Ein Augenschein vor Ort: Von rechts Elmar Ernst, Geschäftsführer Viscosistadt, Gabriela Christen, Direktorin der Kunsthochschule sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Emmen. (Bild: zvg)
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Ein Augenschein vor Ort: Von rechts Elmar Ernst, Geschäftsführer Viscosistadt, Gabriela Christen, Direktorin der Kunsthochschule sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Emmen. (Bild: zvg)

In der Viscosi-Stadt ziehen bald Designer und Filmer ein

3min Lesezeit

Teile des Departements Design & Kunst der Zentralschweizer Fachhochschule werden 2016 in die Viscosi-Stadt nach Emmen ziehen. Das hat der Konkordatsrat der Hochschule Luzern entschieden. Durch die angestrebte Konzentration auf nur noch drei Standorte verbessert sich die räumliche und organisatorische Situation der Kreativen.

Der Konkordatsrat hat mit seinem Entscheid die Weichen für eine Konzentration der «Hochschule Luzern – Design & Kunst» auf neu drei Standorte gestellt. Bisher waren es deren stolze sieben.
 In zwei Jahren wird die Hälfte des Departements, darunter verschiedene Studienrichtungen des Bereichs Design und der Studiengang Kunst, auf das ehemalige Industrieareal der Monosuisse in Emmen übersiedeln.

Mit dem Umzug in den «Bau 745 Viscosistadt», der eine Nutzungsfläche von 10'500 Quadratmetern aufweist, werde sich die schwierige räumliche Situation des Departements entschärfen, schreibt die Hochschule. «Gleichzeitig entstehen für die Studierenden und die Mitarbeitenden neue Möglichkeiten des kreativen Austauschs und der Kooperation.»

Bald Kunstvideos in Emmen

Die grossen Flächen und die hohen Räume mit viel Tageslicht böten gute Voraussetzungen für die Einrichtung von Werkstätten, Ateliers sowie Unterrichts- und Ausstellungsräumen. Insbesondere wird der Studiengang Film mit Animation und Video hervorragende Arbeits- und Produktionsmöglichkeiten erhalten.

Hauptargumente für den Standortentscheid sind die gute Erschliessung des Areals mit S-Bahn und Bus. Zudem verspricht der Konkordatsrat sich durch die Zusammenarbeit der Studenten mit der bereits ansässigen Kreativwirtschaft in der Viscosi-Stadt eine Stärkung der Identität und der nationalen wie internationalen Ausstrahlung der Kunsthochschule.

Standort für Salle modulable

Der jetzige Entscheid ist die Folge eines gescheiterten Projekts. Vor drei Jahren klärte der Gemeinderat Emmen ab, ob sich die Emmenweid als Standort für die Salle modulable mit einem Musikcampus eignen würde. Nachdem sich die Investoren für die Salle modulable zurückgezogen hatten, erledigten sich die Abklärungen.
Der Konkordatsrat der Hochschule Luzern lässt durchblicken, dass die gesamte «Kunsti» in einer zweiten Etappe in die Viscosi-Stadt ziehen könnte. «Damit wäre die Hochschule Luzern – Design & Kunst mittelfristig an einem Standort vereint», heisst es in der Pressemitteilung. Verantwortlich für die architektonische Gestaltung der ehemaligen Fabrik in der Viscosi-Stadt ist das Zürcher Architekturbüro EM2N, das auf Stadtplanung spezialisiert ist.

Freude herrscht in Emmen


Über die Aufwertung Emmens zum Hochschulstandort freut sich auch die Gemeinde Emmen. «Die Gemeinde Emmen wird damit zum Hochschulstandort», teilte sie mit. «Das Ambiente in den ehemaligen Industriebauten soll zum Nährboden und zum Brennpunkt einer Kreativwirtschaft werden – mit Hochschule, Atelier und Zwischennutzungen», schreibt die Gemeinde. Man freue sich auf neue Begegnungen und Netzwerke mit der Emmener Bevölkerung, der Kunstpädagogik an den Volksschulen und mit akku, dem anderen Kunst- und Kulturunternehmen in Emmen.

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