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Neues FCL-Auswärtsdress: Gefällt es Ihnen?
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Die beiden FCL-Stürmer Marco Schneuwly und Cedric Itten präsentierten im Testspiel gegen Schalke 04 das neue Auswärtstrikot. (Bild: meienberger-photo/freshfocus)

Neues FCL-Auswärtsdress: Gefällt es Ihnen?

25.07.2016, 16:11 Uhr

Auswärts wird der FCL in der neuen Saison in Gelb auflaufen. Die Meinungen über die modische Ästhetik des neuen Dress sind geteilt. So auch in der zentralplus-Redaktion: Hat das neue Trikot Kultstatus? Oder gehört es in die Kleidersammlung?

Es geht um Fussball, nicht um Mode

Es gibt dankbarere Aufgaben, als in einem Mode-Battle gegen eine Frau anzutreten. Dennoch traue ich es mir zu. Denn schlimm finde ich das neue Auswärtstrikot nun wirklich nicht. Erinnert ihr euch an die EM? Das schlimme Hellblau der Türken oder Portugiesen? Oder noch schlimmer: das Shirt der Spanier, bei welchem man eher an eine verunglückte Nacho-Fressorgie dachte? Im Klubfussball setzt gerade Barcelona neue Massstäbe bezüglich Hässlichkeit.

Das neue Dress des FC Barcelona wurde geleakt. Links das Heimtrikot in klassischem Blau-Rot, in der Mitte ein schrecklich violettes Auswärtsshirts und was das Dress rechts für eine Farbe haben soll, ist völlig schleierhaft.

Das neue Dress des FC Barcelona wurde geleakt. Links das Heimtrikot in klassischem Blau-Rot, in der Mitte ein schrecklich violettes Auswärtsshirts und was das Dress rechts für eine Farbe haben soll, ist völlig schleierhaft.

Da ist das FCL-Shirt geradezu eine Augenweide. Im Gegensatz zu den Gold-Trikots des vergangenen Jahres, ist nun auch das klassische FCL-Blau aufs Auswärtsshirt zurückgekehrt, das gefällt. Auch mit der Farbe weiss kann ich gut leben, schliesslich schlägt das Fussballherz des Luzerners in den Farben blau-weiss. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die gelbe Grundfarbe des Trikots. Stinkpragmatisch hat man wohl einen guten Kontrast zum blauen Heimtrikot schaffen wollen, was ja die Grundidee eines zweiten Trikots ist. Und Angst haben, mit einem YB-Fan verwechselt zu werden, muss man bestimmt nicht. Wann haben die eigentlich zum letzten Mal etwas gewonnen?

Womit ich etwas Mühe habe, sind die Sponsorenlogos. Als Fussballromantiker möchte ich am liebsten gar keine. Doch ich weiss natürlich auch, dass der FCL auf die Gelder angewiesen ist. Dennoch: das Rot im Logo des Hauptsponsors ist verschieden von jenem des Ligasponsors. Wääh.  

Aber aufregen tue ich mich deswegen doch nicht. Hallo? Es ist nur ein Dress. Was interessiert es mich, wie unsere Kicker ausschauen. Für Eitelkeiten hat es beim FCL keinen Platz. Wir wollen euch kämpfen sehen, heisst es so schön. Eine schöne Blutgrätsche lässt doch jedes Fan-Herz höher schlagen. Hat da schon mal jemand an die Gesundheit des Gegners den Zustand des Trikots gedacht? Das wärs noch!

Schlussendlich zählt doch nur, ob man Erfolg hat. Bringt ein Trikot Glück, so kann es Kultstatus erreichen. Stellt euch vor, der FCL kann Ende Saison im gelben Shirt einen Kübel in die Höhe stemmen. Die Verkaufszahlen würden in die Höhe schnellen. Und manch einer, der heute noch den Kopf über das Shirt schüttelt, hätte plötzlich eine Mordsfreude daran.

Zu viel des Guten

Es ist ja nicht so, dass wir gleich von einem zweiten #trikotgate sprechen. Immerhin könnte das neue FCL-Auswärtsdress ja auch pink oder giftgrün sein. Doch eine wahre Augenweide sieht definitiv anders aus.

Betrachtet man die einzelnen Farben isoliert, geht es ja noch. Die gelb-weissen Streifen erinnern an einen Strandkorb an der Nordsee. Mit den blauen Einsätzen auf der Seite und an den Ärmeln kommt die Klubfarbe auch auswärts zur Geltung. An und für sich schön, aber in der Kombination leider zu viel des Guten. Wenn der Schwede Zlatan Ibrahimovic nicht zu ManU, sondern zum FCL gewechselt wäre (träumt weiter!), hätte man ja noch darüber diskutieren können.

Doch im Gesamtbild wirkt das Leibchen, als hätte man die Auswärts-Trikots der letzten Jahre in einen Mixer gesteckt. Herausgekommen ist wilder, bunter Mix, ein Trikot wie aus der Spielwarenabteilung eines Billigdiscounters. Auch, weil das unübersehbare rote Sponsorenlogo, das vermutlich jedem Designer den Spass verderben würde, so prominent auf der Brust prangt wie bei keinem anderen Super-League-Verein. Für Puristen wie mich ein Graus.

Natürlich, wer nichts wagt, dem wird schnell vorgeworfen: Gähn, langweilig. Doch dass es auch anders geht, hat der FCL selber letztes Jahr bewiesen. Schlicht und klassisch kam das damalige Auswärtsdress daher. Weiss wie die Tennisspieler in Wimbledon, mit Streifen golden wie der Meisterpokal. In der Psychologie weiss man längst, dass es auch bei den Textilien auf dem Rasen nicht nur um Eitelkeit geht. Dieses Dress strahlte Stolz und Stärke aus, es war ein Gewand für Gewinner. Das neue Trikot hingegen erinnert mit den gelben Querstreifen vage an die Berner Young Boys – bekanntlich nicht gerade das Paradebeispiel für Siegermentalität.

Jerome Thiesson macht im Auswärtsdress der letzten Saison eine gute Figur.

Jerome Thiesson macht im Auswärtsdress der letzten Saison eine gute Figur.

(Bild: Martin Meienberger)

Kritiker und Unzufriedene gibt es immer, das ist klar. Manche reklamierten vor einem Jahr beim Auswärtsdress, weil ihnen die Farbe fehlte. Wenigstens sie werden heuer bestimmt zufrieden sein. Und die anderen dürfen darauf hoffen, dass es nur das Trikot und nicht das Team ist, das an den Auswärtsspielen des FCL nicht überzeugt. 

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