«Den Jungen wird – trotz Opfer – kein Vertrauen geschenkt»
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Michelle Meyer von den Jungen Grünen und Luca Boog von der Jungen Mitte.

Zwei Luzerner Jungpolitiker zur Coronakrise «Den Jungen wird – trotz Opfer – kein Vertrauen geschenkt»

2 min Lesezeit 6 Kommentare 02.05.2021, 05:00 Uhr

Wie geht es den Jugendlichen in der Coronakrise? Nicht sonderlich gut, meinen Michelle Meyer von den Jungen Grünen und Luca Boog von der Jungen Mitte Luzern. Sie würden von der Polizei systematisch öfters kontrolliert und von den Behörden vernachlässigt, erzählen die beiden im Whatsapp-Interview. Was sich ändern muss und worauf sie sich am meisten freuen, wenn die Pandemie vorüber ist.

Lange waren sie unbeachtet, doch seit den Osterkrawallen in der Ostschweiz steht plötzlich die Frage im Raum: Muss die Gesellschaft den Jugendlichen, die sich jetzt ein Jahr lang solidarisch mit der älteren Generation zeigten, etwas zurückgeben? Oder sie zumindest besser anhören?

Ja, meinen Michelle Meyer und Luca Boog. Die beiden präsidieren die beiden stärksten Luzerner Jungparteien. Die 22-jährige Studentin der Politikwissenschaft führt die Jungen Grünen Luzern im Co-Präsidium, arbeitet auf der Geschäftsstelle der Grünen Luzern und wohnt in der Stadt.

Luca Boog ist seit letztem Herbst Präsident der Jungen Mitte Luzern, der ausgebildete Kaufmann arbeitet seit Kurzem als Generalsekretär bei Die Junge Mitte Schweiz in Bern. Er feiert diesen Monat seinen 21. Geburtstag und wohnt in Gunzwil.

Wir haben die beiden per Whatsapp gefragt: Wie geht es den Jungen, was vermissen sie und was müsste sich in der Coronapolitik ändern?

Seit den Ausschreitungen am Osterwochenende in St. Gallen sind die Bedürfnisse der Jugendlichen in der Coronakrise stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Auch in Luzern: Die Stadt hat diese Woche eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um den Jungen zuzuhören (zentralplus berichtete).

Zumindest was das Impfen betrifft, gibt es im Kanton Luzern seit kurzem eine Perspektive: Ab Mitte Mai werden schrittweise alle Altersgruppen geimpft. Von einer besonderen Priorisierung der Jungen, wie das beispielsweise die Juso gefordert hatte, will der Kanton Luzern aber ab (zentralplus berichtete).

Impfen und Testen sind zwei der grossen Zauberworte, die der Bundesrat immer im Zusammenhang mit den Lockerungen ausspricht. Doch geht er überhaupt den richtigen Weg – oder müsste unser Land anderswo öffnen, schneller oder vorsichtiger?

Zum Schluss unterhalten wir uns noch darüber, ob Jugendliche sich aufgrund der Coronakrise stärker für Politik interessieren. Und worauf sich Luca Boog und Michelle Meyer am meisten freuen, wenn die Pandemie endlich von dannen zieht.

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6 Kommentare
  1. Sandra Meier, 02.05.2021, 12:17 Uhr

    @Greter
    Viel Fach- und Sozialkompetenz lässt sich aus Ihrer provokativen Rhetorik leider nicht ableiten, ist nur zu hoffen das diese für die Pflege ihres sozialen Umfelds weiterhin ausreichend bleibt. Kleiner Tipp: Selbstreflexion hilft gegen Selbstüberschätzung

    1. Roli Greter, 02.05.2021, 20:09 Uhr

      @Meier
      Meistens lassen sich gewisse Dinge nur aus einer anderen Perspektive als der Eigenen sehen, z.B. Kompetenzen 😉

      Es tut mir leid dass Sie Sich durch einer meiner Kommentare provoziert fühlen, damit.muss man ausserhalb der Komfortzone rechnen.

  2. Benno Frei, 02.05.2021, 08:50 Uhr

    Das sich viele Jugendliche von Erwachsenen nicht verstanden fühlen liegt daran, dass Erwachsene die Dringlichkeit und Bedürfnisse Jugendlicher aus eigener Erfahrungen heraus beurteilen. Will z.B. heissen dass all die sozialen Kontakte und „Freundschaften“ reine Momentaufnahme sind und vieles im Leben nicht nachhaltig ist und zum Opfer von sozialen Störfaktoren wird. Was es braucht ist ein verlässlicher ehrlicher Partner mit dem man eine solide sichere Zukunft aufbauen kann. Wer das frühzeitig erkennt braucht keine ständigen oberflächlichen Bespassungen und wird unabhängig gegenüber politischen und gesellschaftlichen Problemen.

    1. Roli Greter, 02.05.2021, 09:54 Uhr

      Es tut mir leid dass Sie in Ihrer Jugend vorwiegend nicht nachhaltige Kontakte gepflegt haben, dies trifft jedoch glücklicherweise nur auf einen kleinen Teil der Menschen zu. Ihrem Partner und Ihnen alles Gute und hoffentlich etwas mehr Verständis für die Sorgen Anderer.

  3. Peter Bitterli, 02.05.2021, 08:14 Uhr

    Was für „Oster-Krawalle“?

    1. Donlancer, 02.05.2021, 09:01 Uhr

      Wie soll man den Jugendlichen vertrauen haben, die Kravalle verursachen. randalieren und wilde Parties organisieren? Wie soll man denen vertrauen schenken die sich Freiheiten nehmen, indem sie die Freiheit anderer einschränken?

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