Einer von aktuell fünf ehemaligen Spielern, die im FC Luzern arbeiten: Sportchef Remo Meyer. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
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Einer von aktuell fünf ehemaligen Spielern, die im FC Luzern arbeiten: Sportchef Remo Meyer. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

«Was Burri sagt, stellen wir nicht gänzlich in Abrede»

3min Lesezeit

Der FC Luzern hat in seiner über 100-jährigen Geschichte erst eine Meistermannschaft hervorgebracht. Und ausgerechnet diese will den 30. Geburtstag ihres Titelgewinns nicht im Umfeld des Vereins feiern. Beim FCL zeigt man Verständnis dafür.

Am Pfingstsamstag, dem 8. Juni, werden Hansi Burri und seine damaligen Teamkollegen von 1989 den Meistertitel in der Badi-Beiz Sempach feiern. Sie organisieren das für die Öffentlichkeit zugängliche Fest lieber selber. «Wir alle haben keinen Bezug mehr zum FCL. Von uns wurde nie jemand in den Verein involviert», begründete Burri (zentralplus berichtete). Die aktuelle FCL-Klubleitung gehört aber trotzdem zu den geladenen Gästen.

«Was Hanspeter Burri sagt, stellen wir nicht gänzlich in Abrede», sagt Markus Krienbühl, der Medienverantwortliche des FC Luzern. Von Vereinsseite hätte man in der Vergangenheit sicher mehr machen können. Aber er sagt auch: «Die FCL-Spieler mit Legendenstatus können natürlich jederzeit gratis zum Spiel in der Swissporarena kommen.»

Fünf ehemalige Spieler arbeiten im Verein

Die aktuelle Führungscrew des FC Luzern hat sich im Zuge der Vision 2021 vorgenommen, verdiente Spieler fortan konsequent in den Verein zu integrieren. «Sie stiften in unserer Region nicht nur Identität für den FCL, sie sorgen zusammen mit den Fans auch für ein Wir-Gefühl», sind sie sich im FCL mittlerweile bewusst.

«Wir wollen es in Zukunft ganz bestimmt besser machen.»

Der FCL über seinen Umgang mit verdienten Spielern

Die Luzerner sind gewillt, den schönen Worten auch Taten folgen zu lassen. Goalie David Zibung (35) und Verteidiger Christian Schwegler (34) sind mit dem aktuellen Fünften der Super League daran, ihre berufliche Zukunft zu regeln. Geht es für die Routiniers nicht auf dem Platz weiter, wechseln sie in die FCL-Administration. «Da die beiden Anschlussverträge besitzen, bleiben sie so oder so bei uns.»

Fünf ehemalige Spieler, zählt der FCL auf, stünden bereits in seinen Diensten: Sportchef Remo Meyer (38), U21-Trainer Ivan Dal Santo (47), Talentmanager Michel Renggli (38), Botschafter Kudi Müller (70) und Gabriel Wüthrich (37), der Goalie-Verantwortliche im Nachwuchs.

Ehrenpräsident Simioni geht nach Sempach

Beim FC Luzern lassen sie es sich aber nicht nehmen, ein paar Akzente zum 30-Jahr-Jubiläum des bislang ersten und einzigen Meistertitels in der Vereinsgeschichte zu setzen. Was genau geplant ist, will der Klub allerdings nicht verraten. «Unser Anliegen ist es aber, so viele Meisterspieler wie möglich dafür zu gewinnen», hat sich der FCL vorgenommen.

Für den bald 84-jährigen FCL-Ehrenpräsidenten Romano Simioni ist klar, mit wem er das Jubiläum feiern wird. «Ich gehe nach Sempach. Die aktuelle Vereinsführung hat keine Beziehung mehr zu den Spielern und Funktionären von früher.»

Im FCL will man aber nicht zurückschauen. «Wir können und wollen nicht bewerten, was in der Vergangenheit passiert ist. Wir wollen es in Zukunft aber ganz bestimmt besser machen», beteuert die Klubführung.

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