«Den Asylbewerbern gefiel das Monsterkonzert»

2 min Lesezeit 09.02.2016, 15:56 Uhr

Ein Maskenball gleich über dem Asylzentrum. Dies fand am vergangenen Freitag in Beromünster statt. Alles verlief reibungslos und ohne Probleme, so das Fazit. Und man habe Erfahrungen für zukünftige Anlässe sammeln können.

Der Kanton Luzern nahm im Dezember in der Gemeinde Beromünster eine Asylunterkunft in Betrieb. Genauer gesagt im Ortsteil Gunzwil, auf dem Schulhausareal Linden. Auf dem gleichen Areal findet seit rund 30 Jahren der alljährliche Maskenball der «Oelibrönner Gonzbu» statt – der «Oelibrönnerball» (zentral+ berichtete). Die Turnhalle wurde Fasnachtsfreitag zur Festhütte. Wie hat das Miteinander funktioniert?

Speaker begrüsste Asylsuchende speziell

Marco Fellmann, Leiter der Asylunterkunft in Beromünster hat Erfreuliches zu vermelden: «Der Event verlief reibungslos und ohne Probleme.» Die Asylsuchenden hätten sich erfreut über die schränzigen Klänge der Guggenmusigen während dem Monsterkonzert und waren beeindruckt über die vielen farbenfrohen und originellen Kostüme. «Eine schöne Geste war auch, dass der Speaker die Asylsuchenden speziell begrüsste und willkommen hiess.», so Fellmann. Um 22.00 Uhr waren dann sämtliche Asylsuchenden wieder zurück in der Anlage.

Gäste verwechselten die Eingänge

Ganz kleine Schwierigkeiten gab es dennoch – wie wohl an jeder Veranstaltung. «Vereinzelt hielten Ballbesucher den Eingangsbereich der Anlage für einen Eingang zum Festgelände», erklärt Fellmann. Diese seien von den Mitarbeitern der Asylunterkunft freundlich an die offizielle Kasse verwiesen worden. «Während der Nacht und in den frühen Morgenstunden kam es zu keinen Konflikten». Fellmann hatte im Vorfeld angekündigt, auch solche Fälle vorbereitet zu sein.

«Am Samstagvormittag waren dann einige Asylsuchende bei Abbau- und Reinigungsarbeiten rund um das Festgelände mitbehilflich», erklärt Fellmann den folgenden Arbeitseinsatz. Sein Fazit fällt durchwegs positiv aus: «Klare Regeln für die Asylsuchenden, ein guter Informationsaustausch zwischen Veranstaltern und Unterkunftsleitung sowie sinnvolle Einbindung der Asylsuchenden in den Event führten zu einem reibungslosen Ablauf und ermöglichten bereichernde Erfahrungen auf beiden Seiten.»
 
Auch bei zukünftigen Events rund um die Mehrzweckhalle werde das nun erstmals erfolgreich umgesetzte Konzept beigezogen.

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