Wer möchte dieses Lokal übernehmen? (Bild: sib)
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Wer möchte dieses Lokal übernehmen? (Bild: sib)

Sushi-Restaurant in Zug wartet auf neuen Besitzer

4min Lesezeit

Über fünf Jahre war Aki Sushi an der Baarerstrasse 99 eine der Top-Sushi-Adressen in Zug. Nun ist das Restaurant ein paar Hausnummern weitergezogen. Für das alte Lokal wird ein Mieter gesucht. Oder kauft jemand das Restaurant und krempelt das ganze Konzept um?

Wer in den letzten Wochen in gewohnter Manier an die Baarerstrasse 99 direkt neben dem Hotel Zugertor pilgerte, um sich bei Aki Sushi Zug seine wöchentliche Portion rohen Fisch zu gönnen, stand unvermittelt vor verschlossenen Türen.

Man muss schon etwas genauer hinschauen, um von aussen zu erkennen, was der Grund für die Leblosigkeit im Innern ist. Unten rechts findet sich auf einem Anschlagbrett die Antwort: Das hochwertige, aber nicht ganz günstige japanische Restaurant ist umgezogen. Es ist nur wenige Gehminuten weiter an die Baarerstrasse 135 gegenüber dem V-Zug-Showroom gezogen, nennt sich nun «Kistenfabrik – Fine Dining by Aki Sushi».

Der Platz wurde knapp

Wer sich nun Sorgen macht, Aki Sushi habe am bisherigen Standort womöglich mangelnde Laufkundschaft oder anderweitige Probleme gehabt, der kann beruhigt werden. Es ist gar das Gegenteil der Fall: Der Grund für den Umzug ist der Erfolg von Aki Sushi.

Am alten Standort hängen immer noch die Öffnungszeiten.
Am alten Standort hängen immer noch die Öffnungszeiten. (Bild: sib)

Jeweils 24 Plätze auf der Terrasse sowie drinnen auf 48,5 Quadratmetern reichten nicht mehr für die zahlreichen Gäste aus, wie Tomoko Staffelbach von der Besitzerfirma Tokyo Deli GmbH auf Anfrage mitteilt. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, dass die Firma das Lokal an der Baarerstrasse 99 gar nicht räumen muss.

Vermieten oder Verkaufen?

Denn Staffelbach erklärt, dass für Interessenten die Möglichkeit bestehe, die Räumlichkeiten für total 2640 Franken monatlich zu mieten. Hinzu kommen die Parkplätze für monatlich 190 Franken. In diesem Falle würde das Konzept von Aki Sushi am bisherigen Standort weitergetragen werden.

Dieses beinhaltet neben Sushi weitere japanische Spezialitäten wie Sashimi oder Una Don (gegrillter Aal auf Reis). Zudem soll künftig der Service angeboten werden, Lunchboxen direkt an den Arbeitsplatz zu liefern – allerdings nur innerhalb der Stadt Zug.

Besonders einladend sehen die Tische draussen nicht aus.
Besonders einladend sehen die Tische draussen nicht aus. (Bild: sib)

Doch es gibt eben auch eine zweite Variante. So erwägt die Tokyo Deli GmbH mit Geschäftsführerin Tomoko Arata einen Verkauf der Einrichtung für 120'000 Franken. Der neue Besitzer wäre entsprechend frei, auf welches Gastrokonzept er künftig setzen möchte.

Lounge-Feeling will nicht recht aufkommen

Ein konkretes Übernahmedatum für das Lokal gibt es nicht. Staffelbach erklärt jedoch, es gebe bereits einige potenzielle Interessenten. Allzu lange dürfte das Restaurant also nicht leer stehen. Und falls man vergeblich anrennt und vor dem dunklen Lokal steht, ist der neue Standort ja nur einige Schritte weiter.

Dort geht es tatsächlich etwas grossflächiger zu. Besonders vor dem Lokal ist nun mehr Platz. Doch die Stimmen, welche dem Lokal und dessen Einrichtung bereits am alten Standort fehlende Wärme vorgeworfen haben, werden trotz Lounge-Möbeln nicht verstummen. Grau in grau und eher dunkel ist die Fläche zwischen den zwei Gebäuden, wo die Tische und Stühle stehen. Hinzu kommt die Nähe zur Strasse.

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