EVZ-Stammgoalie Tobias Stephan ist derzeit noch nicht der gewohnt sichere Rückhalt für seine Vorderleute. (Bild: EVZ/Felix Klaus)
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EVZ-Stammgoalie Tobias Stephan ist derzeit noch nicht der gewohnt sichere Rückhalt für seine Vorderleute. (Bild: EVZ/Felix Klaus)

Ein unangenehmer Widersacher – und eine kleine Sorge für den EVZ

3min Lesezeit

Der HC Lugano war vor der letzten Runde der Playoff-Gegner des EV Zug – und er war es auch nach dem 2:3 n.P. des Qualifikationszweiten über den HC Fribourg. Die Tessiner scheinen den besseren Lauf als der mit Heimrecht in die Viertelfinalserie startende EVZ zu haben.

Die Erinnerung an das siebtplatzierte Lugano mag bei keinem Zuger einen Freudensprung auslösen. Ganz egal, ob er sein Kurz- oder Langzeitgedächtnis einsetzt: In diesem Jahr hat die Mannschaft von Dan Tangnes jedes der drei Direktduelle verloren (3:4, 0:3 und 3:5). Gesamthaft steht es in der abgelaufenen Qualifikation zwischen Zug und Lugano darum bloss noch 3:3 nach Siegen.

Die Erinnerung der Zuger an das letzte Playoff-Duell gegen die Südtessiner muss gar eine grauenvolle sein. Mit vier Niederlagen in Serie schied der nach der Qualifikation besser klassierte EVZ vor drei Jahren im Viertelfinal sang- und klanglos aus.

Stammgoalie Stephan sucht Form

Auf der Basis der Resultate, welche die beiden Mannschaften im Endspurt dieser Qualifikation erreichten, hinterlassen die beiden Kontrahenten einen unterschiedlichen Eindruck. Der EV Zug, der Lugano am Samstag (20 Uhr, Bossard-Arena) zu Hause zum ersten Viertelfinal der best-of-7-Serie erwartet, gewann bloss zwei der letzten sieben Spiele. Gegen Abstiegsrunden-Teilnehmer Fribourg kam der EV Zug, der wegen der Schonung von Garrett Roe und Dennis Everberg nur mit drei Ausländern antrat, nie richtig in Fahrt.

Erschwerend kam hinzu, dass Stammgoalie Tobias Stephan beide Gegentore auf seine Kappe nehmen muss. Immerhin hat er zwischen dem 0:1 und dem 1:2 einen schlecht geschossenen Penalty von Fribourgs Jim Slater parieren können. Stephan, der in seiner Karriere noch nie einen Titelgewinn für sich verbuchen konnte, sucht noch immer jene Form, die ihn bis zu seiner im Januar erlittenen Verletzung ausgezeichnet hatte.

Duell gegen nächsten Arbeitgeber

In früheren Jahren hätte man bei solchen Darbietungen Stephans noch Alarm schlagen müssen. Weil der EVZ nun aber mit Sandro Aeschlimann einen Playoff-tauglichen Ersatzgoalie besitzt, der die Seinen Anfang Februar zum Cupsieg gehext hatte, ist die Sorge nur noch eine kleine. EVZ-Coach Dan Tangnes wird die Qual der Wahl haben, wenn Stephan ab nächstem Wochenende nicht deutlich mehr Sicherheit ausstrahlen wird.

Der HC Lugano, der nach der Finalteilnahme 2018 in den vergangenen Wochen und Monaten hart um einen Platz im Playoff kämpften musste, ist mit dem 4:2 über Qualifikationssieger Bern bei fünf Siegen aus den letzten sieben Partien angelangt. Das Selbstvertrauen beim Gegner wird gewachsen sein.

Die Affiche im Playoff-Viertelfinal gegen Lugano ist aber auch noch aus einem weiteren Gesichtspunkt interessant. Ab nächster Saison werden die Zuger Reto Suri und Dominic Lammer für den Gegner stürmen. Den umgekehrten Weg geht Nati-Stürmer Grégory Hofmann, der 30 Tore in der abgelaufenen Qualifikation erzielt hat. Können sie für ihren aktuellen Arbeitgeber in dieser Serie Entscheidendes leisten?

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