Das neue siebenstöckige Bürogebäude von Siemens Building Technologies am Feldhofkreisel ist schon fast fertig von aussen. (Bild: zvg.)
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Das neue siebenstöckige Bürogebäude von Siemens Building Technologies am Feldhofkreisel ist schon fast fertig von aussen. (Bild: zvg.)

Siemens-Neubau: In drei Monaten ziehen die ersten Mitarbeiter ein

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Zug wird immer urbaner. Das sieht man derzeit im Herti-Quartier, wo der Neubau des Siemens Campus auf die Zielgerade geht. Im Herbst soll das 250-Millionen-Projekt bereits von den ersten Mitarbeitern bezogen werden.

Wolfgang Holz

Man wähnt sich schon fast wie in New York wenn man von der Feldstrasse aus an den beiden neuen Siemens-Gebäuden Richtung Süden blickt: Am Ende der Perspektivenflucht türmt sich der Parktower in den Himmel. Davor glänzt viel Glas und Stahl auf dem neuen Siemens-Areal. Kein Zweifel: Die Siemens Schweiz AG schafft mit dem neuen Campus ein grossstädtisch anmutendes Gewerbequartier (zentralplus berichtete).

Mit Besucher- und Konferenzzentrum

Der neue Büro- und Produktions-Campus der Zuger Siemens Division Building Technologies entsteht bekanntlich auf einer Fläche von rund 22’500 Quadratmetern und besteht aus drei Gebäuden: ein siebengeschossiges Bürohaus im Norden des Areals am Feldhof-Kreisel, ein dreigeschossiges Produktionsgebäude und ein bereits bestehendes Gebäude an der Theilerstrasse 1.

So sollen die Gebäude auf dem Siemens-Campus dann genutzt werden, wenn sie im Herbst eröffnet werden.
So sollen die Gebäude auf dem Siemens Campus dann genutzt werden, wenn sie im Herbst eröffnet werden. (Bild: zvg)

Der Bürobau wird komplett neu errichtet und umfasst eine Fläche von rund 15’000 Quadratmetern. Unter anderem sind darin ein Besucher- und Konferenzzentrum angesiedelt. Im Erdgeschoss befinden sich der Empfang sowie ein Forum mit «halböffentlicher Nutzung», wie es im Baugesuch heisst.

«Klimalabor», das zusammen mit der Hochschule Luzern genutzt werden soll

Das bestehende Produktionsgebäude wird abgebrochen und durch einen Neubau, der rund 20’000 Quadratmeter Fläche bietet, ersetzt. Das neue Produktionsgebäude wird für die Herstellung von Produkten im Bereich Gebäudetechnik (Klimaregelung, Brandmeldetechnik und so weiter) genutzt. Auch Laboreinrichtungen werden dort zukünftig untergebracht. Von besonderer Bedeutung wird hier das geplante Klimalabor sein, das zusammen mit der Hochschule Luzern genutzt werden soll. Zum Campus gehören ausserdem 300 Parkplätze, davon 250 unterirdisch.

Das Bürogebäude an der Theilerstrasse 1 bleibt, wie gesagt, bestehen und wird in das städtebauliche Gesamtkonzept des Campus integriert, indem es generalüberholt wird.

 

So sieht der neue Siemens-Campus in Zug zwischen Nordstrasse, Feldstrasse und Theilerstrasse im Modell aus.
So sieht der neue Siemens Campus in Zug zwischen Nordstrasse, Feldstrasse und Theilerstrasse im Modell aus. (Bild: zvg)

Die Zeit verrinnt dabei wie im Flug. War Ende Juni 2016 der Spatenstich für das 250-Millionen-Franken-Projekt, so sollen die ersten Siemens-Mitarbeiter kommenden Herbst bereits in die neuen Räumlichkeiten einziehen.

«Es dauert ungefähr noch drei Monate, bis die Neubauten fertig sind», sagt Benno Estermann, Public-Relations-Chef der Siemens Schweiz AG, gegenüber zentralplus. Das Bestandsgebäude, das sich auf dem Areal befindet, werde dann später – bis etwa 2022 – modernisiert. Das heisst, im August/September werden die Mitarbeitenden von Siemens bereits in die Neubauten einziehen können.

Auch Reserveflächen für weitere Siemens-Expansion vorhanden

Am Hauptsitz arbeiten heute rund 1’700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, in der Produktion sowie in Administration, Marketing und Verwaltung. Auch die globale Leitung der Division ist in Zug angesiedelt. Das neue Bürogebäude des Campus beinhaltet sogar Reserveflächen für ein zukünftiges Siemens-Wachstum. Diese Flächen werden vorerst an Drittunternehmen vermietet. Insgesamt werden am neuen Standort rund 2’400 Personen tätig sein.

«Siemens war immer ein professioneller Partner und mir sind keine baulichen Komplikationen bekannt», sagt Zugs Bauchef und SVP-Stadtrat André Wicki. Es sei ein wichtiges Zeichen für den Industriestandort Zug, dass Siemens Building Technologies ihren Hauptsitz in Zug ansiedele beziehungsweise auch bleibe.

«Es ist für Stadt und Kanton wichtig, dass wir einen verlässlichen Partner haben, der gute Stellen anbietet und auch Personen ausbildet», sagt Wicki. «Wichtig erscheint mir auch, dass Siemens energetisch ein Vorzeigeprojekt erstellt.»

Von aussen schon so gut wie fertig: Links das neue Produktionsgebäude, rechts das Bürogebäude.
Von aussen schon so gut wie fertig: links das neue Produktionsgebäude, rechts das Bürogebäude. (Bild: woz)

Weltweit 28'000 Mitarbeiter und 6,5 Milliarden Euro Umsatz

Als Dienstleister, Systemintegrator und Produktlieferant verfügen die Siemens Building Technologies über Angebote für Gebäudeautomation, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, Brandschutz und Sicherheit. Mit weltweit 28’100 Mitarbeitern erwirtschaftete die Firma 2017 einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro.
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