Die Wirtschaft zum Schützenhaus auf der Luzerner Allmend. (Bild: les)
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Die Wirtschaft zum Schützenhaus auf der Luzerner Allmend. (Bild: les)

Steigt der FCL ins Beizen-Business ein?

4min Lesezeit

Die Traditionsbeiz «Wirtschaft zum Schützenhaus» schliesst Ende März. Wie es weiter geht, ist noch offen. Naheliegend wäre eine Lösung mit dem FC Luzern, welcher seinerseits auf der Suche nach einem Treffpunkt für Fans ist. Die Gespräche laufen – noch nicht in dieser Beiz.

Ein neuer Betreiber muss her in die Traditionsbeiz «Wirtschaft zum Schützenhaus» auf der Luzerner Allmend. Der Vertrag zwischen der Liegenschaftseigentümerin, die Schützengesellschaft der Stadt Luzern, und der bisherigen Betreiberin, der Gastrokette Remimag, wird aufgelöst (zentralplus berichtete). Der Betrieb schliesst Ende März.

Nicht einmal 50 Meter sind es zwischen dem Schützenhaus und der Swissporarena. Und der FC Luzern hat sich schon mehrfach beklagt, man habe keine Stadionbeiz, wo die Fans vor und nach dem Spiel verweilen. Beim Bau der neuen Swissporarena hat man einem solchen Treffpunkt zu wenig Beachtung geschenkt. Da ist man mittlerweile selbstkritisch. «Man legte beim Stadionneubau das Augenmerk zu stark auf den VIP-Bereich», sagt Ex-Mediensprecher Max Fischer einst (zentralplus berichtete).

Links die Swissporarena – rechts die Beiz. 
Links die Swissporarena – rechts die Beiz.  (Bild: les)
 

Na dann: Schlägt der FCL beim Schützenhaus zu und steigt ins Beizen-Business ein? CEO Marcel Kälin scheint nicht abgeneigt: «Ich stehe seit Monaten mit dem Präsident der Schützen in Kontakt und er war auch schon auf Matchbesuch bei mir.» Die Gespräche laufen also, druckreif ist jedoch noch nichts. 

Zu Kälins bisherigen Aussagen würde ein solches Engagement passen. «Wir wollen Fussballfeste feiern», ist einer der Hauptbestandteile der «Vision 2021». Ein Treffpunkt wo Fans bei Wurst und Bier über den FCL fachsimpeln könnte, wäre dafür beinahe eine zwingende Bedingung. Liesse sich auch der eine oder andere FCL-Verantwortliche ab und zu blicken lassen, wäre das identitätsstiftend. Cüpli sollte man auf der Getränkekarte keine aufführen.

Entscheidung steht schon bald an

Renato Steffen, Präsident der Schützengesellschaft der Stadt Luzern, erklärt gegenüber zentralplus, dass es mehrere Interessenten für das Restaurant gäbe. Der FC Luzern ist einer von ihnen. Viel mehr lässt sich Steffen nicht entlocken. «Es ist noch zu früh, wir werden zum gegebenen Zeitpunkt informieren.» Steffen stellt in Aussicht, dass dies schon bald der Fall sein wird.

Klar ist, einen besseren Standort gäbe es nicht. Der FCL spielte schon mit dem Gedanken, die alte Lumag-Tribüne umzunutzen. Auch ein FCL-Museum mit einer Beiz wurde einst ins Spiel gebracht. Bei beiden Varianten würden Investitionen nötig – die Wirtschaft zum Schützenhaus steht schon. 

Einen richtigen Treffpunkt vor dem Stadion gibt es nicht. Provisorisch werden jeweils Zelte aufgestellt.
Einen richtigen Treffpunkt vor dem Stadion gibt es nicht. Provisorisch werden jeweils Zelte aufgestellt.

Sportklubs, die nebenbei Beizen betreiben, sind nichts Aussergewöhnliches. Bekannt ist etwa das «Chalet» des SC Buochs mit schönster Lage am Vierwaldstättersee, das täglich geöffnet hat.

Noch stärker wird im Eishockey auf diese Karte gesetzt. So hat der EVZ etwa eine Tochtergesellschaft, die EVZ Gastro AG, gegründet. Diese beschäftigt 60 Mitarbeiter und betreibt die «Sixtyseven Sportsbar» im EVZ-Stadion, das «Pier41» am Bahnhof in Zug und das «Restaurant Kreuz» in Oberwil. Mit viel grösserer Kelle rührt der SC Bern an. Dort arbeiten 1'300 Angestellte für die clubeigene Sportgastronomie. 

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