Thema: Rezension

  • : Klarinettist Reto Bieri verbeugt sich vor dem Publikum und wird auch von der Zuger Sinfonietta beklatscht.

    Zu Weihnachten gibt’s Kirsch und wunderbare Klänge aus Amerika

    Eine tolle Version von Dvořáks amerikanisches Streichquartett und einen virtuosen Klarinettisten servierte die Zuger Sinfonietta ihren Gästen im Chamer Lorzensaal als weihnachtliche Bescherung. Doch es gab noch mehr Geschenke. Weiterlesen

  • zvg/Ingo Hoehn: Zwischen Eros und Thanatos – die Leidenschaft schwappt auf die Erzählenden über. Wiebke Kayser und Lukas Darmstädt, im Hintergrund Mira Rojzman.

    Der Höhepunkt besteht in der fulminanten Eröffnung

    Was haben vom Himmel fallende Knochen, eine Partie Golf und eine rudelhafte Zerfleischung eines süssen Plüschhasen mit E.T.A. Hoffmanns «Der Sandmann» zu tun? In einer ganz eigentümlichen Interpretation fokussiert die Luzerner Inszenierung den Blick durch das knöcherne Perspektiv auf die geistlose, gelangweilte und äusserst triebgesteuerte Gesellschaft Nathanaels. Freud lässt grüssen. Weiterlesen

  • sbr: Nico Semsrott in seiner Bühnen-Uniform: dem schwarzen Kapuzenpullover.

    Ein Demotivationsworkshop am Samichlaustag

    Was gibt es Besseres in der Vorweihnachtszeit, als sich einen Abend lang dem Pessimismus hinzugeben? Wohl so einiges. Und doch war das Kleintheater voll, als der deutsche Kabarettist und Slam-Poet Nico Semsrott mit seinem Programm «Freude ist nur ein Mangel an Informationen» über die Krisen der Menschheit sprach. Weiterlesen

  • Marlis Huber: Der Kurator Ralf Keller (links) und der Künstler John Miller kennen sich seit Jahren.

    Künstler macht Schaufensterpuppe zur Allegorie der Armut

    Mit feinem Gespür klopft der amerikanische Künstler John Miller die Gegenwart ab. Die «Comedy of Manners», so der Titel der Ausstellung im Museum Bellpark, entpuppt sich als ein mit leiser Anklage und zarter Trauer überzogenes Sittengemälde unserer Zeit. Weiterlesen

  • Franca Pedrazzetti: Das erste Mal als Rapper auf der Bühne: Christoph Fellmann im Südpol.

    Ja, er darf! – Doch gelang das Rap-Experiment?

    Christoph Fellmann – mittelalt, mittelständig und weiss – covert das wohl grösste Hip-Hop-Album des 21. Jahrhunderts. Am Donnerstag hatte «This Dick ain’t free» im Südpol Premiere. Das gewagte Experiment ist geglückt, auch wenn der Flow noch fehlte. Weiterlesen

  • zvg/Reinout_Hiel: Ein riesiger Teddybär türmt sich auf der Bühne auf – ganz zum Vergnügen der Kinder.

    Dem Teddy geht’s an den Kragen und die Kinder lachen sich schief

    Zum Lärmen, Kreischen und Nicht-still-Sitzen: «Grosse Bären weinen auch» ist ein bildreiches Theater für Kinder ab 6 Jahren. In abwechslungsreichen Szenen nähert man sich humorvoll dem Schaurigen an. Das riesige laute Durcheinander gefällt besonders den Kindern. Jagt ihnen aber keine Angst ein. Weiterlesen

  • Ingo Hoehn: Wer möchte diese beiden sympathischen Herren bei sich zu Hause aufnehmen?

    So fühlt es sich an, wenn einem das Luzerner Theater Provokateure ins Haus schickt

    Luzerner Theaterschaffende planen 15 Premieren von Max Frischs Klassiker in verschiedenen Heimstätten. Dabei ist schon der Weg vom Treffpunkt am See zum Aufführungsort in der Privatwohnung ein Teil der Aufführung. Diese einzigartige Form von Pantoffeltheater musste zentralplus einfach ausprobieren. Hier Rezension und Erlebnisbericht. Weiterlesen

  • Ingo Höhn: Diesen Freitag fand die Premiere von Romeo und Julia statt.

    Romeo und Julia: Noch immer tragisch, noch immer schön

    Am Freitagabend feierte «Roméo et Juliette» am Luzerner Theater Premiere. Der Stoff, obwohl schon tausendfach verarbeitet, hat nichts an Wirkkraft eingebüsst. Regula Mühlemann als Juliette und Diego Silva als Roméo trieben in der Oper von Charles Gounod stimmgewaltig einen Dolch mitten ins Herz des Publikums. Weiterlesen

  • Jodok Achermann: Veronika (Selma Güntert) erhält nach ihrem Selbstmordversuch in der privaten Psychiatrie «Villete» von Dr. Igorova (Fredrika Wikland) und ihrem Team (v.l. Jarina Müller, Jrina Ledermann, Daniela Erni-Bachman) Bescheid, dass ihr Selbstmordversuch erfolglos war. 

    Wer ist hier eigentlich verrückt?

    Mit einer dramaturgisch äusserst kreativen und temporeichen Inszenierung feierte das Theater Tropfstei Ruswil am Samstagabend Premiere von Paulo Coelhos «Veronika beschliesst zu sterben». Sinnlich, berührend und humorvoll sorgen die Schauspieler mit ihren weissen Plüsch-Sitzsäcken für tolle Bilder, die man nicht so schnell vergisst. Weiterlesen

  • zvg/Franca Pedrazzetti: Gülsha Adilji und ihr Laptop beim Auftritt am «Woerdz».

    Zu doof zu Beginn – zu geil am Ende

    Der Donnerstagabend des Spoken-Word-Festivals «Woerdz» im Südpol versprach viel. Und er hielt Wort. Das Publikum wurde gefordert und hatte ganz schön zu hirnen – abgesehen von einem leicht deplatzierten Geburtstagskind. Weiterlesen