in jedem Fall schwierig, ein Comeback zu terminieren.

Wer spielt im defensiven Mittelfeld?

Die Personalsorgen akzentuieren sich in der Besetzung des defensiven Mittelfelds der Luzerner. Da ist nach aktuellem Stand nur der Einsatz von Idriz Voca ausser Gefahr.

Die Frage ist: Wie wirken sich die Personalsorgen auf die FCL-Taktik aus?

«Entscheidend wird aber ohnehin sein, dass wir in Lugano unsere Prinzipien umsetzen können.»

FCL-Trainer Thomas Häberli

Der Aufschwung von Häberlis Mannschaft mit dem 2:2 gegen Titelverteidiger YB und dem Weiterkommen im Cup fusst nicht zuletzt auf einem Systemwechsel: Mit dem 4-4-2 schien Häberli auf gutem Weg, das Luzerner Offensivrätsel zu lösen (zentralplus berichtete).

Die offensivere Grundordnung funktioniert aber nur, wenn das zentrale Mittelfeld gegen die gegnerische Mittelachse «verhebbed». Der FCL-Trainer sagt, dass er das System auf der Basis des verfügbaren Aufgebots bestimmen werde. «Entscheidend wird aber ohnehin sein, dass wir in Lugano unsere Prinzipien umsetzen können.»

Erkenntnisgewinn als Herausforderung

Und wie lauten diese Prinzipien im Detail? Damit fange er doch nicht zu erzählen an, das führe zu weit, entgegnet Häberli. Grosso modo geht es darum, wie sich seine Spieler mit oder ohne Ball verhalten, liess er sich noch entlocken.

Auf den Vorschlag, dass er das dem zentralplus-Reporter bei nächster Gelegenheit gerne unter vier Augen erzählen könne, sagt der FCL-Cheftrainer schmunzelnd: «Aber das sieht man ja auf dem Platz.»

«Die Doppelbelastung wird Lugano erst im Verlauf der nächsten Woche zu spüren bekommen.»

Bei allem Respekt: Nach einem Sieg und zwei Unentschieden in bislang sechs FCL-Meisterschaftsspielen gestaltet sich der Erkenntnisgewinn für einen Aussenstehenden um einiges schwieriger, als das Häberli annehmen mag.

Lugano mit schwarzer Serie

Dem FCL wird es kaum zum Nachteil gereichen, dass die nächsten beiden Gegner nach einem Sechstel der Meisterschaft nicht mit breiter Brust antreten werden. Lugano als Neunter und das bis dato sieglose Xamax (Donnerstag, 20 Uhr, Swissporarena) als Zehnter haben bislang sogar noch einen Punkt weniger ergattert als der FCL.

Die Tessiner, die am Donnerstag mit einem 0:1 beim FC Kopenhagen in die Gruppenphase der Europa League gestartet sind, kennen das Glücksgefühl eines Sieges seit über einem Monat nicht mehr. Zuletzt gingen vier Ernstkämpfe in Serie verloren. Und in den letzten beiden Spielen hat der nächste FCL-Widersacher keinen Treffer mehr erzielt.

Noch schlimmer: In den letzten vier Meisterschaftsspielen seit Anfang August verliessen die Tessiner den Platz jeweils als Verlierer. Und dazu kommt nun noch die Doppelbelastung mit der Europa League. Aber daraus generiert Häberli keinen Vorteil für seine Mannschaft: «Die Doppelbelastung wird Lugano erst im Verlauf der nächsten Woche zu spüren bekommen.»

Die Ausgangslage vor den nächsten beiden Duellen lässt nur einen Schluss zu: Der FCL-Aufschwung ist ein zartes Pflänzchen.

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